Jesus Christus

Was Glaubende wie Nichtglaubende wissen bzw. ahnen: Mit Jesus (Christus) muss es eine besondere Bewandtnis gegeben haben bzw. haben. Sonst würde man nicht so sehr um Jesus-Christus-Interpretationen ringen. Einfach zu sagen: Vergessen wir Jesus – man weiß sowieso nichts über ihn – geht schlicht und ergreifend darum nicht, weil er eben nach 2000 Jahren noch immer eine so große weltweite Bedeutung hat – die Bedeutung, die kann man nicht leugnen, und wenn man ein noch so großer Anti-Jesus-Christus-Mensch ist; die kann man nicht leugnen, auch wenn man ein Mensch ist, der nichts Größeres über sich duldet – und somit auch den inneren Zwang verspürt, große Menschen klein zu machen. (Vom Dezember 2012)

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Es ist noch nicht absehbar, wann ich in der nächsten Woche dazu kommen werde, den Blog wieder zu bestücken.

4 Replies to “Jesus Christus”

  1. Mit diesem Thread haben Sie wieder einmal ein schönes Eigentor geschossen, weil Sie – zumindest indirekt – die These aufstellen, dass JEDER Religionsgründer, der nicht nach ein paar Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, sondern heute noch Anhänger hat, irgendwie mit „etwas Größerem“ verbunden sein müsse.
    Mohammed habe ich ja schon erwähnt. Aber das gilt dann natürlich auch für Konfuzius, Buddha und mehrere andere, deren Anhängerschaft heute nicht null ist.

    Schade, dass ich Ihren Artikel damals im Dezember 2012 nicht gelesen habe, sonst hätte ich Ihnen den Zahn schon damals gezogen und Sie dadurch vielleicht davor bewahrt, sich mit solchem Unsinn weiterhin zu blamieren.

    Das klingt für Sie jetzt vielleicht ein wenig überheblich, aber Sie müssen sich allmählich mit der Tatsache abfinden, dass Logik und stringentes Argumentieren nicht gerade die Paradedisziplinen der Theologen sind.

    Somit kann alles, was Sie sagen, in einer ernsthaften Diskussion auch gegen Sie verwendet werden. 🙂

    1. Das klingt nicht nur überheblich – das ist es auch. Wie dem auch sei: Das kenn ich schon. Sie machen sich ein Bild – argumentieren irgendwie dagegen – und schon ist der Argumentationspartner in Ihrer Sicht schachmatt. Was Logik und stringentes Argumentieren betrifft, darüber haben wir auch schon vielfach Argumente ausgetauscht bis zur Frage: Was leistet Sprache. Um auch hier wieder nur auf diese Diskussion hinzuweisen: https://glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de/sites/verzeichnisse/sammlung_religioese_sprache.html
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      Es geht im Text um Jesus und die Angriffe auf ihn. Wenn sie es also auf alle möglichen berühmten Religionsgründer – warum nur auf diese? – ausdehnen wollen: Das ist sehr pauschal. Diskutiert man wirklich über Buddha und Konfuzius? Man diskutiert ihre Weltbilder vielleicht – wie die großer Philosophen.
      Oben könnte man allerdings Mohammed statt Jesus Christus einsetzen. Auch hier kann man seine Bedeutung nicht leugnen. Man ringt um die Interpretation (wobei manche Mohammed mit dem Koran verwechseln), man erhebt sich über ihn (so aus der Sicht von Muslimen). Wir können diese großen Menschen bzw. die Menschen, die eine immens große Wirkungsgeschichte hatten, nicht einfach so übergehen, indem wir sie in die Vergessenheit der Geschichte hinab stoßen wollen. Man wird ihnen auch nicht gerecht, wenn man sich über sie überhebt, sie klein macht. Das ist vergleichbar mit dem Hund, der gegen einen Baum pinkelt.
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      Der Glaube der Christen geht über den Glauben von Muslimen hinaus: Jesus ist der Christus – also der Auferstandene, der, der jetzt noch direkt Einfluss hat auf seine Gemeinde, so sie sich ihm öffnet (nur diese ist im strengen Sinn Ekklesia [herausgerufen], Kirche [dem Herrn zugehörig]). Von daher geht es in der Selbstüberhebung nicht mehr nur darum, sich über einen vergangenen Menschen zu überheben, sondern über Gott. An dieser Stelle ist dann aus muslimischer Sicht allerdings dann nicht mehr Mohammed zu nennen, sondern der Koran, der Wort Allahs sein soll, den Mohammed/Allah Juden und Christen entgegengestellt hat, um ihnen zu zeigen, dass sie das Wort Gottes verfälscht hätten. Hier beginnt nun die Diskussion – aber sie sollte nicht von Selbstüberhebung bestimmt sein. Es gelten die Regeln für den Interreligiösen Dialog.In diesen haben Christen unbedingt den liebenden und befreienden Gott einzubringen. Den Gott, der Mensch geworden ist – und darum das Menschsein in einem äußerst hohen Maße qualifiziert hat. Und dieses auch, indem sie das nicht nur verbal tun, sondern leben.
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      Leider muss ich für heute wieder die Diskussion abbrechen.

      1. Wir können diese großen Menschen bzw. die Menschen, die eine immens große Wirkungsgeschichte hatten, nicht einfach so übergehen, indem wir sie in die Vergessenheit der Geschichte hinab stoßen wollen.
        Leider ein missglücktes Ablenkungsmanöver. Immerhin mussten Sie eingestehen, dass das, was Sie über Jesus gesagt haben, in ähnlicher Weise für Mohammed gilt, also Eigentor durch Sie.
        Außerdem sehe ich nicht, dass irgendjemand Jesus oder Mohammed „in die Vergessenheit der Geschichte“ hinabstoßen will. Mit den Folgen derer Leeren [sic] müssen wir uns ja bis heute herumschlagen und was den Islam betrifft, wird es in Zukunft sicherlich auch nicht einfacher werden.

