Kritik an esoterischen Lehren

Interessant, dass Kritik an esoterischen Lehren laut wird: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/homoeopathie-vhs-kurse-duerfen-nicht-zur-volksverdummung-beitragen-a-1222599.html

Und das im Zusammenhang der Volkshochschulen. Eine Frage: Sind eigentlich Volkshochschulen selbstkritisch? Geht es nicht vielfach überhaupt darum, ein dickes Programm anbieten zu können, möglichst viele „Lernbegierige“ zu erfassen – und wenn auch das Programm noch so kurios ist? Das würde mich wirklich interessieren – wobei man wohl nicht alle Volkshochschulen über einen Kamm scheren darf. Aber gibt es so eine Art „ethische Richtlinie“?

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4 Antworten auf „Kritik an esoterischen Lehren“

  1. Religion muss nicht ein Ausbund an Irrationalität sein – sie wird an der Universität gelehrt, damit sie nicht eine solche wird.
    Was von vielen Religionskritikern als Skandal gesehen wird. Da in weiten Bereichen eben nicht wissenschaftlich gearbeitet wird, sondern tatsächlich Irrationalität fröhliche Urstände feiert, hat sie an Universitäten, die vom Steuerzahler finanziert werden, nichts zu suchen. Umso weniger, da die institutionalisierten Kirchen in letzter Instanz bestimmen können, ob ein Bewerber einen Lehrstuhl erhält oder nicht. Darf also demnächst auch der demokratiefeindliche Autokrat Erdogan die Lehrstühle für Islamwissenschaft mit eigenen Vasallen bestücken?

    Womit beschäftigt sich Theologie? Nicht mit der Beweihräucherung der Irrationalität.
    Es muss heißen: „nicht nur mit … „, denn in großen Bereichen tut sie das wohl.

    1. Warum wird mit dem Geld der Steuerzahler auch die Universitäts-Theologie bezahlt? Weil eben viele Steuerzahler einer Religion zugehören – und auch wer keiner zugehören sollte, davon abhängig ist, dass Religion rationalisiert wird. Der Staat ahnt, wie wichtig das ist, um das friedliche Miteinander im Land zu fördern. Ganz pragmatisch und ohne religiöse oder ideologische Scheuklappen zu sehen. Sie beklagen ja immer die Macht der Religion. Sollte es nicht auch in Ihrem Interesse sein, diese soweit es geht zu rationalisieren? Zudem: Die irrationalen Teile der Religion zeigen, dass der Mensch vielfältiger ist als es den alles systematisierenden Menschen lieb ist. Und damit ist Religion auch ein wichtiger Teil im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses. Es achtet den Menschen als Ganzen und fokussiert ihn nicht nur auf kleine klar umrissene Bereiche.

  2. Schöner Artikel und besonders hat mir dieser SaTZ GEFALLEN.

    „Wer dich veranlassen kann, Absurditäten zu glauben, der kann dich auch veranlassen, Gräueltaten zu begehen.“
    Gilt das nicht auch für Religion? Die Geschichte der Menschheit scheint es zu belegen.

    Das veranlasst natürlich zu der Frage, warum es an öffentlichen Universitäten immer noch Lehrstühle für katholische und evangelische Theologie gibt und in den nächsten Jahren auch solche für Islam hinzukommen werden?
    Denn Religionen sind ein Ausbund an Irrationalität und haben somit an Institutionen, an denen wissenschaftlich gearbeitet wird, absolut nichts verloren.

    1. Diese Reaktion hatte ich erwartet – wie das Amen in der Kirche.
      *
      Religion muss nicht ein Ausbund an Irrationalität sein – sie wird an der Universität gelehrt, damit sie nicht eine solche wird. Und Religion bestimmt unsere Gesellschaft – was Sie ständig in den Kommentaren bedauern – aber so ist es nun einmal. Damit die irrationalen Seiten einer Religion nicht die Gesellschaft übermannen bedarf es der rationalen Theologie. Zudem – wir hatten es schon -: Womit beschäftigt sich Theologie? Nicht mit der Beweihräucherung der Irrationalität. Eine religionslose Gesellschaft zu ersehnen ist für mich besonders irrational… 😉

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