Schweden nicht schuldlos

Natürlich ist die schwedische Politik nicht schuldlos an der Randale der Migranten. http://www.welt.de/politik/ausland/article116463895/Die-ueberkochende-Wut-junger-Migranten-in-Schweden.html Doch, liebe Journalisten: Schaut euch einmal die ideologischen Einpeitscher – oder einfach auch nur die Hintergründe – dieser Jugendlichen an? Da sind ein paar Ideologen – und die nutzen die Unzufriedenheit aus – und dann gehts los… Der politische Fehler ist, dass die Ghettoisierung erlaubt wurde. Man darf nur 5% Migranten aus bestimmten Staaten zusammen in einem Wohngebiet wohnen lassen (freilich je nach Integrationsbereitschaft). Alles andere ist übel. Doch eine solche Forderung wird dann wahrscheinlich eher in die Nazi-Ecke und ausländerfeindliche Ecke geschoben. Vor allem widerspricht das auch dem Grundsatz: Jeder darf da wohnen, wo er will. Wenn jedoch weniger zusammen wohnen, dann lassen sich die arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen, denen, denen es langweilig ist usw., usw. leichter durch das Umfeld auffangen, sie sind gezwungen, besser die Sprache des neuen landes zu lernen, am Sozialleben teilzuhaben usw. Aber dadurch, dass sie alle auf einem Flecken zusammenhocken, geht das nicht.

Hier ein weiterer Bericht: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1409182/Schweden_Integrationspolitik-in-Flammen?from=simarchiv

Nachtrag: Kommentar von Kulke, der zu Recht darauf hinweist, dass TerrorIslamisten nicht unbedingt der arbeitslosen Unterschicht zuzuordnen sind: http://donnerunddoria.welt.de/2013/05/24/die-armen-arbeitslosen-terroristen-und-die-bild-zeitung/ Ich vermute, dass viele in unserer Gesellschaft einfach nicht Ideologien als Ideologien vorstellen können, sondern alles auf eine materielle Ursache zurückführen: Armut macht Gewalttätig. Dem ist schlicht und ergreifend nicht so. Im Gegenteil: Das diskriminiert Arme.

Impressum
auf www.wolfgangfenske.de