Kurios + Christenverfolgung + Scorsese-Film + Georgien: Keine Frauenrechte

Es wird von Mimikama gebeten, ein Bild nicht zu veröffentlichen. Ein Mensch veröffentlicht das Bild mit dem Text (Nicht veröffentlichen) – und versah das unter Nennung meines Namens mit einem Kommentar:

Wieviele andere Meldungen über angebliche Christenverfolgungen sind noch erstunken und erlogen, … ? Und am meisten leiden darunter natürlich unsere Brüder und Schwestern in Christus, die wirklich wegen ihres Glaubens verfolgt werden!

Ich habe das Bild auf Facebook nie veröffentlicht, geliked, geteilt oder sonstwas. (Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, jemals ein äußerst grausames Foto veröffentlicht zu haben – auch nicht im Blog. Da müsste ich geistig schon sehr umnachtet sein.) Was ich aber tue: Ich weise in meinem Blog darauf hin, dass Christen verfolgt und bedrückt werden. Und wenn man darauf hinweist, dass Menschen verfolgt werden – warum schadet man da den Verfolgten? Sie sitzen ja schon in den Gefängnissen, sie sind schon ermordet worden… Dass großes Interesse daran besteht, das Leiden von Christen zu verschweigen, das ist mir schon lange klar geworden, dass man auch bekämpft wird, weil man das Leiden von Christen veröffentlicht, ist mir nicht neu. Dass es auch Fehlinformationen gibt und geben kann – wer weiß das nicht. Aber darum das Leiden verschweigen? Zudem – dann noch ein Bild weiterzugeben – das möglicherweise (das schließe ich aus dem, was der Mensch darunter geschrieben hat) als Fake erkannt wurde, ist recht ungeschickt. Denn damit verbreitet man das Bild. Nach dem Motto: Ich darf das Geheimnis nicht weitersagen, sage es aber, wenn du versprichst, es nicht weiterzusagen.

Ich setze mich für manche Menschenrechtsgruppen ein. Hat jemand, der ernst genommen wird, amnesty oder der IGFM schon mal vorgeworfen, die Organisationen würden im Grunde den Verfolgten schaden, wenn sie darüber berichten?

(Nachtrag 5.3. (13:21): Dass falsche Infos Christen in Bedrängnis führen können, kann ich mir übrigens auch denken. Von daher müssen die Organisationen, die sich mit dem Thema beschäftigen, äußerst sensibel vorgehen, um eben auch nicht den Hauch einer Gefährdung der Menschen in Kauf zu nehmen. Aber ich denke, dass zumindest seriöse Organisationen das berücksichtigen.)

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Ein neuer Scorsese-Film zum Thema Christenverfolgung in Japan – natürlich nicht in der Gegenwart: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2017/03/02/wenn-gottes-schweigen-schmerzt/

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In manchen Teilen Georgiens werden Mädchen schnell verheiratet – vermutlich auch, um ihnen Entführungen und Zwangsheiraten zu ersparen: http://www.spiegel.de/panorama/kinderbraeute-in-georgien-fotografin-daro-sulakauri-ueber-arrangierte-ehen-a-1136572.html Menschen, die sich wirklich für Frauenrechte einsetzen, haben weltweit gesehen ein weites Feld, das unbedingt bearbeitet werden muss. Ich weise unter anderem hin: http://www.frauenrechte.de/online/index.php

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