Abtreibungen

Hände ringend sucht man nach qualifizierten Menschen in unserem Land. Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass dieses Manko damit zusammenhängt, dass man so fleißig die Abtreibung propagiert hat? Man hat erkannt, dass in der Natur alles zusammenhängt und die Eingriffe des Menschen fatal sein können. In anderen Ländern hat man gemerkt, dass die Abtreibung von Mädchen dazu führt, dass das gesamte gesellschaftliche System auseinander fällt. Und bei uns? Bei uns macht man munter weiter und fühlt sich auch noch als Zugpferd in Sachen Menschenrechte, wenn man das Töten Ungeborener in den Mittelpunkt stellt.

Und nun macht man weiter. Manche Ärzte wollen fürs Töten werben – und wenn sie es nicht dürfen, wollen staatliche Stellen es an ihrer Stelle tun: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/03/berlin-senatsgesundheitsverwaltung-informationsfreiheitsgesetz-abtreibung.html

Es läuft etwas gehörig schief in unserem Land: https://www.idea.de/politik/detail/rat-der-ekd-werbeverbot-fuer-abtreibung-beibehalten-104538.html

Wie sieht es eigentlich aus mit dem Thema Verhütung? Wird an dieser Stelle genug getan, Menschen aufzuklären?

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html

9 Antworten auf „Abtreibungen“

  1. „Hände ringend sucht man nach qualifizierten Menschen in unserem Land. Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass dieses Manko damit zusammenhängt, dass man so fleißig die Abtreibung propagiert hat? „

    Sind Sie also auch der Arbeitgeber-Lobby auf den Leim gekrochen, beim Märchen vom Fachkräftemangel in diesem Land. Diesen ach so bejammerten „Fachkräftemangel“ gibt es nämlich gar nicht. Von echtem Fachkräftemangel kann man erst sprechen, wenn die Einkommen der gesuchten Fachkräfte kontinuierlich und deutlich über normalen Gehaltserhöhungen nach oben gehen. Davon kann hierzulande nicht die geringste Rede sein. Die Einkommen abhängig Beschäftigter, auch bei so grossen und stinkreichen Firmen wie Daimler-Benz, Siemens, BMW und Co. sind mitnichten überdurchschnittlich gestiegen. Im Gegenteil! Sogar dort stehen „Aufstocker“ an den Bändern, die mit dem Hungerlohn als Leiharbeiter unter dem Hartz IV Minimum bleiben. Sie wissen schon, zum überleben zu wenig, zum verhungern zu viel, auch wenn Herr Spahn da was anderes behauptet. (lügt der, oder ist er nur völlig ahnungslos? Ich hoffe letzteres)

    Und dann behaupten Sie, dass man „Abtreibung propagiert hat“ also Propaganda für Abtreibung gemacht hat.
    Ich habe im Laufe meines Arbeitslebens über dreitausend Ärzte kennen gelernt in aberhunderten von Praxen, jeglicher Fachrichtung, auch Frauenarztpraxen und sehr vielen Kliniken. Niemand, absolut niemand hat dort Abtreibungen „propagiert“. Das ist -hoffentlich- die falscheste Annahme des Milleniums, oder eine bösartige Propagandalüge. Nirgends wurde für Abbrüche geworben, kein Arzt hatte das auch nur auf seinem Schild stehen, in seiner Praxis plakatiert oder auf Handzettel gedruckt.

    „In anderen Ländern hat man gemerkt, dass die Abtreibung von Mädchen dazu führt, dass das gesamte gesellschaftliche System auseinander fällt. Und bei uns? Bei uns macht man munter weiter und fühlt sich auch noch als Zugpferd in Sachen Menschenrechte, wenn man das Töten Ungeborener in den Mittelpunkt stellt.“

    Das gesamte System in diesen Ländern scheitert an der GERINGSCHÄTZUNG von Mädchen und Frauen. Schwangerschaftsabbrüche bei weiblichen Embryonen ist eine Folge. Und wenn ich mich an meine Kindheit erinnere und an die Hirtenbriefe, die da verkündet wurden, im Rahmen der Debatte zur Gleichberechtigung der Frauen, dann sollte gerade die Kirche den Mund nicht allzu weit aufreissen. Sie war es nämlich nicht, die die Gleichberechtigung der Frauen propagiert hat, ganz im Gegenteil.

