Islamismus und co.

Man kann natürlich Christen vorwerfen: Uh, ihr macht Stimmung gegen den radikalen Islam! Vor allem, wenn man auch solche Hefte liest: http://issuu.com/persecution/docs/persecution_e-newsletter_1_

Nur: Christen sind vorsichtige Leute. Seit der Zeit ihres Bestehens haben sie mächtige Gegner gehabt. Sie sind nicht mehr so blauäugig und gehen naiv und blindlings in jede Gefahr hinein, sondern sie beobachten und versuchen, sich entsprechend klug zu verhalten. Nicht anpasserisch – aber klug. Und gerade im letzten Jahrhundert haben sie wieder lernen müssen, dass Christen selbst einfach so die Seiten wechseln – und zu den Verfolgern überlaufen: Im Nationalsozialismus, im Kommunismus und den vielen kleinen Diktaturen seitdem. Und von daher lernen Christen auch immer mehr, Strömungen innerhalb des Christentums zu beobachten – eben damit sie nicht unversehens in den Strudel der Verfolgung hineingezogen werden.

Das hat nichts damit zu tun, dass man Stimmung gegen irgendjemanden macht, sondern nur mit Wachsamkeit und Klugheit. Und Christen lernen auch so langsam wieder – zumindest wir im Norden bzw. Westen – dass wir solidarisch mit unseren Geschwistern sein müssen. Wir haben viel zu lange die Augen verschlossen und es uns gut gehen lassen. Das ist unsere Schuld. Und wenn man weiß, dass man schuldig geworden ist, dann versucht man es besser zu machen.

Und so muss man nicht allein den Islam beobachten – den allerdings besonders, da er eben sich überall zum großen Teil in seiner unangenehmen Form entwickelt. Den Kommunismus muss man auch beobachten – freilich ist er zurzeit disziplinierter. Der Nationalsozialismus ist nur noch rudimentär vorhanden – was nicht heißt, dass einzelne antichristlichen Elemente die er aufgesogen hat, noch mächtig wirksam sind (z.B. Antisemitismus-Rassismus; Behinderten und Alten Würde absprechen…). Nationalismus ist zurzeit zumindest in unserem Land nicht besonders gefährlich, zwangsläufig aufgrund der Europäisierung zurückgedrängt. Der neue Atheismus ist zu beobachten – allerdings werden hier auch immer stärker Stimmen laut, die nicht gegen die christliche Religion agieren, sondern mit dem christlichen Glauben versuchen, eine bessere Welt zu schaffen. Zu beobachten ist auch die gleichgültig gewordene säkulare Welt, die von dem, was für Menschen schon immer wichtig war, die Transzendenz, das Göttliche, in allen möglichen Ersatzbefriedigungen sucht. Diese Letztgenannte ist eher eine schleichende Gefahr für Christen, denn auch sie sind Menschen, die sich gerne einlullen lassen.

Islamisten griffen in Ägypten Kirchen an. Gemeinsam haben Sicherheitskräfte, Muslime und Christen Schlimmeres verhindert: http://www.katholisches.info/2013/07/31/islamisten-griffen-mit-molotow-cocktails-drei-koptische-kirche-an/

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