Teppiche

P1050214

Mal wieder in der Teppichkunst geschwelgt.

Ich wohnte einmal bei einer recht vermögenden Frau zur Miete, die echte Teppiche gesammelt hat. Als ihr einmal einer angeliefert wurde, zeigte mir der Händler, was gute Teppiche ausmacht, was sie so teuer macht – und eben auch so wunderschön.

Ich habe schöne Teppiche gesehen, einer davon gibt einen kleinen Geschmack davon – aber: Man muss sie im Original sehen, sie fühlen. Alles andere ist nicht viel Wert. Aber was man bei der Vergrößerung des Fotos sehen kann (Bild anklicken + „+“) ist das Farbenspiel.

Der wohl teuerste Teppich: http://www.snfachpresse.de/downloads/inhalt/CXL_03_13.pdf Freilich, der Teppich, der oben gezeigt wird, wird als Schnäppchen für ca. 33.000€ angeboten.

Meine Frau kommentierte gleich: Und was bekommen die Frauen und Kinder, die ihn geknüpft haben? Das kann ich freilich nicht sagen – ich hoffe angemessenen Lohn. Aber kann das hindern, ein Kunstwerk zu bewundern? Wie die Pyramiden. Entgegen manchen Experten kann ich mir nicht vorstellen, dass sie nicht durch Sklaven errichtet worden sind. Aber dürfen wir sie als Bauwerk und menschliches Know How dann nicht bewundern, weil an ihnen Blut klebt?

Wer sich weiter über „Teppich fair“ erkundigen will: http://www.global-carpet.de/teppichlexikon/sonstiges/teppichsiegelzertifikate/carefair