Unzufriedenheit und Feindbild

Wenn man irgendwas machen möchte, wenn man mit sich und der Welt unzufrieden ist, dann ist es gut, wenn man griffige Feindbilder hat. Noch besser, wenn man sie mit anderen teilen kann und damit die Gesellschaftskritik einen Namen bekommt.

Das ist nicht nur mit Nestlé so, sondern auch mit Glyphosat usw. Alle Firmen machen, wenn sie groß sind, Fehler. Aber manchen verzeiht man schneller als anderen. Bei manchen nimmt man sie gar nicht wahr, während die kleinsten Holprigkeiten anderer aufgebauscht werden. manche Firmen kennt man nicht einmal, obwohl sie omnipräsent sind.

Auch wenn Fehler nicht einmal bewiesen sind, sondern nur denkbar: Man hat einen Unzufriedenheits-Kristallisations-Punkt. Und dann ist Nestlé auch noch in der Schweiz, in die man gerne die Kavallerie schicken würde, weil sie ihren Reichtum nicht mit der EU teilen möchte. Dabei wären wir doch alle sehr gerne Schweizer. Das Thema Verhältnis zu den Firmen ist spannend. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/nach-kloeckner-video-nestle-ist-boese-nestle-ist-der-feind-16228267.html

Für die Jüngeren – zum Thema Kavallerie: https://www.spiegel.de/politik/ausland/steinbrueck-und-die-eidgenossen-angriff-aufs-schweizer-herz-a-615140.html

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