EU verschärft

Das ist Europa: Haben wir eine Krise, dann verschärfen wir sie doch!

Ukraine – keiner weiß, wie es weiter geht – also unterschreiben wir mit großem Pomp ein Assoziierungsprotokoll http://www.welt.de/politik/deutschland/article132298900/EU-und-Ukraine-beschliessen-Assoziierungsabkommen.html. Finanzen – keiner weiß, wie man die Probleme der Südländer in den Griff bekommt – also wählen wir einen Franzosen, der auch nicht besonders fit in diesen Sachen ist. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/moscovici-jan-fleischhauer-ueber-frankreichs-eu-waehrungskommissar-a-991900.html Man hat ja auch einen Draghi gewählt, der das macht, was man vorher so nicht für möglich gehalten hat: Zinsen quasi auf null runterfahren um die Bürger zu enteignen, wie man so schön sagt. Wenn nichts mehr geht – geht zumindest die Verschärfung.

Darum lieben wir die EU.

In dem Beitrag von Fleischhauer steht: Die Deutschen sind naiv, aber blöd sind sie nicht. Nun ja. Warten wir ab. Aber was sieht man an der ganzen EU? Dass sie das Nationalbewusstsein nicht gebannt hat, sondern auch das verschärft, nach dem Motto: Wenn schon Krise, dann erst recht – das sieht man an dem Beitrag von Fleischhauer.

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Opferkonkurrenz+Koranhermeneutik

Was für ein übles Wort: „Opferkonkurrenz“. Es meint, dass Juden als Opfer gegen Antisemitismus demonstrieren und Muslime gegen Islamophobie – beide sehen sich als Opfer – doch wer ist das größere Opfer? Wer soll das Wort gesagt haben? Der Muslim Mazyek. http://www.welt.de/politik/deutschland/article132280320/Aiman-Mazyek-der-perfekte-deutsche-Muslim.html Ich finde das Wort echt übel.

Aber gehen wir weiter. In dem Artikel wird beschrieben, wie sehr Mazyek sich darum bemüht, Muslime gegen den Extremismus zu mobilisieren. Und das ist gut.

Es darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine neue Koran-Hermeneutik und Hadith-Hermeneutik notwendig ist. Ohne diese ist alles Augenwischerei. Wie auch immer: Auch auf der Oberfläche etwas gegen den Extremismus zu tun, ist gut. Schauen wir, wie das realisiert wird.

Was sagt der Zentralrat inzwischen eigentlich zu Khorchide? Öffentlich ist es so still geworden.

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Türkei+ISIS+Alles umsonst

Türkei in der Hand der ISIS? http://www.welt.de/politik/ausland/article132303138/Angst-vor-Rache-der-IS-Todeskommandos-laehmt-Tuerkei.html Die Amerikaner warnen die Türkei vor einer Menge Schläferzellen. Ich frage mich: Woher weiß die USA so genau darüber Bescheid? Wenn die USA alles weiß – dann ist sie auch für die gegenwärtige Eskalation verantwortlich – denn sie hat es alles gewusst? Oder wie ist das alles zu interpretieren? Vielleicht auch nach altem klassischen Trick: Wenn man einem Gegner sagt, dass man alles über ihn weiß, dann verunsichert ihn das immens und es wird ein Reinigungsprozess innerhalb der ISIS stattfinden – eben diejenigen werden liquidiert, denen man Spionagetätigkeit zumutet, genau das, was die Hamas mit einigen Männern gemacht hat: Zur Abschreckung öffentlich liquidiert.

Dass die Türkei wirklich vor Angst gelähmt ist, mag ich bezweifeln. Zumindest die Muslimbrüder werden eingeladen in der Türkei Zuflucht zu suchen. Ein Hang zu Extremisten ist nicht zu verbergen: http://www.jihadwatch.org/2014/09/turkey-welcomes-muslim-brotherhood-leaders-forced-to-leave-qatar

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Seit der Zeit des Mohammed hat sich doch einiges geändert. Während es in seiner Zeit und nach seiner Zeit Streit darüber gab, wer welchen Anteil an der Kriegsbeute bekommt, ist das wohl bei der ISIS geklärt: 150€ pro Tag im Kampfeinsatz und in Geschäften alles umsonst. http://www.welt.de/politik/ausland/article132303138/Angst-vor-Rache-der-IS-Todeskommandos-laehmt-Tuerkei.html

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Spätsommer

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Längst sind die Felder abgeerntet – aber die Bilder des Sommers sind noch da.

