Liebe statt Bequemlichkeit

Gott will, dass wir einander lieben,

dass wir einander vergeben,

dass wir auch denen gegenüber freundlich und hilfsbereit sind, die wir nicht mögen.

Aber er will,

dass unsere Liebe klug ist,

dass sie sich vom anderen nicht ausnutzen lässt, sondern dem Wohl des anderen dient,

dass sie sich nicht zum Komplizen des Bösen machen lässt

und wir Liebe mit Bequemlichkeit verwechseln.

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4 Antworten auf „Liebe statt Bequemlichkeit“

  1. Unglaube ist die Hoffnung, dass man korrekt indoktriniert wurde.

    Was ist „Unglaube“? Wollen Sie es nicht verstehen?
    Wer indoktriniert, hat grundsätzlich Unrecht, denn er versucht, anderen eine Einstellung aufzuzwingen, die nicht sauber begründet werden kann.

    Wissenschaft – auch und gerade in Gestalt von Richard Dawkins – funktioniert dagegen ganz anders. Von niemandem wird erwartet, dass er etwas akzeptiert, für das es keine Belege gibt. Die liebste Frage, die ein Wissenschaftler hört, ist „Woher weißt du das?“, denn dann kann er seinen ganzen methodischen Apparat ausbreiten und aufzeigen, wie es ihm gelungen ist, ein scheinbar unlösbares Problem (warum haben es andere vor ihm nicht schon längst entdeckt?) doch noch einer Lösung zuzuführen. Und er stellt seine Lösung offen zur Debatte und ist froh, wenn jemand darauf aufbauen kann und die Erkenntnis dann noch ein Stück weiterbringt. Aber er ist auch froh (jedenfalls meistens), wenn andere ihn darauf hinweisen, dass er in diesem oder jenem Punkt einem Fehlschluss aufgesessen ist, denn die Erkenntnis eines Fehlers ist wiederum ein Ansatzpunkt für weitere Forschung.

    Glaube will von solchen Dingen nichts wissen, auf Widersprüche reagiert er entweder überhaupt nicht („Das ist eben so! Basta!“) oder er begibt sich widerwillig in eine „Rückbesinnung“, um den „Ursprung des Glaubens“ wieder zu finden.

    Einfache Merksätze ohne Grundlage.

    Sagen Sie ausgerechnet in diesem Thread? Was sind denn Ihre einleitenden Sätze anderes als einfache Merksätze ohne Grundlage?

    Ich habe ja nicht ohne Grund meinen ersten Kommentar so begonnen:
    „Gott will, dass …“

    Eine kühne Behauptung, die jeder Grundlage entbehrt. Q.E.D.

    Woher wollen Sie denn den Willen Ihres imaginären Gottes kennen? Auf welche Grundlage beziehen Sie sich dabei? Die Bibel kann es ja nicht sein, da sie ein Dokument der Beliebigkeit ist und auch die Grundlage für die Vorstellung einen überaus grausamen Gottes mit weiteren, negativen Eingenschaften, liefern kann.

    Dawkins bringt das hier in unnachahmlicher Weise (und für jeden Bibelkenner sofort nachvollziehbar!) auf den Punkt:

    Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt der gesamten Dichtung: eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Kontroll-Freak; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, kinds- und völkermörderischer, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.

    Quelle ist übrigens eine überaus lesenswerte Zusammenfassung seines Bestsellers „The God Delusion“:https://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/richard-dawkins-der-gotteswahn-3264578.html

    Und im NT ist vom liebenden Gott (da ist es schon wieder, das Theodizee-Problem!) bestenfalls indirekt die Rede. Was die Evangelisten über diesen Gott sagen, ist deren mehr oder weniger private Meinung. Von Jesus, der auch nur ein Mensch war, ist kaum Authentisches überliefert. Und selbst wenn wir genau wüssten, was er gesagt hat, wüssten wir auch nur etwas mehr darüber, wie dieser Jesus sich seinen Gott vorgestellt hat und nichts über diesen Gott selber, wären also auch nichts schlauer.

    Wenn der hypothetische Schöpfer des Universums gewollt hätte, dass wir mehr und Genaueres über ihn wissen, dann hätte er sich viel besser zu erkennen geben müssen und würde uns nicht ständig mit Absurditäten konfrontieren, die lt. Theologie dazu gedacht sind, „unsere Glaubensstärke zu überprüfen“. Also: den „gottgegebenen“ Verstand abschalten und je absurder die Dinge, die man dann noch für wahr hält, desto sicherer winkt das Himmelreich? Das kann doch ernsthaft niemand glauben!

