Geistliche Morgengymnastik

Man soll etwas für seinen Körper tun, damit er nicht ganz in sich versteift, damit die Lungen durchgepustet werden und das Herz das Blut schneller durch den Körper pumpt.

Man sollte auch immer wieder einmal geistliche Morgen-Gymnastik betreiben, damit das Hirn nicht erschlafft, damit die Seele wieder neu in Bewegung gerät und auch der Körper eingebunden wird.

Auch die Christenheit hat den Körper einbezogen: Kopf und Arme nach oben im Gebet, oder gekniet, das Kreuzzeichen… – aber selbst diese minimalisierten Bewegungen sind bei vielen eingeschlafen. Entsprechend schläft auch der Glaube einen ungesunden Schlaf – könnte man vermuten. Es wird alles auch theoretischer, kopflastiger.

Ich will das mit meinem Bewegungs-Tipp ein wenig auf die Spitze treiben.

  • Wie wäre es, ein Gesangbuchvers auswendig zu lernen, der einem gut gefällt, und den dann bei Liegestützen aufsagen? Oder die Strophe eines modernen christlichen Lieds. Es werden dann im Lauf der Zeit immer mehr.
  • Wie wäre es, den Bibelvers des Tages bei Kniebeugen zu wiederholen bzw. im Rhythmus der Kniebeugen sprechen?
  • Wie wäre es, bei Ausfallschritt, Brücke, Dreher, Seitstütz, Situps sich einen wichtigen geistlichen Gedanken einzuüben?
  • Und das Ganze mit einem kräftigen Atemzug am offenen Fenster mit einem „Danke“ ausklingen zu lassen. (2020)

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