Machtloser Staat

Staaten in Europa werden immer machtloser – weil sie die Macht freiwillig abgeben – aus welchen Gründen auch immer. Dummheit und Gleichgültigkeit mögen auch ein Grund sein. So sehen wir es in Schweden: Menschen,die ihre eigene Meinung sagen, können nicht mehr geschützt werden: http://www.jihadwatch.org/2014/08/swedish-police-cant-protect-convert-has-to-go-into-hiding-change-identity-2 Sunniten und Schiiten bekämpfen sich gegenseitig – nicht im Irak, da auch – aber in Schweden: http://www.jihadwatch.org/2014/08/sunnishia-conflict-arrives-in-sweden Rein theoretisch könnten die Verantwortlichen daraus lernen: Wer sich in unserem Land den Gepflogenheiten des Landes nicht anpasst, hat hier nichts zu suchen und muss – um der Menschen willen gehen, die bei uns Zuflucht suchen. Aber sie lernen nicht daraus. Im Gegenteil, manchmal meint man beobachten zu können, dass sie die Macht, die sie an bestimmte Gruppen abgeben, gegen Verteidiger der Werte ausüben, um zu zeigen, dass sie noch Macht haben. Kurz:

Die Braven bekommen machtvoll was auf den Deckel und die Frechdachse können ihren Unfug ungehindert treiben.

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Aus Deutschland wird dieser Mahner weggehen – er hatte es zumindest angekündigt: http://www.deutschlandfunk.de/christenvertreibungen-im-irak-scheitern-der-islamischen.691.de.html?dram%3Aarticle_id=293431

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Pazifismus

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Käßmann – was sagt sie zur ISIS? Gar nichts? Eine harte Anklage gegen den Pazifismus: http://boess.welt.de/2014/08/01/wann-stoppt-margot-kaessmann-endlich-isis/ Ein weiterer Beitrag zum Thema Pazifismus: http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/vom-pazifismus-wird-die-welt-nicht-besser-88899/ Dazu auch: http://www.idea.de/nachrichten/detail/politik/detail/bei-menschenrechtsverletzungen-und-voelkermord-kann-man-nicht-wegschauen-87511.html

Es ist leicht, ein Pazifist zu sein, wenn es einem gut geht.

Es gibt freilich auch Pazifisten, die aus ihrem Glauben heraus in der Verfolgung die Wehrlosigkeit leben: Jesus, die frühen Christen, Täuferbewegung in der Reformationszeit und danach, dann die Vertreter der "intelligenten Feindesliebe", Gandhi, Martin Luther King… und viele, viele Christen heute.

Es ist zu unterscheiden zwischen naivem Pazifismus und intelligentem Pazifismus zu unterscheiden. Der intelligente Pazifismus lässt es nicht zu, dass Menschen einfach abgeschlachtet werden, sondern er überlegt gewaltlose Strategien, um die bösen Menschen, Strukturen, was auch immer, überwinden zu können.

Der naive Pazifismus fordert von anderen gewaltloses Verhalten und Opferbereitschaft – und denkt sich, dass bösartige Menschen und Strukturen auf diese Weise einfach zu überwinden sind. Gut zureden – dann klappt es schon.

Der intelligente Pazifismus kann nur von den Menschen entwickelt werden, die in den jeweiligen Situationen – und mitten in diesen Situationen leben. Hier können sie Strategien entwickeln, in Sieg und Niederlagen, um die Situation und die Menschen zu verändern.

Und so gibt es von Open Doors Schulungen: Mutig gegen den Sturm-Seminare https://www.opendoors.de/projekte/unser-dienst/schulungen/ Freilich sind diese langfristig angelegt. Solche barbarischen Situationen wie die im Irak und in Syrien sind in der Kürze nicht zu bewältigen. Das – so vermute ich – vor allem auch dann, wenn die Gegner Amok-Laufen. Denn was, was wir bei den Islamisten sehen können, ist ein wahnsinniger Zerstörungstrieb gegen alles und alle, die nicht so denken wie sie. Wie man gegen dieses religiös-ideologische Abschlachten von Menschen angehen kann, wahrscheinlich erst einmal nur durch Flucht und Ertragen. Wenn man denn nicht zu den Waffen greifen will. Das Letztgenannte ist für Christen immer mit Gewissensbissen verbunden, weil Jesus Christus einen anderen Weg fordert.

Jesus lehrt nicht nur: Seid ohne Falsch wie die Tauben – sondern auch: Seid klug wie die Schlangen. Beides gehört zusammen.

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Warnung

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Die Amsel ging über vom schönen Gesang zum warnenden Keckern.

Auch der Liebhaber des Wahren, Schönen, Guten kommt nicht umhin, vor dem Übel zu warnen.

Gerade weil er Liebhaber des Wahren, Schönen, Guten ist.

