Seht einmal nach = schaut hin

Schaut hin soll eine Verdichtung der Bewegung von schaut einmal nach sein. So steht es zumindest hier: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/programm-fuer-oekumenischen-kirchentag-2021-in-frankfurt-16452641.html

„Jesus sagte: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach!“ (Mk 6,38)

Das wäre also gleichzusetzen mit:

„Jesus sagte: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und schaut hin“ (Kirchentag)

Unwohl dürfte allen bei dieser Verdrehung gewesen sein – denn sonst hätte man diese sonderbaren Begründung mit der „Verdichtung“ nicht benötigt.

Hoffentlich lassen sie nicht nur nach Rechten Ausschau halten. Das sollte dem Kirchentag wirklich nicht im Vordergrund stehen. Es geht darum, dass das Brot gefunden wird und dann von Jesus durch die Hände der Seinen vermehrt wird. Eine Vermehrung von Extremisten welcher Couleur auch immer brauchen wir wirklich nicht.

Es wäre schön, wenn die Kirchen schauen würden, was ihr Brot ist, dass sie mit Hilfe Gottes vermehren können. Was haben sie als Nahrung anzubieten? Nicht Abgrenzung und Ausgrenzungen – sondern dass sie sich auf ihren Reichtum besinnen – und von dem Brot, das sie haben in Hülle und Fülle austeilen.

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Was mir auffällt: Wenn man in der Bibel nicht das findet, was man sucht, dann soll man auch nicht so tun, als hätte man es gefunden, indem man etwas umbiegt, bis es politisch passt.

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