Lungen der Heilig Kreuz Kirche + Bewundernswerte Inderin

Ein sehr interessantes Kunstwerk! https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/kirchenfenster-mit-aufnahmen-von-lungenfluegeln-16781377.html

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Ein 15 jähriges Mädchen hat ihren gehbehinderten Vater 1200 km durch Indien auf dem Gepäckträger gefahren: https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/15-jaehrige-radelt-verletzten-vater-1200-kilometer-durch-indien-16783673.html

Hier weitere Infos – sie will ihre Schulausbildung fortsetzen – sie hatte sie wegen Geldmangels abbrechen müssen: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/indien-15-jaehrige-radelt-verletzten-vater-heim-1200-kilometer-

Nachtrag: Gewalt gegen Frauen in Indien: https://www.spiegel.de/politik/ausland/indien-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen-ist-alltaeglich-a-6fa33d92-a024-4227-be9b-bfd3afdd011b

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Kauf-Eltern

Das ist kurios, was hier geschieht: Leihmütter bekommen Babys, die Kauf-Eltern können sie nicht abholen – und so bleiben sie erst einmal in der Ukraine liegen. Und einige Aspekte, die noch damit verbunden sind, nennt der Beitrag: https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-leihmuetter-adoptivkinder-101.html

Ich schrieb „kurios“ statt schlimm. Würde gerne „schlimm“ schreiben. Aber das Thema ist vielfältig.

Hoffentlich werden die Babys auch abgeholt, wenn sie dann nicht mehr so klein sind.

Nachtrag: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1893050/ethikerin-leihmutterschaft-nach-skandal-in-ukraine-verbieten

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Loverboys + Irre-Meinungen + Irre Politik + Kohleausstieg

Immer wieder denkt man: Oh, ist die Politik auch endlich wach geworden? Hoffen wir, dass sie endlich wach bleibt und Initiativen zum Beispiel an Schulen startet! https://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-duesseldorf-nrw-will-bundesweite-initiative-gegen-loverboys-dpa.urn-newsml-dpa-com-

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Es gibt wirre Menschen, Beispiele gibt es hier: https://jobosblog.wordpress.com/2020/05/23/gerade-heute/ Diese wirren Menschen gab es schon immer und es wird sie immer geben – wer ein wenig Ahnung von Geschichte hat, was in diesem Beitrag angesprochen wird, der weiß das – und er weiß auch, dass an den paar, die völlig irrational aus dem Ruder laufen, auch verbal, dass man sie nicht als Maßstab für Gesetze nehmen sollte.

Meinungsfreiheit einzuschränken, weil es ein paar irre Beispiele des Missbrauchs gibt, ist kein gutes Rezept. Die Hoffnung einer jeden Gesellschaft muss es sein, dass diese Wirren möglichst nicht andere infizieren, sondern nur hier und da auftauchen. Ich denke aber, dass sie in unserer Gesellschaft noch nicht dominieren, sich hier und da zusammenklumpen – und man dadurch den Eindruck haben könnte, dass sie relevant seien. Aber sie sind es wohl nicht.

Zudem muss man aber in erster Linie beachten: Sie lernen von Medien. Man muss übertreiben, um wahrgenommen zu werden. Wie man an dem Artikel sieht. Von daher: So irr sind sie vielleicht nicht, sondern wissen, wie man die Medien instrumentalisiert.

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Irre Politik ist mit Blick auf Berlin wieder einmal zu erkennen: https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/corona-kontrollen-in-ganz-berlin-aber-auch-im-drogen-goerlitzer-park

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Manche merken wohl, dass der ideologisch geprägte Kohleausstieg für das Land gefährlich wird, darum lassen sie Vorsicht walten: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/neuer-streit-um-den-ausstieg-aus-der-kohleverstromung-16784000-p2.html

Wir sind sowieso mit dem Strom zu teuer. Der Abbau unserer Wirtschaft wird in Kauf genommen durch immer teureren Strom. Wirtschaftlich macht das keinen Sinn. Von daher wird eine Verarmung der Gesellschaft sehenden Auges herbei geführt. Ich befürchte, dass es dann zu Hauen und Stechen kommen wird. Der deutsche Michel ist gehorsam und brav. Aber irgendwann wird es auch dem gutmütigen deutschen Michel zu viel.

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Gott mit Worten fassen

Kann man Gott mit Worten fassen?
Nein.

Kann man den Menschen an sich mit Worten fassen?
Nein.