Und das finde ich eine besondere Gabe des Menschen: Vergangenheit bleibt Realität.

In Kälte an Wärme denken, in Einsamkeit an Gemeinschaft, in Tristesse an Schönheit und Buntheit.

 

Aber wie alles hat auch das zwei Seiten:

Vergangenheit zu vergegenwärtigen kann auch etwas sein, auf das man gerne verzichten würde.

Vergangenheit bereinigen – das kann eine Last sein.

 

Überhaupt verantwortlich mit der Vergangenheit – auch der dunklen, schweren – umgehen können –

dazu bietet Gott in Jesus Christus die Hand.

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Wahlen+Zustände

Die Wahlen in Thüringen und Brandenburg sind interessant gewesen. Auf die CDU scheint die Bundespolitik abgefärbt zu haben – auf die SPD und die Linke die Landespolitik – auf die AfD, die FDP und die Grünen die allgemeine Stimmung. Und das ist interessant: Wenn man nach Ergebnissen der damaligen Sachsenwahl Ausschau hält, begegnet einem fast nur die AfD. Die Wahl als solche scheint medial keine Rolle zu spielen. Überall AfD, AfD, AfD. Und das ist auch im Kontext der beiden letzten Wahlen zu sehen: Fast nur Artikel zum Thema AfD. Sind diejenigen, die regieren werden, nicht viel interessanter? Medial wahrscheinlich nicht. Warum nicht? Soll man das so verstehen: Was für eine Koalition sich auch immer einstellen wird, es bleibt doch alles gleich? Sollte man nicht lieber mal überlegen, was sich ändern würde für Thüringen, wenn die Linke mit SPD und Grüne die Regierung stellen würde? Oder bliebe auch dort alles gleich? Und weil die Medien dieses Signal senden, sollte man sich dann nicht mehr fragen: Und warum gehen so wenig wählen?

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Und angesichts dieser Zustände wundern sich die etablierten Parteien, dass Bürger die AfD wählen? http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/506202/mieter-mussen-in-osnabruck-zimmer-raumen Und das hier aus der Schweiz könnte auch in unserem Land passieren, oder? http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/sozial-irrsinn-familie-kostet-60000-franken-im-monat-id3126847.html (gefunden über pi) Das Problem ist: Es gibt keine Konzepte, mit diesem Problem fertig zu werden. Einfache Lösungen sind natürlich keine Lösungen. Wie geht man eigentlich mit Europäern um, die entsprechend agieren?

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Ukraine und Wirtschaft

Die Wirtschaft mag die Sanktionen gegen die Ukraine nicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sanktionen-gegen-russland-deutsche-wirtschaft-warnt-vor-schaden-a-991528.html

Nun können Leute sagen: Natürlich nicht, die Wirtschaftsbosse klagen über ihren Verlust – und das ist uns doch egal. Aber die Wirtschaft ist die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, unseres Wohlstandes… Und wenn die Wirtschaft den Bach runtergeht, dann kann die Gesellschaft nicht den Bach aufwärts schwimmen. Wie bekommt man also unsere starke Wirtschaft und die schwarze 0, die Schäuble so liebt? Nicht, indem man sich durch Sanktionen kaputt machen lässt. Die Sanktionen sind sowieso politisch ein unbrauchbares Mittel. Aber das werden die politischen Experten sicher auch irgendwann mal mit bekommen. Huch, die Firmen zahlen ja weniger Steuern! Wie kommt das denn? Wegen der Sanktionen? Ach, das haben wir ja gar nicht gewusst. Wer hätte sich denn das vorher denken können? Oh, wie kriegen wir die Wirtschaft jetzt wieder am Laufen? Antwort auf die Frage: Gar nicht mehr, weil andere Länder, vorneweg die USA die Nischen genutzt haben und sich nun ungern wieder verdrängen lassen. Folge? Europa hat seine Wirtschaft bewusst kaputt gemacht. Dämlicher geht es nicht.

