
Heutzutage propagieren viele:
Ich kann meinen Glauben leben,
dazu brauche ich keine Gemeinde.
Jesus Christus ist wichtig –
glaubende Mitmenschen sind es nicht.
Diese Worte sind nur möglich,
in einer Gesellschaft ohne Druck,
einer Gesellschaft ohne Kampf gegen Christen.
Wenn Christen bekämpft werden,
benötigen sie Vernetzungen,
benötigen sie Hilfe, Stärkung, Unterstützung.
Diese Hilfe, Stärkung, Unterstützung benötigen sie auch:
Wenn der Böse sie im Inneren bekämpft.
Alleinkämpfer sind leichter zu überwinden
als eine Gemeinschaft der Brüder und Schwestern in Christus.
Zudem geht es Christen mit Jesus Christus
um eine Veränderung der „Gesellschaft“,
zur Verhinderung und Behebung von Leid,
durch ein verändertes Individuum.
*
Der Ansatz von Marx, dass Menschen sich zusammentun müssen, um die bösartigen Strukturen zu bekämpfen, ist biblisch noch nicht so deutlich ausgesprochen worden, also ein Fortschritt. Aber es ist einmal in dem Gedanken der christlichen Gemeinde angelegt: Je mehr Menschen sich ihr zuwenden, desto stärker wird Gottes Wille umgesetzt; vor allem ist das auch in Teilen des Mönchstums angelegt: Gemeinsam gegen das Böse angehen und durch Beziehung zu Gott das Gute durchsetzen.
Christliche Nachfolge in der Gemeinschaft bietet: Gegengesellschaften. Marx wie den Christen geht es um gemeinschaftlichen Kampf gegen böse Strukturen. Bei Marx jedoch durch politisch-revolutionären Kampf, bei Christen durch innere Veränderung des Menschen.
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