    „Und nun macht man weiter. Manche Ärzte wollen fürs Töten werben – und wenn sie es nicht dürfen, wollen staatliche Stellen es an ihrer Stelle tun: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/03/berlin-senatsgesundheitsverwaltung-informationsfreiheitsgesetz-abtreibung.html

    Die würden nichts anderes tun, als das was Internisten, Zahnärzte und Chirurgen auch tun. Der Internist schreibt „Gastroenterologe“ auf seine Netzseite und erklärt seinen Patientinnen minutiös, wie in seiner Praxis eine Vorsorgeendoskopie abläuft. Der andere Internist schreibt „Kardiologe“ und erklärt die Stressechokardiografie und der Zahnarzt, der auch Implantate macht schreibt das auf seine Netzseite, genau wue der Chirurg, der neue Gelenke einbaut.
    WERBEN die Damen und Herren dafür? Hallo, neue Hüfte heute zum Sonderpreis, unter zweitausend Euro! Nö, machen die nicht. Die INFORMIEREN über ihre Arbeit. Wenn ein Bauunternehmer auf sein Firmenschild schreibt: Asphaltarbeiten! Ist das noch keine Werbung, das klingt anders, ungefähr so, wie bei den Religionen Missionierung. DAS ist Werbung par excellence.

    „Wie sieht es eigentlich aus mit dem Thema Verhütung? Wird an dieser Stelle genug getan, Menschen aufzuklären?“

    Um Gottes Himmels Willen NEIN! Das wäre, da es VOR der Ehe geschehen müsste, schwerst sündhaft, wäre Frühsexualisierung und würde immer zu schwerster Sünde verleiten. So wenig wie möglich, am besten gar nicht drüber reden und schon gar nicht schreiben, das schlimmste aber sind Bilder. Nein, nein, nein, nein.

    In Wirklichkeit gehts gar nicht um „Lebensschutz“. Der wäre auf anderen Wegen viel sicherer zu erreichen. In Wirklichkeit gehts um die Geringschätzung der Frauen. Man traut ihnen nicht und will unbedingt und mit allen, auch bösartigen Mitteln, die Oberhoheit über das mächtigste Instrument der Frauen behalten. Ihre Reproduktivität. Die haben sich Frauen noch nie aus der Hand nehmen lassen. Wir können nur dafür sorgen, dass nicht die Frau draufgeht. Ich weiss, für Sie/sie ist eine erwachsene Frau genau so wenig wert, wie ein Embryo. Für uns anderen nicht. Und wir setzen uns durch. Und wenn es auf Kosten kirchlicher Macht und Macht der Männer über Frauen ist. Es wird Zeit, den Frauen Menschenrechte zuzugestehen, sonst wird man sie (klein geschrieben!) dazu zwingen.

  2. Klar. Katholische Kirche hat keine Ahnung. Seit 2000 Jahren hat sie keine Ahnung

    Woher die plötzliche Einsicht? 🙂
    Aber Spaß beiseite. Ich empfinde es als ziemliche Dreistigkeit, wenn sich Menschen aufgrund irgendwelcher „Lehren“, die sich allzu oft als Leeren erweisen, bis in die intimsten Angelegenheiten von anderen Menschen einmischen.

    Und warum erlischt bei der rkK ein Großteil des Interesses, sobald die Kinder dann geboren sind? Millionen von Kindern, die in den Slums von Rio, Manila und anderen Städten „katholischer “ Länder unter erbärmlichen Umständen heranwachsen, klagen an! Für viele von ihnen wäre es sicherlich besser, nie geboren worden zu sein, als so leben zu müssen.

    Und auch dieses:
    Wenn ich die Möglichkeit hätte, ein Kind davor zu bewahren, vergewaltigt oder ermordet zu werden, ich würde es tun.
    Das ist das, was mich von Ihrem Gott unterscheidet!

    1. Wie kommt es, dass Sie menschlich denken? Ich sehe das so: Weil das bei vielen noch etwas ist, was uns mit Gott verbindet. Dafür öffnet Jesus ja auch die Augen: Wir sollen die sehen, die Not leiden und nicht einfach an ihnen vorüber gehen.
      *
      Sie würden all dieses Schlimme verhindern? Wie soll das gehen, wenn der freie Wille geachtet wird? Wie soll das gehen, wenn wir Menschen keine Marionette sind? Wo fängt das Böse an? Welches Gute Handeln wird zum Bösen? Welches böse Handeln führt zum Guten? (Wobei ich gestehen muss, dass die Kategorie böse und gut – religiöse Begriffe sind.)
      *
      Interessant finde ich an Ihren Beiträgen in dieser Hinsicht, dass pure Evolution ethisch durchdrungen wird. Ethische Einsichten sind ein langer Weg gewesen – bis sie heute ein wenig weiter gekommen sind. Ein wenig darum: Man denkt sich vieles, was man an gutem tun würde. Tut man es? Kann man es? Von daher finde ich die Menschen bewundernswert, die ihren ganzen Lebenseifer darein setzen, anderen zu helfen. Nicht nur die bekannten wie Mutter Teresa, Albert Schweitzer usw. – denen nicht wenige meinen, noch ans Bein pinkeln zu müssen, weil sie geholfen haben wie sie selbst es nicht getan hätten – und dann gar nichts getan haben, außer reden. Reden kann man viel, schreiben kann man viel (wie ich auch bekenne). Aber tun? Schon der alte Prophet Micha sagte: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Zusammengefasst wohl von Jesus: Liebe Gott und den Nächsten. „Lieben“ bedeutet nichts Gefühliges, sondern handeln. Wie handelt man liebevoll an Gott? Indem man den Nächsten hilft, in denen Gott ist.
      Der Auftrag ist riesig. Damit sich das Gute durchsetzt, sind manche Kleinkämpfe, für die viel Energie und Zeit verbraucht wird, lächerlich.

