Kühnerts nicht innovative Lösungen + Neo-Kommunismus

Sind Enteignungs-Phantasien es wirklich Wert, lange darüber zu diskutieren? Der Beitrag meint es:

Ob es dabei helfen würde, BMW zu kollektivieren, Immobilienbesitz zu regulieren und Arbeit maximal zu individualisieren? Man könnte jedenfalls die Gelegenheit nutzen, darüber zu diskutieren, anstatt alles sofort mit Totschlagsargumenten abzubürsten.

Der Beitrag meint es, weil er meint, dass politische Gegenspieler nichts eigenes zu bieten hätten, außer bestimmte Probleme zu diskutieren. Ich beklage auch, den Mangel an innovativer Ideen. Nur das sind doch wirklich keine Lösungsansätze. Die Aussage, dass Kollektivierung den Kapitalismus überwinden könne – kann sie das wirklich? Das sind keine besonders innovative Ideen – aber natürlich muss man über alles ruhig und sachlich reden:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-um-vorschlaege-von-juso-chef-kevin-kuehnert-mehr-ideen-bitte-a-1265403.html

Politisch wichtiger scheint jedoch: So nimmt er den Linken – die das meines Wissens auch nicht dominant fordern – vielleicht ein paar Stimmen weg. Nur am Rande: Ich mag es übrigens, wenn Bernd Riexinger „politisches Establishment“ sagt.

(Nachtrag 5.5.:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kevin-kuehnert-die-enteignung-der-konzerne-und-die-rolle-der-zeit-im-umstrittenen-interview-16170511.html und:
https://www.tagesschau.de/inland/gabriel-kuehnert-sozialismus-101.html )

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Ich finde all diese Enteigungsdiskussionen spannend. Der Kommunismus scheint schon zu lange tot. Er kann wieder sein Haupt erheben, weil nicht mehr alle die Folge kennen. Das haben manche Ideologien an sich, die man am Boden glaubte:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-zuendeln-an-der-marktwirtschaft-16167773.html

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