Karlsruhe macht Gesellschaftspolitik

Karlsruhe sollte Recht sprechen – zieht es aber vor, gesellschaftspolitisch Weichen zu stellen. http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/mit-6-zu-2-stimmen-karlsruhe-untergraebt-die-verfassung.html

Das ist auf weiten Strecken zu beobachten: Wie werden Traditionen überwunden?

a) Man muss die vermeintliche Ungerechtigkeit beklagen.

b) Dann muss man kleine Forderungen stellen.

c) Wenn die kleinen Forderungen erfüllt sind, dann muss man sagen, wie Karlsruhe, mit der Erfüllung der kleinen Forderungen hat man auch weitere schon erfüllt, die nun umzusetzen sind.

d) Sind diese umgesetzt, dann werden wieder weitere Forderungen zwangsläufig folgen, weil der Widerstand gebrochen ist.

Das ist auf vielen Gebieten hier und in anderen europäischen Ländern zu beobachten: Abtreibungen, Genforschung, PID, Homosexualität, Islam, Gender, Sterbehilfe, Drogenfreigabe… Der Maßstab? Jeder soll tun und lassen dürfen, was er will. Welche gesellschaftspolitische Folgen das hat, wird zumindest an den Abtreibungen schon deutlich.

Ist Euch auch aufgefallen, was für Umfragen jetzt wieder das Licht der Welt erblicken?

Mehrheit der Deutschen ist für Homo-Ehe – Mehrheit der Deutschen ist für Doppelpass! Das gehört mit zur Prozedur des Weichklopfens der Konservativen: Man zaubert solche Umfragen zusammen, um die konservativen Richtungen in die Minderheitenecke zu verdrängen – und Mehrheiten zu schaffen. Übrigens: Hat man bei der ersten Umfrage wahrscheinlich die Türken mit deutschem Pass lieber nicht befragt – und bei der zweiten eher bevorzugt? 😉

Nachtrag: Eine nachdenkenswerte Betrachtung – wenn auch nicht recht stringent: http://www.kath.net/news/41592

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