Übrigens können dann auch die Europa-Vereinheitlicher froh sein: Die Spaltung zwischen Nord und Südeuropa gibt es nicht mehr: Alle sind gleich am Boden: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bertelsmann-europa-droht-die-soziale-spaltung-a-991643.html

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In hr-info hörte ich einen hervorragenden Kommentar zur Ukraine am Montag so um 15:30 (von Hermann Kraus?). Es ging darum – ich sage es knapp und hart: dass die Nato-Manöver zeigen, dass man dem Militär und nicht mehr der Diplomatie sehr viel zutraut, darum, dass Rebellen machen, was sie wollen und dass man ohne Putin die Lage nicht in den Griff bekommt. Es ist gut, wenn man das auch von anderen hört und nicht nur selber schreibt.

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Khorchide+Abdel-Samad+Lars Hedegaard

Eine Diskussion zwischen Khorchide und Abdel-Samad:

http://www.srf.ch/player/tv/sternstunde-religion/video/islam-unter-faschismusverdacht?id=c2b5adcc-cfe2-4f03-a4b3-12d3c2603c18

Khorchide verlangt eine neue Hermeneutik und versucht andere Narrative zu betonen als die ISIS und denen gleichgesinnten Muslimen, während Abdel-Samad die Hermeneutik Khorchides immer mit dem Koran in Beziehung setzt – das heißt der Maßstab der Narrative ist der Koran. Khorchide sieht den Leser als Interpreten, der seine eigenen Intentionen in den Koran und in islamische Traditionen hineinliest. Und der seine Intention hineinlesende und Narrative auswählende Mensch sollte Thema sein, nicht der Koran und die Tradition. Abdel-Samad: Mit dem Wachsen der Macht Mohammeds kam dessen Intoleranz und sein Vorwurf an Muslime ist, dass sie Befehle folgen und sie nicht in Frage stellen. Die Abraham- und andere Interpretationen von Khorchide – die Auswahl seiner Narrative – seien christlich geprägt.

Sinngemäß zum Teil wörtlich sagt Abdel-Samad: Auch wenn die Mehrheit der Muslime gegen Extremismus ist, dann ist das irrelevant, wenn sie sich nicht gegen die Islamisten, diese Auswüchse wehrt / untätig ist. Im Schlafzimmer sagen: Islam ist Frieden und nichts dagegen tun, dass Dschihadisten wüten, dann ist so ein Reden wertlos.

Das ist eine sehr aufschlussreiche Diskussion. Und darum geht es: Um sachliche Diskussionen zum Thema Islam und nicht um Islam-Bashing.

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Auch hier wurde über die Meinungsfreiheit diskutiert, die gefährdet ist – nicht nur wegen dem Islam: http://europenews.dk/de/node/83488 Eine Veranstaltung, an der auch Lars Hedegaard teilgenommen hat.

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Bedford-Strohm und UN-Schutzzone

Ich wäre auch für eine UN-Schutzzohne für Verfolgte im Irak: http://www.deutschlandfunk.de/irak-uno-muss-endlich-aktiv-werden.694.de.mhtml?dram%3Aarticle_id=297530 Ich vermute nur, dass es zu spät ist und nicht mehr in dem Maße realisiert werden kann, wie man es sich wünschte. Die UN kann inzwischen nicht mehr viel ausrichten. Dass die UN das machen soll, wurde schon vor Monaten gefordert. Aber inzwischen müssen die kurdischen, jesidischen und christlichen Kräfte selbst, unterstützt von den anderen Ländern, sehen, wie sie Schutzzonen einrichten, um nicht die ISIS mit hineinkommen zu lassen. Manchmal kommen die schlauen Leute zu spät, weil die Experten geschlafen haben oder weil die Politiker nicht auf sie hören wollten. Aber jetzt noch von Schutzzohnen zu träumen kommt, wie gesagt, wohl zu spät. Wie sollte das noch realisiert werden?

Die dortigen Kräfte müssen bewaffnet werden, damit wenige nur fliehen müssen und die angestammten Gebiete der Stämme verteidigt bewohnt werden können. Sie müssen bewaffnet werden – und das Schlimme ist: Man weiß nicht, wozu die Waffen von ihnen sonst noch eingesetzt werden. Man muss sozusagen alles in Kauf nehmen: Kampf der Kurden gegen Türken, Kampf verfeindeter Stämme und Familien gegeneinander, Verkauf der Waffen an irgendwelche Kriminellen – gar an die ISIS. Es ist fatal.

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