        Der Glaube der Christen geht über den Glauben von Muslimen hinaus
        Das ist faktisch nicht haltbar, denn die Muslime betrachten den Koran als letzte Botschaft ihres Gottes (des einzigen!) an die Menschheit. Wie wollen die Christen denn dagegen argumentieren? Mit echten Argumenten können sie es jedenfalls nicht, sondern nur mit „Mein Gott ist größer als deiner, Ätschi-Bätschi!“

        Hier beginnt nun die Diskussion – aber sie sollte nicht von Selbstüberhebung bestimmt sein.
        Eine echte Diskussion mit Austausch von Argumenten KANN es darüber nicht geben, weil beide Seiten nur mit Zweckbehauptungen arbeiten können, nicht mit irgendetwas Handfestem.

        Es gelten die Regeln für den Interreligiösen Dialog.
        Wäre mal interessant, die Regeln zu erfahren.Hat man sich darauf allgemein geeinigt oder werden die nur von den Christen bestimmt?

        In diesen haben Christen unbedingt den liebenden und befreienden Gott einzubringen.
        Und wo wollen die den hernehmen? Im AT ist er nicht zu finden und im NT gibt es nur Jesus als Erfinder der Hölle. Wird also ziemlich schwierig, da etwas Überzeugendes vorzubringen, was Bibelkenner nicht sofort widerlegen können. 🙂

        Den Gott, der Mensch geworden ist – und darum das Menschsein in einem äußerst hohen Maße qualifiziert hat.
        Das ist reines Theosprech, für das es keinerlei Belege gibt.

        Und dieses auch, indem sie das nicht nur verbal tun, sondern leben.
        Was sie über die Jahrhunderte, seit das Christentum in Europa und später in der Welt die Macht übernommen hat, nicht geschafft haben, werden sie wahrscheinlich auch heute nicht zuwege bringen. Ihre Aufforderung, da endlich aktiv zu werden, belegt es.

        1. Wieso Eigentor? Dem ist so. Was sollen wir die Augen vor Realitäten verschließen? Es ist nur ein Eigentor, weil Sie die Niederlage herbeisehnen. Ansonsten ist das eine normale Feststellung.
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          Dass für Muslime der Koran das ist, was für uns Jesus Christus ist – dürfte sich auch schon länger herumgesprochen haben. Das hat nichts mit Ätschibätschi oder sonstwas zu tun, sondern die Folge ist, wie ich schrieb, der Interreligiöse Dialog. Alles andere ist albern. Zu einem Dialog gehört allerdings, dass man von seinem Glauben überzeugt ist. Aus diesen unterschiedlichen Glaubensansätzen heraus dann den gemeinsamen Weg findet, der für die Menschheit zum Guten wird. Zu einem solchen Dialog gehört auch, dass man seinen Glauben kennt, die historischen Bedingtheiten, Parallelelen usw. usw. Zudem weiß ich, warum ich kein Muslim bin, sondern ganz bewusst Christ. Muslimen mag es ähnlich ergehen, so sie ihren Glauben bewusst und frei reflektieren.
          Beide Seiten, die ihren Glauben bewusst reflektieren, sie wissen einander zu schätzen. Zumindest kenne ich Muslime, die Glauben anderer wahrnehmen können und ihn respektieren, wie ich den Glauben dieser Muslime wahrnehme und respektiere. Die Diskussion läuft auf einer anderen Ebene als zum Beispiel mit Ihnen, weil wir eine gemeinsame emotionale religiöse Basis haben. Wenn ich Gebet sage – dann stellen sich bei Ihnen alle logischen Haare zu Berge. Wenn ich mit einem Muslim über das Gebet spreche, dann haben wir eine gemeinsame Verstehensbasis. Da braucht man nicht lange darüber zu reden. Freilich: Es gibt unterschiedliche Riten, Deutungen,… alles richtig. Aber über das, was Gebet ist, muss man nicht mehr diskutieren, das ist eine gemeinsame Voraussetzung. Oder: Was anderen eine Heilige Schrift bedeutet… – auch hier stellen sich all ihre rationalen Haare zu Berge. Aber trotz aller Unterschiede zwischen Bibel und Koran, trotz aller unterschiedlichen Ansichten über Wort Allahs/Gottes – man hat ein gemeinsames Gefühl für das, was „Heilige Schrift“ ist. Mohammed hat Juden und Christen massiv kritisiert – wegen ihrer Stellung zur heiligen Schrift. Und Juden und Christen kritisieren Mohammed dafür. Diese Diskrepanz gehört in den Interreligiösen Dialog. Aber dennoch bleibt dieses gemeinsame Wissen von der Bedeutung der heiligen Schrift für die jeweils anders Glaubenden. Wenn wir uns als Menschen ernst nehmen, werden wir auch in menschlichem Sinne miteinander kommunizieren.
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          Was den Interreligiösen Dialog betrifft: Christen sind – so sehe ich das auch – ziemlich dominant dabei. Aber treibende Kraft zum Guten sein, dürfte auch in Ihren Augen nicht verwerflich sein. Dass ein solcher in einem langen Prozess eingeübt werden muss. Dieser Prozess kommt in unserer Zeit erst langsam in Gang, nach Jahrhunderten der Differenzen – vor allem begründet durch politische Auseinandersetzungen: Eroberungszügen, Kolonialismus… – all dieser Schutt muss auch durch Vertrauen bildende Maßnahmen beseitigt werden.

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