Mann und Frau: Klasse Unterschiede! + Bordell Deutschland + Verona Pooth: Erdbeerkuchen + Sexualität verharmlosen

Mann und Frau unterscheiden sich – und das ist gut so. Das zeigt dieser Beitrag: http://www.kath.net/news/61634

Ich weise auf ihn hin, nicht, weil ich mit allem, was er sagt, einverstanden bin. Ich weise darauf hin, weil endlich einmal einer betont sagt, dass es klasse ist, dass sich Frau und Mann unterscheiden.

Übrigens: Nicht nur Mann und Frau unterscheiden sich – sondern auch Mann und Mann, Frau und Frau. Die Menschen, mit denen ich es zu tun habe, sind nicht Ich. Das mag für manche schmerzlich sein – aber es ist schön. Wirklich schön. Wenn auch schwer. Aber mit sich selbst klar kommen, das ist auch nicht immer leicht.

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Es wird eine Sendung angekündigt: https://presseportal.zdf.de/pm/bordell-deutschland-neue-zdfinfo-doku/

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Verona Pooth hat in diesem Augenblick gut auf eine Frage von Anne Will reagiert:

„Wenn ich in der Stadt sitze und ein Stück Erdbeerkuchen esse, kann auch nicht einer vorbeikommen, abbeißen und sagen: Ja, den musst du halt zuhause essen. Man darf verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden.“

Aber das verharmlost die Gewalt der Sexualität. Sexualität ist, wie das BVG zu Recht zuletzt (mit Blick auf das Dritte Geschlecht/Intersexualität) betont hat, etwas, das dem Wesen des Menschen zugehört. Der Mann ist Teil seiner Sexualität. Und es ist ja nicht so, dass die Männer sich etwas nehmen, was ihnen nicht gehört, sondern, um im Erbeerkuchenbild zu bleiben: Sie schenken der Frau 20 Erdbeerkuchen und zwingen sie diese zu essen – sie meinen, ihnen damit Gutes zu tun. Sie sehen sich als Egozentriker als Mittelpunkt der Welt und meinen, dass sie anderen mit ihrer bloßen sexuellen Präsenz, etwas schenken. Anders kann ich mir manche dieser wirklich üblen Verhaltensweisen, die geschildert werden, nicht vorstellen. Dazu kommt eben noch, dass manche Männer eben ihre Macht ausspielen wollen – also den Frauen an dem Guten, das sie haben, teilnehmen lassen wollen. Statt böse zu sein und sich zu wehren, sollten die Frauen dankbar sein. Diese Sicht ist es, die männliche Sexualität auch bestimmt. Ich kann mich noch an ein Wort erinnern, das mich als Jugendlicher sehr stark beschäftigt hat. Irgendein Freund sagte mal statt vergewaltigen – vergewohltätigen. Und lachte dabei. Ich weiß nicht, ob ich mitgelacht habe. Aber ich empfand dieses Wort als unter aller Kritik. Das heißt auch hier: Als Mann nimmt man sich nicht, was man sich nicht nehmen darf – man gibt – und erwartet, dass die Frau auch noch dankbar dafür ist.

Mich ärgert angesichts der Verharmlosungen der Sexualität auch, dass diese Menschen wohl den Blick verschließen. Heute kann man doch im Internet die grausamsten Fotos, VideoClips sehen. Frauen werden an Leib und Seele von Männern zerstört – die wohl selbst äußerst kaputt sind. Wie im Krieg: Ein Soldat kann bekanntlich nicht nur Opfer werden, indem er äußerlich verletzt wird, er kann auch Opfer des Krieges werden, indem er lernt, Menschen zu verachten und bestialisch zu behandeln. Das finden wir auch im Kontext der Sexualität. Wenn wir das verharmlosen, dann tragen wir zur Gewalt gegen Frauen bei. Die Sexualität ist nicht allein ein Bächlein, das munter zwischen den Wiesen daherplätschert. Sie kann auch, wenn sie nicht diszipliniert wird, von einem Bächlein auf einmal zu einem reißenden Strom mutieren. Was ich mich auch immer frage, ist: Warum machen so viele Frauen da mit?

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