Maranatha

Die frühen Christen haben „Maranatha“ gesagt: Unser Herr, komm! Marana tha! (1. Korinther 16,22; Apk 22,20)

Wenn das gesungen wird – kann er in die Herzen kommen durch seinen Geist (*). Das auch dann, wenn im Lied eher die sichtbare Wiederkunft Jesu Christi Thema ist. Die Bitte kann mein jetziges Leben im Blick haben: Komm in mein Leben, komm in mein Herz, lass deine Gegenwart erfahren – als Vorausgabe, als Vorgeschmack kommender Erfüllung. Weil Jesus Christus jetzt erfahren wird – ist die Sehnsucht nach seinem Kommen, nach Vollendung geweckt. Es ist die Sehnsucht nach Veränderung chaotischer Lebens- und Weltzustände – aber auch die Sehnsucht nach dem großen Liebenden: Jesus Christus. Das dann nicht mehr als seine reale Anwesenheit im Geist, sondern als reale Anwesenheit der Person, von Angesicht zu Angesicht.

(*) Um nicht missverstanden zu werden: das geschieht nicht allein durch das Lied. Es gibt viele Möglichkeiten, Lieder, Texte, Gemeinschaft, Kunst, zu Gott hin gefülltes Schweigen, zu Gott aufblicken im ganz alltäglichen Tun, die auch beinhalten: Komm in mein Leben, komm in mein Herz, lass mich deine Gegenwart erfahren.

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