Eine Welt

Benedikt XVI. stellt den Areopagiten (Dionysios / Pseudo-Dionysius – der wohl im 5./6. Jahrhundert gelebt hat) vor und sagt unter anderem https://decemsys.de/benedikt/audienzen2/dionysius-areopagita.htm :

Gott wird vor allem dadurch gefunden, dass man ihn preist, nicht nur, indem man über ihn nachdenkt; und die Liturgie ist nicht etwas von uns geschaffenes, etwas, das erfunden wurde, um während eines gewissen Zeitraums eine religiöse Erfahrung zu machen; sie ist Lobgesang mit dem Chor der Kreaturen und das Eintreten in die kosmische Wirklichkeit selbst. Und gerade so wird die Liturgie – die augenscheinlich nur kirchlich ist – weit und groß, sie vereint uns mit der Sprache aller Geschöpfe. Er sagt: Von Gott kann man nicht auf abstrakte Weise sprechen; von Gott sprechen ist immer – hier benutzt er des griechische Wort – „hymnein“, ein Lobgesang für Gott mit dem großen Chor der Geschöpfe, der sich im liturgischen Lob widerspiegelt und konkretisiert. Obwohl seine Theologie kosmisch, kirchlich und liturgisch ist, ist sie doch auch zutiefst persönlich. Er hat als erster eine große mystische Theologie geschaffen.

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