Klimaschutz – irrationale Ziele

Erst legt man Ziele fest, von denen die meisten Menschen sagen, dass das vollkommen irrational ist – und dann klagt man darüber, dass diese Ziele nicht erreichbar sind: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/deutschland-und-klima-vertrag-von-paris-co2-ziele-kaum-noch-erreichbar-a-1150422.html Vor allem hörte ich auch Stimmen, dass nun die anderen Länder das ausgleichen müssten, was die USA zu den Klimazielen hätte beitragen müssen. Das ist Irrwitz.

Das erinnert alles sehr stark an die Planwirtschaft.

Zudem hört man viele sonderbare Meinungen im Kontext der Trump-Entscheidung: Das würde der US-Wirtschaft schaden… Ist das eine Aussage, die Sinn macht? Die Firmen können dennoch Solarpanels usw. herstellen, das hat doch Trump nicht verboten. Das wird auf die Wirtschaft der USA überhaupt keine negativen Auswirkungen haben – es sei denn, was man daraus schlussfolgert, dass man den US-Produkten Zölle auflegt, weil sie nun aufgrund mangelnder Umweltkosten billiger produzieren können. Aber bis das soweit ist, ist Trump nicht mehr Präsident, vermute ich.

Dass diese Aussage keinen Sinn macht, das sieht man hieran: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boerse-dax-erreicht-nach-donald-trumps-ausstieg-aus-dem-klimapakt-rekordhoch-a-1150469.html Die Wirtschaft jubelt. Und Tillerson relativiert: http://www.tagesschau.de/ausland/tillerson-klimaabkommen-101.html Es geht mit dieser Aussage von Trump vermutlich um Innenpolitik – und der von Tillerson um Außenpolitik. Auch wenn mit Trumps Aussage Außenpolitischer Schade beklagt wird. Vielleicht, weil manch andere nun keine Lust mehr haben, mitzumachen? Darum auch internationaler Aufschrei und internationale Panik? Wie sagte unsere Bundesumweltministerin weise: Das Klima wird auch vier Jahre Trump überleben – oh, nein, sie sagte: maximal acht Jahre Trump… Vor allem wird es das, weil auch viele Amerikaner begriffen haben, dass man um Umweltschutz nicht mehr herumkommen wird.

Dass nicht mehr nachverhandelt wird, dürfte klar sein. Sie haben alle gejubelt, damals in Paris. Nun wird diesem Jubel ein Dämpfer aufgesetzt. Die Verhandlungen waren schwer. Und wenn sie jetzt beginnen, wieder zu verhandeln, dann wird wohl kein Ziel mehr erreicht werden können, darum bleibt man lieber bei dem, was man erreicht hat. Zudem: Wenn bei jedem Regierungswechsel alles mögliche nachverhandelt werden muss, dann wäre im Grunde keine Verlässlichkeit mehr vorhanden.

Nachtrag: Ein lesenswerter Beitrag über die Ergebnisse des Pariser Klimagipfels: http://bazonline.ch/ausland/amerika/donald-trump-hat-recht-ii/story/31181086 : Jeder kann sowieso machen, was er will…

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