Weil man Gott mit Worten nicht erfassen kann,
soll man von ihm schweigen?
Nein.

Weil man den Menschen nicht mit Worten fassen kann,
soll man von ihm schweigen?
Nein.

Weil man Leben, das Alles der Welt nicht fassen kann,
soll man von allem schweigen?
Nein.

Der Mensch ist als Ebenbild Gottes nicht erfassbar.
Über den Menschen Jesus von Nazareth
erhaschen wir ein wenig von Gott und Geschöpf…

… und über den Geist.
Der Mensch, der von ihm ergriffen ist, der begreifen kann.

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Der Blog wird am Montag nicht bestückt werden.

Gott in Gedichten (19): Christian Morgenstern

Darlegung vorangegangener Jahrhunderte: http://gedichte.wolfgangfenske.de/

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Christian Morgenstern (1871-1914)

Er erkrankte früh an Tuberkulose und war häufig krank. Er war Schriftsteller, bekannt im Wesentlichen wegen seiner Texte, in denen er mit Sprache spielt. Er beschäftigte sich mit vielen Schriftstellern und reiste auch darum viel herum. Er war beeinflusst von Nietzsche, dann ab 1909 von der Anthroposophie Steiners.

Das Gedicht „Vice versa“ zeigt die Ferne Gottes an, der den Menschen aus der Ferne beobachtet wie der Mensch einen Hasen. „Die Zirbelkiefer“ hat gelesen, sie habe eine Seele, „von Gottes Allmacht ausgeheckt“ – und „ihr wird ganz fromm zu Sinn.“ Der mit Blick auf Gott spöttische Ton dominiert. Der dramatische Ton dominiert „In Phantas Schloß. Dem Geiste Friedrich Nietzsches“ (1895). Im „Homo Imperator“ schwingt Kritik am Menschen mit, der sich überhöht? „Denn ich, der Mensch, bin deine Seele, / bin dein Herr und Gott, / wie Ich des ganzen Alls / Seele und Gottheit bin“. Warum? Ohne Mensch wird Welt nicht wahrgenommen und verändert. Spannend ist zu sehen, wie sich der Mensch in diesem Gedicht Nietzsche-haft überhöht, weil er sich selbst nur aus seiner eigenen Perspektive sieht. „Zertrümmere Mich: / Das Lied ist aus.“ So endet das Gedicht „Homo Imperator“. Wenn der Mensch nicht mehr ist, ist im Grunde nichts. (Bekanntlich: Gott, wie ihn Juden und Christen bekennen, ist, auch wenn der Mensch nicht mehr ist, denn er war, als es den Menschen noch gar nicht gab. Gott gibt der Schöpfung Sinn – nicht der sie wahrnehmende Mensch.) Die „Kosmologie“ stellt das finstere Licht des Wirkens des Teufels (Lucifer) dar. Gepriesen wird im Hohelied die Macht der Liebe – sie ist im Grunde Gott, die dem Menschen ins schimmernde Auge die Gottheit senkt. Gott selbst wird weggeschickt, er ist der Versucher, so in „Die Versuchung“ – „Ich aber stieg, / ein freier, glückseliger Mensch, / singend wieder empor / auf meine herrlichen, / klaren, einsamen Höhen.“ Nietzsche ist also heftig im Blick.

In dem Gedicht „Der einsame Christus“ greift er Jesu Worte an die Jünger auf, die immer wieder im Garten Gethsemane einschlafen. Hier haben wir einen neuen Ton! „Was wißt ihr  / von meiner Liebe / was wißt ihr / vom Schmerz meiner Seele! / O einsam! / einsam! Ich sterbe für euch – / und ihr schlaft! / Ihr schlaft!“ – der Mensch kann Christus nicht wahrnehmen – er ist unfähig, überwunden vom Schlaf, nichts ist mehr sichtbar von dem sich überhöhenden Menschen. Er kritisiert die Glaubenden („Messias-Süchtigen“), weil sie Jesus, „den ersten großen Mann“ nicht verstanden haben. Wie Jesus Christus möchte in der „Ersehnte(n) Verwandlung“ jeder „Große“ Brot und Wein werden – wieder ein Seitenblick zu Nietzsche. Ihm träumte, „Das Auge Gottes“ – und alles Treiben des Menschen war ihm offenbar. Da wünschte er sich vor Grausen den Tod. Wieder wird der sich selbst überhöhende Mensch abgelehnt. In der „Botschaft des Kaisers Julian an sein Volk“ geht es darum, die Christen zu stören und zerstören: „Denn die Zeit ist um, / da das Kreuz geragt, / der neue Mensch reckt seine Hand.“ Womit er Bestrebungen des 19. Jahrhunderts aufgreift – und vielleicht auch seine eigene Intention von 1895. In „Alles gut, weil alles Gott“ meint, er, Gott sei das Schauerlichste und Heiligste. „Gott ist nichts Vollendetes, Gott ringt / unaufhörlich um sich selbst als Ziel.“ (Zitiert nach Morgenstern, Zeit und Ewigkeit, Insel 1942) Damit ist auch der Autor im Blick: Er ringt selbst um Gott – er ist noch nicht am Ziel.

