Friedensstimmen

Ich habe gestern ein Gedicht vom schwedischen Dichter und Bischof Esaias Tegner (1782-1846) gefunden: Friedensstimmen. Er war in seiner Zeit ein sehr bekannter Schriftsteller: https://gedichte.xbib.de/Tegner%2C+Esaias_gedicht_107.+Friedensstimmen.htm Gleichwohl war er nicht immer friedlich eingestellt (Svea).

Über das Schöne, das alle Brutalität in der Welt überdauert, beschreibt er auch – als romantischer Dichter und Philosoph der Ästhetik; gleichzeitig war er gegen das romantische Dunkel für Klarheit.

Seine Depression beschreibt er im Gedicht: Die Milzsucht – in dem ein negatives Menschenbild erkennbar wird: Der Mensch ist Gottes Ebenbild – aber das Wahre des Menschen selbst: sein Kainsmal, das Kennzeichen des Mörders. https://gedichte.xbib.de/Tegner%2C+Esaias_gedicht_121.+Milzsucht.htm Laut Georg Brandes (Moderne Geister: Literarische Bildnisse aus dem 19. Jahrhundert, Severus Verlag 2011 [Nachdruck der Originalausgabe von 1882] 258) schrieb er: „Gott bewahre mich vor Melancholie und Menschenhass.“ Das Kainsmal diente in Genesis 4 dem Schutz des Mörders.

Aber dann wieder, sei angemerkt, hat er Christliches aus der Perspektive der griechisch-römischen Antike interpretiert und auch vermischt mit nordischer Sage. Er war also voll Kind seiner Zeit, alles irgendwie mischend. https://gedichte.xbib.de/Tegner%2C+Esaias_gedicht_100.+Des+Dichters+Morgenpsalm.htm

In dem genannten DepressionsGedicht schreibt er am Schluss:

„Das Findelkind der Zeit, hier, um zu lernen,
Sieht, ach! vielleicht den Vater – über Sternen.“

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