Fragen unserer Gesellschaft

Ich sehe unsere Gesellschaft vor folgenden Fragen stehen, die geklärt werden müssen und zurzeit eher schleichend  in der Gesellschaft herumwabern – Brainstorming – :

Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft muss in den Fokus gerückt werden – und das betrifft viele Themen: Sterbehilfe, Homosexualität als Ehe, Umgang mit alten Menschen… – und auch weitere Themen, die unten genannt werden, können einbezogen werden.

Das Verhältnis von Staat und Individuum wird zugunsten des Staates ausgenutzt: Der Staat setzt Vorgaben bis ins Detail z.B. zum Bau der Häuser, engt auf vielen Gebieten den Menschen ein. Je spezialisierter eine Gesellschaft ist desto mehr muss geregelt werden. Aber was wollen wir? Totale Regelungen – aus Gründen der Energie, des Klimawandels, der Versorgung, der Medizin, der Krankenkassen-, Rentenkosten? Darf Freiheit nur darin bestehen, aus verschiedenen Joghurtsorten und Fernsehprogrammen auswählen zu können?

Erziehungsfreiheit: Der Staat greift immer mehr in die Hoheit der Eltern ein – und damit wird auch unser Subsidiaritätssystem ausgehöhlt – und eben auch die vielfältige Meinung, die vielfältigen Weltanschauungen werden (wie an manchen Medien sichtbar) kanalisiert.

Der gläserne Mensch – das Individuum wird für den Staat transparent (Finanzen, Autobahnmaut, wird es stärker durch Internetaktivitäten staatlicher Behörden) und für die Wirtschaft (Google und co.) – auch durch eigene Selbstdarstellung.

Gefürchtet wird die Explosion der Bevölkerung, wenn es wirtschaftlich mies geht. Wie kann in dieser Hinsicht vorausschauend kluge Politik betrieben werden? Geht das nur über die Konstruktion weiterer ungedeckter Schecks?

Individuen fordern einen gläsernen Staat, der alles offen legt und sich nach der lautstarken Mehrheit im Lande richtet – nicht mehr nach dem verantwortlichen Handeln der gewählten Vertreter – sondern eben danach, wer die Öffentlichkeit am meisten mobilisiert und die gewählten Vertreter unter Druck zu setzen vermag. Politisch verantwortliches Handeln sieht aus meiner Sicht anders aus.

Ist die zurzeit dominante Parteienhoheit innerhalb der Parteien neu zu konzipieren? Wer darf nach oben in der Parteiengunst, derjenige, der am stromlinienförmigsten agiert?

Eingriffe ins Hirn des Menschen – medizinisch – manipulativ-psychisch – mit Medikamenten…

Der rechtlose Einsatz der Drohnen – Menschen kommen zu Schaden, die unschuldig sind – zusammen mit denen, die an der Gesellschaft schuldig geworden sind – es ist eine Einführung der Todesstrafe ohne richterlichen Beschluss.

Eingriffe des Staates in die Wirtschaft – Bankenregulierung: Was muss gemacht werden, damit Banken und auch Großkonzerne nicht die Staaten ausnützen zur Steigerung der eigenen Macht ins Unermessliche, dass sie keine Gewalten im Staaten bilden, vor denen die Gesellschaften kapitulieren müssen – aber gleichzeitig Freiheit lassen…

Kinder werden sexualisiert – auch von Staatswegen – statt eine Sexualethik zu vermitteln. Dazu gehört das, was Baden Württemberg mit dem Thema Homosexualität versuchte, was Gender versucht und andere unverantwortliche Sexualaufklärung.

Was für ein Europa wollen wir. Einen Staatenbund – einen Bundesstaat? Das wird kaum diskutiert. Man muss den Eindruck gewinnen, dass die maßgeblichen Politiker einen Bundesstaat anstreben, aber die Bevölkerung eben dieses nicht will. Dazu gehört: Welche Eingriffe darf Brüssel machen, welche Eingriffe der EuGH?

Wie geht man mit den Migrantenfragen um? Wer darf rein, wie viel können rein, welche Maßstäbe setzen die Staaten? Darf jeder kommen – auch wenn es die Gesellschaften sprengt? Dürfen so viele kommen, wie Staaten sie verantwortlich betreuen können? Klare politische Regelungen der Vergangenheit: politisch Verfolgte genießen Asyl, werden ausgehöhlt – das muss sachlich diskutiert werden – auch ohne Claudia Roths emotionale Reden.

Wie geht Europa weltweit mit seiner wirtschaftlichen Macht um? Europa darf nicht erpressen (also Wirtschaft zu unmenschlichen Zwecken ausüben), darf nicht Ausbeutung, Sklavenarbeit fördern, muss mit anderen Wirtschaftsmächten dafür sorgen, dass menschenwürdige Mindeststandards eingehalten werden – vor allem auch im Gespräch mit China.

Wie gehen Demokratien mit Tyrannen um – nicht nur mit den kleinen, sondern auch mit den großen? Es geht nicht an, dass kleine Tyrannen bombardiert werden und die großen Tyrannen einfach so davonkommen – wenn schon, dann müssen beide bombardiert werden, was freilich keinen Sinn macht.

Wie sollte die Gesellschaft mit allen totalitären Strömungen umgehen (Nationalsozialismus, Nationalismus, Kommunismus, Anarchie, Islamismus, Veganismus) – und dazu gehört auch mit den totalitären Strömungen, die über das Internet agieren?

Dazu gehört die Frage: Ist das Internet ein rechtsfreier Raum? Im Augenblick konzentriert sich alles auf wirtschaftliche Fragen (Copyright) – aber dringender sind Fragen der Menschenrechte (Pornografie…).

Wie ist das Verhältnis zwischen Mensch und Tier zu klären. Menschenrechte auf (ausgewählte) Tiere anwenden? Hat die Evolutionslehre Einfluss darauf, dass der Mensch nur als Tier unter Tieren anzusehen ist? Stehen Menschen über den Tieren und haben sich verantwortungsvoll (wie auch immer das definiert wird) ihnen gegenüber zu verhalten? (Dürfen Menschen Haustiere halten? Muss es ein Haustieramt geben wie ein Jugendamt?) Wieweit sind Tierversuche erlaubt/ nicht erlaubt?

Wie können wir als Gesellschaft und Individuen mit Mangel umgehen?

 

Und was sollten Christen für Maßstäbe setzen?

a) gegen die Dominanz der Gesellschaft (Utilitarismus)

b) gegen Dominanz des Individuums (Hedonismus) – für ein ausgewogenes Verhältnis von Individuum und Gesellschaft

c) gegen Plutokratie – für verantwortliche Verwendung auch des Vermögens

d) gegen Staatsdominanz – für Subsidiarität

e) gegen Ideologisierung der Evolutionslehre (Mensch = Tier) – für verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit dem Tier

f) gegen Anpassungszwänge – für größtmögliche Freiheit

g) gegen Resignation und Trostlosigkeit

– auf gesellschaftspolitischer Ebene: Gott regiert, von daher kann man gelassen Veränderungen zum Guten anstreben;

– auf individueller Ebene: Gott ist gegen Leiden, wendet sich gegen Leiden – und so auch die, die ihm folgen

– der Glaubende ist frei – auch wenn Menschen und Mächte diese Freiheit nehmen wollen – er sieht sich als frei an, abhängig allein von Gott in Jesus Christus.