In der Gedichtsammlung, an der Morgenstern noch kurz vor seinem Tod arbeitete: „Wir fanden einen Pfad“ (1914) ändert sich der Klang. Der Autor hebt in einem Gebet sein blutloses Herz zum Abendmahl Christi, damit er es wieder fülle: „O füll es neu bis an den Rand / mit Deines Blutes Rosenbrand“ – das Gedicht schließt als Anrede an Christus: „DU bist!“ In dem darauf folgenden Hymnus schildert er, wie Menschen das „Himmels-Licht“ verlassen, es in Wirklichkeit aber nicht können, weil es sie – ob sie es wollen oder nicht – bestimmt.

Sieh nicht, was andre tun, /
der andern sind so viel, /
du kommst nur in ein Spiel, /
das nimmermehr wird ruhn. /
Geh einfach Gottes Pfad, /
laß nichts sonst Führer sein, /
so gehst du recht und grad, /
und gingst du ganz allein.

Wenn der Mensch „in Eitelkeit / er nicht ganz versunken / und vom Wein der Zeit / nicht bis oben trunken“ kann er das Göttlich-Wahre erfahren. Wir sehen eine Wandlung in der Frömmigkeit von Morgenstern. Der sich überhöhende Mensch, der Mensch, der die Grenzen sprengen möchte, sprengt sie letztlich nicht aus sich selbst heraus. Er bleibt innerweltlich. Er sprengt die Grenzen erst dann, wenn er sich an Gott bindet.

Kritik an Kirchen-Oberen + Verbote – Motorrad-Fahrverbote

Die Kritik an den Chefs der Kirchen kann ich sehr gut nachvollziehen: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/lieberknecht-die-kirche-hat-in-der-krise-versagt;art4874,208498

Vor Ort wurde viel Phantasie entwickelt, um menschlich zu sein – gemacht wurde aber freilich nichts gegen die zum Teil sonderbaren Verordnungen von oben. Diese habe ich im Blog auch wiederholt kritisiert. Im Namen der Nächstenliebe – Nächstenliebe verweigern. Diese Begründung gibt es leider noch immer.

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Echt – oder Verschwörungstheorie? Verbieten, verbieten, verbieten – werden wirklich Motorrad-Fahrverbote angestrebt? Die Verbieter scheinen von den Grünen im Verbieten angesteckt worden zu sein. Motorräder leiser machen – das ist gut. Aber Motorräder an Wochenenden und Feiertage zu verbieten ist mal wieder so ein verrücktes Kuriosum, von dem man leider annehmen muss, dass es sogar umgesetzt werden könnte. Man kann nur hoffen, dass die Verbieteritis nicht auch die Hirne der Regierung infiziert: https://www.autozeitung.de/motorrad-fahrverbote-198421.html Vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten, den unzumutbaren Lärm Einhalt zu gebieten (über die Motorradclubs einwirken, Strecken schließen…) – aber es zu verbieten…

Da denkt man dann wieder an die Miesmuscheln, die anderen den Spaß nicht gönnen, weil sie sich selbst keinen erlauben. Sei es aus ideologischen Gründen, sei es aufgrund anderer Interessen. Ich bin übrigens kein Motorradfahrer.

Aber in Tipp:

Gott kennen

Wir glauben, Gott zu kennen.
Kennen heißt: Gott im Griff haben.

Weil er unbegreiflich ist,
verweigert sich Gott unserem Verstand,
verweigert sich Gott unserem Gefühl.

Beleuchtet von seinem Licht
erleben wir unsere Unzulänglichkeit.
Durchdrungen von seinem Geist
erklingt zaghaft unser Lobgesang.

Wir loben uns Gott entgegen,
der längst zu uns gekommen ist.

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