2 Replies to “Vorhaben”

  1. Gott hat die Welt perfekt eingerichtet – aber! – dann der Widerstand gegen Gott. Der mag aus mancher Sicht zur Perfektion der Welt gehören, aber dieser Widerstand ist es ja auch, der das Übel in der Welt herbeiführt. Zur Perfektion gehören eben Freiheit des Menschen – sonst hätte Gott ihn nicht als freies Wesen geschaffen – und die damit zusammen: Verantwortung. Und Christen seit Jesus sind konservativ in dem Sinn, dass sie Gottes Willen tun wollen, aber progressiv in der Hinsicht, dass sie erkennen, dass Gottes Wille bekämpft wird, der Mensch den Menschen erniedrigt – und darum muss man eben gegen die Erniedrigung des Menschen angehen. Der Christ ist konservativ und progressiv. Weil ich soeben Luther erwähnte: Konservativ ist Luther, weil er wieder zurück an die Quelle (Bibel) wollte. Progressiv ist Luther, weil er dadurch seiner Gesellschaft neue Perspektiven gegeben hat.
    Gläubige sträuben sich gegen Veränderungen – wenn sie aus ihrer Perspektive nicht mit dem Willen Gottes kompatibel sind. Da beginnen ja dann die Aushandlungsprozesse auch innerhalb des Christentums.

  2. Christen sind Menschen, die die Welt nicht so akzeptieren wie sie ist, weil sie wissen, dass sie nicht so bleiben muss.
    Steile These, denn es sind doch gerade die Christen und andere monotheistische Gläubige, die glauben, dass ihr Gott die Welt perfekt eingerichtet hat und zudem einen „Plan“ verfolgt, so dass es logischerweise eine Sünde wäre, sich gegen den Lauf der Welt, der ja diesem Plan folgt, zu stemmen.
    Gläubige sind in aller Regel konservativ und sträuben sich gegen jede Art von Veränderung.

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