  3. Hände ringend sucht man nach qualifizierten Menschen in unserem Land. Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass dieses Manko damit zusammenhängt, dass man so fleißig die Abtreibung propagiert hat?

    Hat sich eigentlich schon einmal jemand die Frage gestellt, wie groß der Brain drain in unserem Land durch die Religionen ist?
    Schließlich setzt es bei aller Beschränktheit, die dieser Berufszweig unterworfen ist, doch eine gewisse Intelligenz voraus, um erfolgreich eine Priesterausbildung zu absolvieren.
    Irgendwo zwischen 25.000 und 40.000 Priester gibt es bei uns. Die sind also dem normalen Arbeitsmarkt entzogen. Rechnet man noch den Umstand hinzu, dass viele der katholischen Priester unter ihnen keine eigenen Kinder haben, ist man somit schon in der Größenordnung der jährlich durchgeführten künstlich herbeigeführten Schwangerschaftsabbrüche.

    Wäre auch ein Gesichtspunkt, über den es sich nachzudenken lohnt: Welcher wirtschaftliche Schaden entsteht dadurch, dass religiös arbeitende Menschen sich dem produktiven Arbeitsmarkt verweigern?

    1. Dafür gleichen manche katholischen Ehepaare die aufgrund des Zölibats nicht geborenen Kinder wieder aus.

      1. Dafür gleichen manche katholischen Ehepaare die aufgrund des Zölibats nicht geborenen Kinder wieder aus.

        Wobei aber zu berücksichtigen wäre, dass allzu häufig Bildungsgrad und Zahl der Kinder negativ korrelieren. Ob das dann zur Qulalifikationsoffensive beiträgt, wage ich zu bezweifeln. 🙂

  4. Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass dieses Manko damit zusammenhängt, dass man so fleißig die Abtreibung propagiert hat?

    Nur Leute, die nicht denken können!

    Man hat erkannt, dass in der Natur alles zusammenhängt und die Eingriffe des Menschen fatal sein können.

    Normalerweise sorgt also die Natur dafür, dass wir genügend qualifizierte Menschen bei uns haben? Diese „Erkenntnis“ klingt nobelpreisverdächtig. 🙂
    Apropos Natur, niemand ist ein größerer Abtreiber als die Natur selber, bzw. für Sie Ihr Gott, da er ja Ihrer Lesart nach nicht nur Leben schenkt, sondern ganz offensichtlich auch massenhaft vernichtet. Man geht davon aus, dass mindestens ein Viertel bis zur Hälfte aller befruchteten Eizellen, die es bis in die Gebärmutter schaffen, innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft wieder absterben, häufig, ohne dass die Frau dies bemerkt. Können Sie erklären, warum Ihr Gott das so macht?

    Natürlich darf man sich die Entscheidung, ob ein Kind zur Welt gebracht wird oder nicht, nicht zu einfach machen, doch letzten Endes muss es die Entscheidung der werdenden Mutter sein, ob sie die Verantwortung für ein Kinder übernehmen will oder nicht.

    Gar nicht geht es, dass alte Männer darüber entscheiden, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, so wie es die katholische Kirche macht, die angesichts obiger Tatsache wieder einmal völlig daneben liegt, wenn sie stumpf behauptet, dass der Mensch dann bereits ein Mensch ist, wenn das Spermium die Eizelle befruchtet hat. Zeigt einmal mehr, dass diese Leute jenseits aller Realität leben.

    1. Natur – das Verhältnis der Geburten von Männern und Frauen…
      Ja, der werdenden Mutter. Nicht gedrängt durch irgendwelche Umstände. Weder durch Väter, Verwandte, Ausbildungssorgen, Geldsorgen… Besser ist die Propagierung von Verhütungsmitteln, statt dann auch noch die Frauen mit dem Problem abtreiben zu lassen oder nicht, allein zu lassen.
      Klar. Katholische Kirche hat keine Ahnung. Seit 2000 Jahren hat sie keine Ahnung. Aber egal. Ich möchte nicht zum Apologeten werden. Wer anderen vorwirft, keine Ahnung zu haben, hat natürlich Ahnung in Hülle und Fülle. Ahnung? Wissen?

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