Menschen

Menschen leben ganz vielfältig – bis dahin, dass es unterschiedliche Typen gibt: Kritiker und Zufriedene, Unterwürfige und Dominante, Gehorsame und Widerständige, Mutige und Feige, Stille und Laute, Leute, die ständig Neues erleben wollen, Leute, die eher in Ruhe gelassen werden wollen, manche interessieren sich für Kultur und manche interessieren sich für sich selbst, manche lieben Gesellschaft – manche die Einsamkeit. Manche lieben Experimente mit allem und jedem – manche hassen das. Manche lieben Online-Spiele und manche Rugby draußen auf dem Platz und manche den Tanz.

Und dann gibt es Mischungen all dieser Typen,

und Menschen wandeln sich im Laufe der Zeit…

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Theodizee 2

Bevor die Personen der Familie Scholl wie in Theodizee 1 angekündigt intensiver dargestellt werden, noch einige Anmerkungen:

Das ist an der Biographie der Familie Scholl zu sehen. Inge (*1917), Hans (*1918) und Sophie (*1921) Scholl sind vom National-Sozialismus begeistert. Er eint das Volk, er fördert die positiv verstandene (Bildungs-) Elite, er sorgt dafür, dass alle teilen müssen, alle sind gleich viel Wert (die zum Volk gehören) – und so versuchen sie, den National-Sozialismus zu leben und auch als Leiterinnen/Leiter der Jugendgruppen (HJ) zu fördern und zu verbreiten. Wobei sie von der bündischen Jugend (dj. 1.11 [Deutsche Jungenschaft]) ausgehend nicht nationalsozialistisch orientiert waren, dann aber durch den Eingang der bündischen Jugend in die HJ immer stärker nationalsozialistisch indoktriniert wurden. Ohne zu ahnen, dass er nicht dem entspricht, was sie sich von ihm erträumen. Das wird an dem Beispiel deutlich: Der National-Sozialismus hat ermöglicht, dass es Mädchengruppen gab, die auch Sport trieben usw. Diese emanzipatorische Seite hat großen Eindruck auf Sophie Scholl gemacht – aber dass er anderes im Sinn hatte mit den Frauen, das wurde der Jugendlichen zum frühen Zeitpunkt noch nicht bewusst. Zudem: Evangelische Kirche und Nationalsozialismus gehörten für sie einfach zusammen, weil sie es als Kinder und Jugendliche durch die nationalsozialistischen Pfarrer vor Ort auch so erlebt haben. Bis ihnen dann langsam die Augen geöffnet wurden – nicht zuletzt durch Otl Aicher (1922-1991), der als (freier) Katholik das Übergriffige des Nationalsozialismus kennen gelernt hatte und von Anfang an massiv Widerstand leistete – schon als Jugendlicher. Er wurde durch Werner Scholl (1922-1944) in die Scholl Familie eingeführt und half den Geschwistern Scholl die Augen zu öffnen, indem sie eine neue Basis bekamen: Reflexion über den christlichen Glauben. Zudem kamen sie mit anderen katholischen Personen zusammen, die sie in ihrer Aversion gegen den Nationalsozialismus stärkten (Carl Muth [1867-1944], Kurt Huber [1893-1943], Alfred von Martin [1882-1979], Theodor Haecker [1879-1945]…). Parallel zum Nachdenken und Wachsen im christlichen Glauben veränderte sich die Haltung zum Nationalsozialismus. Zu  beachten ist, dass Otl Aicher in seiner Biographie nicht christliche Theologen, sondern Nietzsche betont. Aicher vertritt eher eine rationale Form des Glaubens, während die emotionale Form des christlichen Glaubens in der Verbindung mit Sophie Scholl eine größere Rolle spielt (O.A. 75ff.). Aicher beschreibt später, dass unter anderem Augustinus das Denken auch von Sophie geschärft hat, es zur Autonomie geführt hat, „die es uns erlaubte, gegen eine ganze welt zu stehen, wenn wir uns im einklang mit uns selbst fühlten“ – was dann auch dazu führte, Augustinus und seine Sicht vom Staat – mit Blick auf den Nationalsozialismus – zu kritisieren (O. A. 173 f.).

Zur Theodizee-Frage:

Das Thema Leiden wird durch die Geschwister Scholl zunächst nicht rational intensiver wahrgenommen. Der Krieg kommt näher. Man beschäftigt sich theoretisch – und ohne zu wissen auf das Kommende vorbereitend – mit dem Thema Gott und damit auch mit dem Thema Leiden (Bibel, Augustinus [354-430] ist dafür besonders relevant, Dostojewski [1821-1881], aber auch katholische Reformbewegung: Paul Claudel [1868-1955], George Bernanos [1888-1948], Jacques Maritain [1882-1973]…, sowie mit Sören Kierkegaard [1813-1855], Blaise Pascal [1623-1662] und moderne Christen: Werner Bergengruen [1892-1964], Manfred Hausmann [1898-1986], Hans Carossa [1878-1956], Reinhold Schneider [1903-1958] usw. Wen sie wohl nicht wahrnehmen konnten, sind die protestantischen Kritiker nationalsozialistischer Ideologie: Dietrich Bonhoeffer, Karl Barth, Paul Schneider, Martin Niemöller, Julius von Jan…

Fortsetzung folgt.

