Ladislav Záborský

Ladislav Záborský – geboren 1921, gestorben 2016. Er wurde wegen seines Glaubens in der kommunistischen Tschechoslowakei 1953 zu jahrelanger Haft verurteilt. Er wurde viele Monate lang in Einzelhaft gehalten. Er schrieb während seiner Zeit 30 Gedichte – auf Seife, damit er sie auswendig lernen konnte. Es sind äußerst erstaunliche Gedichte, in denen er lernt, Gott näher zu kommen. Nach seiner Entlassung durfte er nicht mehr als Gymnasiallehrer arbeiten und malte. Viele seiner Bilder sind zu sehen: hier

Gedichte gibt es in deutscher Übersetzung in dem Band: Wolfgang Spitaler (Hg.): Leben besinnen. Ilse Brem, Milan Rúfus, Stefan Sandtner, Ladislav Záborský. Texte aus slowakischer und Österreichischer Dichtung, Wiener Domverlag 2007

In dem Gedicht: Vor dem Prozess heißt es:
Denn es gibt keinen Häscher auf Erden;
der mich im Himmel fände:
Dort werden wir uns dann freuen
unserer Freiheit ohne Ende.
Unfassbare ewige Welten werden
auf uns dort warten,
Gott selbst und die schönsten Blumen
aus seinem Menschengarten.

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