Deutschland und Digitalisierung + Infantilisierung der Gesellschaft + Die gutesten Menschen

Wenn man alles aus den Händen gibt und Firmen auf sich allein gestellt sein lässt, kann es nicht klappen mit der Digitalisierung. China zieht an allen vorbei, weil es eine Strategie hat. Wir haben keine Strategie. Bei uns kommt es wie es kommt. Und dann werden denen, die die Digitalisierung vorantreiben wollen, noch alle möglichen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Das darf man wegen Persönlichkeitsschutz nicht machen, das darf man nicht verlangen, dieses ist verboten, das geht nur mit Unterschriften aller, da muss man Angst haben… Natürlich muss man Persönlichkeit schützen. Aber auch hier: Es dominiert die Lobby-Strategie der Extremen, nicht der Sachlichen. https://www.welt.de/wirtschaft/article216944528/Digitale-Konkurrenzfaehigkeit-China-zieht-an-Deutschland-vorbei.html

Ein Jugendlicher sagte: Wenn ich etwas erfinden würde, würde ich damit in die USA gehen. Diese Sicht sagt doch viel über den Zustand unseres Landes aus.

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Atom-Müll verbrennen? Während man hier noch sucht, wo man Dreck verbuddeln kann, ist man vielleicht in Russland schon weiter: https://www.berliner-zeitung.de/zukunft-technologie/loesung-des-atommuell-problems-schnelle-reaktoren-fressen-die-ueberreste-auf-li.108528

Wie der Beitrag allerdings sagt: So einfach ist das nicht. Ein Rest bleibt. Aber man ist damit auf gutem Weg. Denn die anderen Staaten haben ja munter AKWs und wir werden wegen der Klimaerwärmung vielleicht auch bald wieder welche haben. Und da benötigt man unbedingt Lösungen, die über das Müll-Verbuddeln hinausgehen.

Übrigens: Die Gorleber können sich freuen – aber die Protest-Nachfolger an anderen Orten stehen schon in den Startlöchern.

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Zur Infantilisierung der Gesellschaft: https://www.cicero.de/kultur/buchauszug-infantile-gesellschaft-alexander-kissler

Was man auch über den Artikel beobachten kann: Man hat nicht nur keine Ahnung von Kant und co. Man hat auch vielfach keine Ahnung von der Natur – und setzt sich für eine ein, die man aus den Kinderbilderbüchern oder aus Tier vermenschlichenden Filmen kennt.

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Wo wohnen die gutesten Menschen? Natürlich in Berlin: https://taz.de/Diskussion-um-Strassennamen/!5713124/ Sie wollen die Straße statt nach dem „preußischen Staatsheiligen“ Luther nach der „modernen Heiligen“ Prista Frühbottin benennen. Meine Frage: Wissen sie eigentlich welcher Meinung diese Frau war mit Blick auf die heutigen Themen? Vielleicht ehrt man damit ja eine Antisemitin, eine, die selbst den Teufelsglauben akzeptierte und Geister beschworen, die obrigkeitshörig war, vielleicht war sie selbst stark konfessionalistisch eingestellt und gegen Schwule, vielleicht gar islamfeindlich?

Von manchen Menschen ist es gut, dass man heute nicht allzu viel über sie weiß. Sie haben gute Chancen, dass man Straßen nach ihnen benennt.

Ich würde sagen: Da jeder Mensch Dreck am Stecken hat, wer weiß denn, was sie immer oder mal gedacht haben!, nehmen wir doch einfach Zahlen. Aber natürlich nicht alle Zahlen. Manche sind historisch verbrannt, manche sind religiös festgelegt (wie die 1 und die 3 und die 7 und die 12), oder vom Aberglauben besudelt (wie die 13 oder 666). Aber da gibt es bestimmt kluge Köpfe, die an dieser Stelle reine, unschuldige Zahlen finden werden – zumindest wenn es ab 1 Million geht. Menschen sind immer gefährlich, man weiß nie, woran man ist. Ach so: Tiernamen wären auch gut. Ein Löwe hat zwar auch viele Opfer auf dem Gewissen, wie Elefanten – aber die wissen davon nichts, auch nicht davon, dass sie kein Gewissen haben. Sie leben ganz rein, wie die Natur rein ist, wie die Schnaken und die Zecken rein sind. Auch die Covids…

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