Zeitzeugen – Zweitzeugen

Weil es immer weniger Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus gibt, möchte man Zweitzeugen ausbilden. http://chrismon.evangelisch.de/erinnerungskultur

Ob das etwas hilft? Wir haben ja jetzt auch schon Zeitzeugen, die von erfahrenem Antisemitismus berichten können, von erfahrenem Rassismus, Behinderte von Rücksichtslosigkeiten verschiedener Art, Obdachlose von Erniedrigungen. Wie immer wieder zu lesen: junge Menschen aus Schulen, in öffentlichen Verkehrsmitteln…

Vielleicht sollte man lernen, diese wahrzunehmen.

Nachtrag: Was die Zeitzeugen der Zeit des Nationalsozialismus betrifft: Ich denke, wenn man das, was schon vorliegt, wirklich ernst nimmt, wenn man es für die jeweilige Zeit wieder aufbereitet, dann dürfte das Schreckliche dieser Zeit auch weiterhin in Menschen arbeiten. Es sei denn, die kommenden Generationen sagen: So etwas wird es bei uns nie wieder geben, wir sind fortschrittlich, wir sind besser als die Menschen damals… – dann besteht die Gefahr, dass unser Land wieder in die Barbarei abrutscht.

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Kultur und Macht + Kunst als Product Placement

Kultur als Instrument politischer Machtgewinnung: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/die-angst-der-kulturmarxisten-vor-der-aufklaerung-und-der-afd/

Die Analyse des Artikels greift zu kurz, aber darüber nachzudenken ist spannend.

Alles, was wir tun, muss für die Gesellschaft Sinn machen. Muss sie voranbringen… – es ist schon ein missionarischer Eifer ohne Gott erkennbar.

Warum nicht einmal tun, um dessen Willen, was man gerade tut? Malen, weil man malen möchte, schnitzen, weil man schnitzen möchte, musizieren, schreiben… – weil man es eben einfach möchte.

Dann bringt man es zu nichts mit seiner Kunst?

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Jeff Koons will Paris den Entwurf einer Skulptur schenken. Die sind zum Teil äußerst misstrauisch: http://www.sueddeutsche.de/kultur/kunst-pariser-kuenstler-protestieren-gegen-koons-skulptur-1.3837142

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Wahnsinn Kika + Keine Altersfeststellung + Gleiches Recht nicht für alle + Islam und Frauen

Man soll sich das einmal vorstellen – nein, muss man nicht, Kika zeigt es allen Jungs laut diesem Beitrag: Wie kann man schnell BHs von Mädchen öffnen: https://www.bz-berlin.de/panorama/kika-beitrag-bh-oeffnen-jungs

Wer ist dafür verantwortlich, dazu anzuleiten, Menschenrechte zu übertreten?

Überall geht es um #MeToo darum, dass Frauen geschützt werden – aber #MeToo scheint was für Prominente – und die Frauen von der Straße, aus dem Alltag sind den Kikas sowas von egal? Auf solche Fragen kommt man, wenn man diesen Artikel liest.

Und wenn die Diakonie dazu beraten hat – sind die dafür Verantwortlichen der Diakonie noch tragbar?

Und wer bezahlt sowas? Wir.

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Trotz mutmaßlichen Vergehens keine Altersfeststellung, trotz der Zweifel an den Angaben – aber: Es herrscht kein hinreichender Tatverdacht – von daher liegt ja auch keine Notwendigkeit vor, das Alter festzustellen: https://www.welt.de/politik/article172675144/Berlin-Fluechtling-soll-4-jaehrige-Tochter-seiner-Pflegefamilie-missbraucht-haben.html

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Ein Syrer darf seine Zweitfrau nach Deutschland holen: https://www.focus.de/politik/deutschland/pinneberg-syrischer-fluechtling-darf-seine-zweitfrau-nach-deutschland-holen_id_8367633.html

Wann dürfen Deutsche Frauen und Männer Zweitfrauen/Zweitmänner heiraten? Ich fände das nicht gut. Aber: War da nicht mal was mit gleiches Recht…?

Der Syrer darf das wegen familiären Ernstfalles. Und was ist der Ernstfall? Die Kinder.

