Christen

Es wäre schon viel erreicht, wenn Christen nicht anderen Christen den Glauben absprechen würden.

Auch Christen benötigen Korrekturen am Glauben – korrigiert durch Gott, der auch durch andere Christen korrigieren kann.

Die Frage ist nur: Wie gehen wir miteinander um?

Politische Einstellungen sollten von Christen nicht als Maßstab aufgeplustert werden, anderen Christen den Glauben abzusprechen.

Zentrum ist Jesus Christus.

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2 Antworten auf „Christen“

  1. Es ist nicht nur eine Frage des Umgangs, die Hauptfrage ist:
    Wenn Christen über ihren Glauben unterschiedlicher Meinung sind, anhand welcher Kriterien will man dann entscheiden, wer von beiden recht hat?

    Und die ernüchternde Antwort lautet in den weitaus meisten Fällen: eine solche Entscheidung ist mangels verlässlicher Grundlage nicht möglich.

    Das erklärt auch, weshalb sich das Christentum (und im Prinzip alle anderen Religionen auch) in so viele verschiedene Zweige aufgespalten hat.

    Da es für die Existenz von Götter keinen Beleg gibt und die „heiligen“ Schriften sich an allen Ecken und Enden selber widersprechen, ist es auch grundsätzlich unmöglich, bei religiösen Fragen zu verbindlichen Antworten zu kommen.

    Was wir dagegen brauchen, sind auch keine religiös „begründeten“ Verhaltensregeln, sondern eine Ethik, die sich im offenen Dialog zwischen verantwortungsvoll denkenden und handelnden Menschen entwickelt, wobei Kants Kategorischer Imperativ m. E. einen guten Ausgangspunkt bildet. Erweitert wird Kants Ansatz durch die Prinzipien des Evolutionären Humanismus, der erstmals durch den bekannten Evolutionsbiologen und ersten Generaldirektor der UNESCO, Julian Huxley, niedergelgt wurde.

    Wohlgemerkt, beim Evolutionären Humanismus handelt es sich nicht um einen ehernen Verhaltenskodex, sondern um einen Entwicklunsprozess, der ständig an neue Enwicklungen und Bedürfnisse der Menschen angepasst werden kann. Insbesondere dieser letzte Gesichtspunkt macht diesen ethischen Ansatz allen religiösen und philosophischen Schriften, die zum Teil vor Tausenden von Jahren formuliert wurden, überlegen.

    Zentrum ist Jesus Christus.

    Welcher Jesus ist damit gemeint?
    -Der ignorante, nur teilweise mit dem oft falschen „Wissen“ seiner Zeit ausgestattete Landbewohner?
    – Der Unduldsame, alle Andersdenkenden zu ewiger Qual in der Hölle Verdammende?
    – Der Intolerante, der bedingungslosen Gehorsam in Glaubensfragen verlangt?
    Oder vielleicht doch der Jesus, der ab und zu in den Evangelien mit scheinbar mild gestimmten Ausdrücken auftaucht („Selig sind …“), dann aber doch wieder mit ewiger Verdammnis droht?

    Es ist doch so, dass sich der „wahre“, widerspruchsfreie Jesus, der eine auch heute noch akzeptable Ethik vertritt, aus der Bibel überhaupt nicht herausdestillieren lässt. Deshalb auch die vielen, vielen christlichen Sekten, Theologen und Apologeten, die jeweils einen fundamental anderen Entwurf von ihrem Jesus haben: Vom kommunistisch geprägten Revolutionsführer bis Verteidiger des modernen Kapitalismus ist alles dabei. 🙂

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