    Zudem muss offensichtlich der christliche Gott auch die Atheisten sehr schätzen, sonst hätte er nicht so viele davon geschaffen! 🙂

    Ach ja, die Amputierten hasst er dagegen, denn trotz aller „Wunderheilungen“, die ihm auch heute noch nachgesagt werden (bei den Katholiken ist da ja Voraussetzung für eine Heiligsprechung!), hat er noch nie ein abgetrenntes Glied nachwachsen lassen, obwohl das biologisch gesehen nicht einmal so schwierig wäre, wie wir von verschiedenen Amphibienarten wissen.

    Fazit: Solange es uns nicht gelingt, Nächstenliebe auch ohne einen Gott zu praktizieren, der anderenfalls mit Hölle und ewiger Verdammnis droht, steckt die Menschheit ethisch noch im Säuglingsalter und ihre Überlebenschancen tendieren gegen Null, weil eine rationale Debatte durch den religösen Ballast, der sich über die Jahrhunderte angesammelt hat, bis zur Unmöglichkeit hin erschwert wird. Das Problem der weiter wachsenden Menschheit ist nur ein Beispiel, bei dem die Religonen einen zumindest sehr großten Teil der Mitschuld tragen und sich vehement dagegen sträuben, es abzumildern.

    1. Sie haben pauschal „Glauben“ genannt. Somit nenne ich pauschal „Unglauben“.
      Genau, Dawkins bringt es auf den Punkt zum Thema AT. Aber diese Sprache kenne ich nicht nur von Dawkins. Sorry, aber diese Formulierungen stammen auch aus dunkelstem Kapitel unserer Geschichte, in der das AT bekämpft wurde. Das bedeutet natürlich nicht, dass das nicht richtig sein muss, wenn antisemitische Ideologen dasselbe sagen wie ein Wissenschaftler Namens Dawkins oder Dawkins wie antisemitische Ideologen. Aber das bedeutet, dass man auf seine Sprache achten sollte. Und wenn man das AT ein wenig intensiver gelesen aus der Perspektive der Befreiung liest, der Perspektive der ethischen Konsolidierung des Menschen, dr Perspektive des Trostes und der Hilfe in Notzeiten… – dann vermag sich ein so harsches Bild verändern. Es ist diese Ausschließlichkeit, mit der formuliert wird, die sich über alles zu überheben scheint, die ärgerlich ist, nicht die Gotteskritik – diese Arroganz richtet sich aus meiner Perspektive selbst.
      Ich stelle mir Gott vor – ich verlange von ihm… – wenn er es nicht so tut, wie ich es am liebsten hätte, denke… dann mag ich ihn nicht, dann gibt es ihn nicht.
      Das zeitgenössische Christentum sträubt sich nicht, Fehler der Vergangenheit zu umgehen. Es sträubt sich auch nicht, Schuld einzugestehen. Das ist immer wieder dieselbe Behauptung. Es sei denn, dass von ihr verlangt wird, Schuld einzugestehen, indem sie sagt: Sorry Leute, unsere Religion ist Blödsinn. Laufen wir doch bitteschön allesamt den evolutionären Humanisten zu. Das wird sicher nicht geschehen. Dafür ist der Glaube zu dominant – eben weil Gott selbst am Werk ist. Ich weiß, dass Sie diese Aussage für Luftblase halten. Aber warum sollte ich es nicht sagen – nur weil Sie das denken?
      Dass Gott Atheisten schätzt – wobei die Zahl nicht relevant ist – denke ich auch: Sie haben uns immer wieder darauf hingewiesen, dass wir uns als Christen wieder ernst nehmen und das tun, was wir verkünden. Ich sagte es schon einmal ähnlich – und das ist keine Ironie. Aber Gott liebt Atheisten auch so – sie sind ja seine Geschöpfe. Wie jeder Mensch. Liebe und leiden… wird später Thema sein.

  2. Gott will, dass …

    Eine kühne Behauptung, die jeder Grundlage entbehrt, zumal praktisch jeder Gläubige eine unterschiedliche Vorstellung davon hat, was sein jeweiliger Gott (gerade) will. Und zwei Gläubige derselben Religion sind allzu oft beim Willen ihres Gottes entgegengesetzter Meinung, obwohl jeder für sich in Anspruch nimmt, dessen Willen genau zu kennen. Daher auch die vielen Sekten, in die sich jede Religion unweigerlich aufspaltet.

    Und die typische Reaktion, wenn sich der Gläubige wieder in unauflösbare Widersprüche über den angeblichen Willen seines imaginären Gottes verstrickt hat, zu sagen: „Gottes Wege sind eben unergründlich.“
    Aber zwei Minuten vorher „wusste“ er noch genau, was sein Gott wollte. 🙂

    Merke: Glaube ist die Hoffnung, dass man korrekt indoktriniert wurde.

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