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Was macht der Islam im Iran und sonstwo mit Frauen? Diese Seite weist auf eine Seite hin: Sie zeigt die Zeit, bevor „der“ Islam kam – und die Zeit, unter der Herrschaft „des“ Islam: http://www.achgut.com/artikel/der_sieg_ueber_den_islam_wird_weiblich_sein

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Nicht Rassismus – Gleichgültigkeit ist das Problem: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/dresden-gorbitz-was-ist-der-stand-nach-dem-hunde-angriff-auf-eine-asylbewerberin-a-1189784.html

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AfD und SPD + SPD Zeitverträge + Mehrstufige Asylverfahren + Deutschland und Rechtspopulismus

Ich denke nicht, dass die AfD von der SPD profitiert. Sie wird weiter profitieren, wenn die CDU weitere politische Fehler macht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article172744249/Insa-AfD-kommt-laut-Umfrage-in-SPD-Naehe-Weidel-reagiert.html

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Manches klingt für manche gut, weil sie keine Ahnung haben: http://www.sueddeutsche.de/karriere/befristung-der-spd-vorstoss-gegen-befristete-vertraege-ist-scheinheilig-1.3837184

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AfD-Politiker wird Muslim – interessant ist es, wie die Partei damit umgeht: http://www.tagesspiegel.de/berlin/rechtspopulisten-brandenburger-afd-politiker-konvertiert-zum-islam/20877200.html

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Die Justiz hat ja genug Kapazitäten: https://www.focus.de/politik/ausland/antrag-auf-wiederaufnahme-asylbewerber-duerfen-nicht-einfach-in-eu-ankunftsland-zurueckgeschickt-werden_id_8361490.html

Recht und Realität korrelieren nicht immer miteinander. Von daher: Einfach alles laufen lassen, weil es sowieso juristisch nicht mehr aufzuarbeiten ist.

Aber wer ist dafür – sagen wir – mitverantwortlich, dass Recht ausgehebelt wird? Die Flüchtlinge oder Migranten sind es nicht. Sie haben recht, wenn sie auf Recht pochen.

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Deutschland versucht den Rechtspopulismus in Europa in den Griff zu bekommen? https://www.welt.de/politik/deutschland/article172812482/Angela-Merkel-zu-Rechtspopulismus-Deutschland-versucht-diese-Entwicklung-unter-Kontrolle-zu-bekommen.html

Hat Merkel das wirklich so gesagt? Überschätzt sich „Deutschland“ – bzw. sie – nicht?

Nun sollte die CDU erst einmal in Deutschland den Rechtspopulismus in den Griff bekommen – und das geht nur durch gute Politik. (In den Griff bekommen hat einen äußerst negativen Beigeschmack: klingt so diktatorisch…)

Der Beitrag ist insgesamt kurios. Merkel wird folgendermaßen zitiert:

In der Flüchtlings- und Migrationskrise nach 2015 hätten zudem viele Menschen befürchtet, ihnen werde etwas weggenommen. Dies sei dann das „Einfallstor für Rechtspopulismus. Wenn das zusammenkommt mit einer wirtschaftlichen Schwäche und einer hohen Arbeitslosigkeit, dann ist die Gefahr einfach sehr groß, dass daraus eben diese Kraft entstehen kann, die sagt: Nur noch wir selbst.“

Deutschland? Wirtschaftliche Schwäche – hohe Arbeitslosigkeit? Dann denkt man doch gleich: Stimmen die Zahlen, die uns geboten werden nicht?

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Quecksilber bedroht Amazonas-indigene + Russlandpolitik + EUs Israelpolitik + Trump in Davos

Quecksilber bedroht ein Volk im Amazonas: https://www.adveniat.de/informieren/aktuelles/peru-amazonas-indigene-von-quecksilber-bedroht/

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Russland-Politik aus der Sicht von Gabriele Krone-Schmalz: https://ostexperte.de/gabriele-krone-schmalz

Im Augenblick ist es wieder ruhig geworden, um die sonderbare Politik. Vielleicht hat man sich inzwischen stillschweigend irgendwie arrangiert, um den Konflikt nicht weiter anzuheizen. Wir brauchen einander. Aber solche Schwelbrände müssen auf Dauer gelöscht werden. Sonst können sie noch mehr Unheil anrichten.

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Die Israelpolitik der EU: https://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/241027

Die Politik ist frei – Hauptsache gegen Trump? Wenn man partout nicht so handeln will wie der Gegenspieler, ist man dann frei?

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Trump in Davos. Der Artikel ist herrlich. Er sagt vieles – über die Gegner: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/donald-trump-in-davos-das-engelchen-kommentar-a-1190090.html

Manche Mediale wissen nicht, wie man Trump nehmen soll. Dann kommt er anders, als man denkt. Man versucht ihn zu isolieren – weil es nicht klappt, stellt man dann die ins Rampenlicht, die sich mit ihm zeigen. Und was machen diese Art Artikel damit? Trump in der Einschätzung dieser Art Medien Recht geben.

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Lieblosigkeit

Jeder weiß, was Lieblosigkeit ist.

Lieblosigkeit ist aber  auch:

Unrecht zulassen, Schwächere nicht schützen, falsche Nachgiebigkeit, schlechtes Vorbild sein…

Nicht nur aus Unachtsamkeit können wir lieblos sein, sondern:

Mit Berufung auf Liebe andere erniedrigen, zerstören –

auch das können wir Menschen sehr gut.

Und merken es häufig nicht einmal.

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