Gefühlvoller auf Muslime eingehen

Das ist ein interessanter Vorwurf an Friedrich, dass er nicht so gefühlvoll wie seine Vorgänger auf den Islam eingeht: http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news[action]=detail&news[id]=6604 Darüber hinaus sollen Jugendliche für den Islam sensibilisiert werden. Dazu sollen Jugendliche politischer Bildung unterzogen werden – ebenso Lehrer, Jugendleiter, Sozialarbeiter.

Am Ende wird man sagen können: Alles so schön gefühlig hier.

Im Ernst: Es ist gut, wenn jugendliche Einheimische und jugendliche Muslime einander begegnen, miteinander reden, miteinander den Alltag leben. Nur: Alle politische Bildung hilft nichts, wenn einheimische Jugendliche den Eindruck haben, dass sie abgezockt werden. Das heißt: Auch muslimische Jugendliche müssen für die einheimischen Jugendlichen sensibilisiert werden – dazu gehört auch: Integration, Kultursensibilität – auch der muslimischen Führung. Was erkennen wir noch? Muslimische Jugendliche gehen auf einheimische Jugendliche freundlich zu – aber mit Blick auf Missionierung. Ist natürlich in unserem Land auch ok. Nur sollte Sensibilisierung nicht bedeuten, die Missionsbestrebungen mancher islamischer Gruppen zu fördern. Wie fördert man sie? Indem man alles, was den Islam kritisch betrachten könnte, außen vor lässt.

Das habe ich neulich wieder in einer Zeitung lesen können: Muslimische Frauen reagieren enttäuscht auf einen Zeitungsartikel, weil dieser die Freiheit der muslimischen Frauen nicht besonders hervorgehoben hat. Die Leserbriefschreiberinnen säuselten von so viel Freiheit der Frauen in der muslimischen Community, dass ich am Liebsten selbst muslimische Frau geworden wäre.

Sachlichkeit wäre klasse. Denn kluge Kids durchschauen rosarote, zuckersüße unrealistische Darstellungen – auch wenn sie unter der Überschrift politische Bildung daherkommen.

Und so ist es auch ganz gut, wenn Ex-Muslime oder muslimisch andersdenkende Gruppen ihre Stimmen erheben – denn sie kennen die Risiken und Nebenwirkungen ihrer (ehemaligen) Glaubensgenossen besser als wir Einheimischen. http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=6607 Kritik kommt auch von Kelek: http://www.focus.de/politik/deutschland/sorge-wegen-muslimischer-parallelwelt-kelek-kritisiert-islamkonferenz-die-politik-ist-zu-vorsichtig_aid_982122.html

Übrigens finde ich – was unsere Kultur betrifft – die türkische Stimme, die das Kruzifix aus dem Gericht entfernen möchte äußerst Kultur-Unsensibel. Er benötigt politische Bildung über unser Land: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=6608 Aber dieser Mann ist sowieso nicht gerade gut drauf – eher ein Haudrauf auf Deutschland – weil Deutschland wohl zu wenig türkisch ist – auch, was das Thema Menschenrechte und Sicherheitskräfte betrifft: Es hat lange nicht den hohen Standard der türkischen Sicherheitskräfte erreicht. 😉

Nachtrag zum Thema: Kruzifix im Gerichtssaal: http://www.welt.de/politik/deutschland/article116042263/Islam-Vertreter-kritisieren-Ruf-nach-Kruzifix-Verbot.html

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