10% Wähler + Zollitsch

Fast 10% der Wähler sind Migranten – welche Migranten? Das wird nicht gesagt, intendiert wird: Muslime aus der Türkei – und die wählten die SPD – jetzt nicht mehr so sehr, wegen Sarrazin – , darum muss die CDU nun ihnen auch irgendwie gefällig sein: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/parteien-kaempften-um-die-stimmen-der-migranten-a-913717.html Schon interessant, dass 10% für die Parteien wichtiger sein sollen als 90%. Doch wir werden am Ende des Artikels darüber aufgeklärt, dass die Migranten noch zu wenige sind, um Wahlen entscheiden zu können. Das werde sich jedoch bald ändern.

Solche Artikel sind Spaltpilze: Regierungen sollen für alle da sein, weil die Gesellschaft sonst zum Nachteil aller zerbricht – und die Wähler sollen sich überlegen, welche der Parteien vertreten meine Interessen bzw. die Interessen, die der Gesellschaft als Ganze besonders gut tun, am besten – ob es sich nun um Migranten handelt oder nicht. Ich denke, dass türkische Migranten auch umfassender denken als: Huch, da hat Steinbrück ja eine türkisch-stämmige ins Schattenkabinett geholt – also wähle ich Steinbrück! Nein, sie sehen: Huch, diejenige, die sich Steinbrück ins Schattenkabinett geholt hat, ist mit meinen liberalen muslimischen Ansichten nicht ganz kompatibel, also wähle ich die Partei, die ich für gesellschaftspolitisch kompetent halte – unabhängig von Alibi-Migranten.

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Wie kommt Zollitsch dazu, vor der AfD zu warnen? Hat er auch vor den Piraten, den Grünen, den Linken usw. usw. gewarnt? Ich selbst bin kein AfD-Fan, die Partei muss sich meiner Meinung nach erst finden, sie ist noch zu jung. Aber unabhängig davon: Ein offener Brief an Zollitsch von Beatrix von Storch: http://www.freiewelt.net/nachricht/beatrix-von-storch-erwidert-zollitschs-ausfall-gegen-die-afd-10006804/

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Eine Antwort auf „10% Wähler + Zollitsch“

  1. „Herr Erzbischof, ist es nicht Ihre Aufgabe, sich für den Schutz christlicher Werte einzusetzen und sich um die Armen und Schwachen zu kümmern, statt sich auf die Seite von Macht und Geld zu schlagen? Bitte stellen Sie unverzüglich klar, daß Sie von den deutschen Bischöfen kein Mandat haben, öffentlich gegen die AfD Stellung zu beziehen. Gerne erwarte ich Ihre Antwort.“( siehe engegebenen Link)
    In der Tat: Was oder wer hat den Vorsitzenden der Deutschen katholischen Bischofskonferen getrieben, derart einzugreifen in das parteipolitische Ringen vor der Bundestagswahl um Mandate? Eigenartig ist das allemal. Herr Zollitsch sollte so schnell wie möglich öffentlich die Fragen von Frau Beatrix von Storch beantworten -denn nicht allein die Autorin des Offenen Briefes wartet gespannt auf Erklärung, die Klärung bringt im Blick auf die politischen Loci der katholischen Kirche in unserem Land.

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