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Pseudonyme + Internet

Auch ich bin für Offenheit, dafür, dass man seinen Namen im Internet nennt, wenn man seine Meinung vertritt. Posener hat Recht: http://www.welt.de/kultur/article130742826/Verbietet-Pseudonyme-die-Burkas-des-Internets.html  Und er hat Recht, wenn er nach dem Staat ruft – nur, dann muss der Staat auch verhindern, dass Menschen, die ihre Meinung äußern, gemobbt, entlassen, durch irgendwelche Extremisten bedrängt werden. Wir leben in einer Gesellschaft, in der freie Meinungsäußerung nur dann möglich ist, wenn sie mit dem Mainstream mitschwimmt. Natürlich haben nicht alle dieselbe Meinung, aber in einem gewissen Rahmen doch – und wenn einer davon abweicht, dann kann ihm Böses blühen. Nicht jeder mag es, vom Arbeitgeber herbeizitiert werden, weil er etwas gesagt hat, was ihm politisch nicht in dem Kram passt, weil er Angst um Kundschaft usw. hat. Nicht jeder mag Mordrohungen ausgesetzt sein oder öffentlich gebrandmarkt und an den Pranger gestellt zu werden und damit gefährdet zu sein. Und solange das in unserem Staat geschieht, haben diejenigen Recht, anonym zu bleiben, die es sich aus genannten Gründen nicht leisten können, ihre Meinung zu äußern. Mich ärgern die Extrem-Anonymen auch. Wenn sie sich verbal gehen lassen, wenn sie sich alles herausnehmen, um das Gegenüber zu erniedrigen. Aber: Man kann nicht alle Anonymen pauschal verurteilen – denn es gibt viele gute und hilfreiche Meinungen, die anonym geäußert werden.

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Schweigende Mehrheit ist irrelevant+Serap Cileli

Die schweigende Mehrheit ist irrelevant, sagt Vera Lengsfeld: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article

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„Wir müssen gemeinsam gegen jegliche Formen von Menschenfeindlichkeit ankämpfen. Wir dürfen nicht unsere Objektivität verlieren, sobald der Rassismus keinen deutschen Namen trägt.“ So Serap Cileli:  http://www.bayernkurier.de/zeitung/artikel/ansicht/13791-das-hassliche-gesicht-der-yreligion-des-friedensy.html

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Welthandelsabkommen+Landgrabbing

Die Länder dürfen nicht mehr die Nahrungsmittel subventionieren, wenn die Bevölkerung hungert? Nur Indien darf das, aber allein mit Blick auf Getreide. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-12/wto-einigt-sich-auf-globales-handelsabkommen Bei manchen Abkommen ahnt man schon, dass sie nur auf dem Papier stehen.

Das schrieb ich am Samstagmorgen. Und dann liest man am Samstagabend: Indien hat doch die Unterschrift verweigert: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/indien-wto-recht-auf-nahrung Und man findet Lob dafür. Ich denke auch, dass das lobenswert ist.

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Da wir bei dem Thema sind: Landgrabbing. Reiche Länder, Investoren, Firmen kaufen riesige Ackerflächen bzw. Bewirtschaftungsflächen in armen Ländern, reißen es an sich, produzieren darauf das, was gerade benötigt wird, wofür auch immer (z.B. Biosprit) – und exportieren es, spekulieren damit, während die Bevölkerung des Landes hungern muss. Moderner Kolonialismus. Geht dieses Welthandelsabkommen auch auf diese Problematik ein? Regelt es die Beteiligung der Länder an dem Gewinn und Mitspracherecht über das, was angebaut wird? http://www.oxfam.de/informieren/landgrabbing

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Ukraine, Russland und EU

Der Konflikt der EU mit Russland zeigt Wirkung: „Wachstumsprognosen werden gesenkt, der Euro verliert an Wert, der Deutsche Aktienindex stürzt ab“ – nun soll die Hoffnung auf der EZB ruhen? http://www.welt.de/finanzen/article130796348/Russland-Sanktionen-werden-jetzt-teuer-fuer-uns.html Und wenn die EZB als Retter auftritt, dann ist es übel. Komisch, dass das als Hoffnung angesehen wird.

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Ich finde es schlimm, dass sich der Westen und Russland, zwei dominante Mächte, gerade dann gegenseitig das Leben schwer machen, wenn ein islamistischer Terrorstaat dabei ist, sich zu etablieren. Statt gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie man diesem begegnen könnte, zerfleischt man sich gegenseitig. Und die Politik scheint immer noch nicht begriffen zu haben, wenn man sieht, sie die unsäglichen Sanktionen verteidigt werden. Ich weiß auch nicht, was mit Putin los ist, darüber bekommt man hier viel zu wenig mit und wenn etwas gesagt wird, denkt man, das sei Propaganda. Nun ziehen sie sich also wirtschaftlich herunter – die USA natürlich nicht, denn sie wird der lachende Dritte sein und am Ende nur noch mit China konkurrieren. Und dazwischen wird ein riesiges Machtvakuum entstehen, in das islamistische Staaten immer stärker eindringen werden. Unterstützt vom Fußvolk der Ahnungslosen und Feigen.

Das klingt pessimistisch. Ich muss gestehen, dass ich es im Augenblick auch bin, weil ich die Unfähigkeit der Politik erkenne, die Unfähigkeit vieler Medien und die Machtlosigkeit des Einzelnen dagegen ansteuern zu können.

Da ich aber weiß, dass Pessimismus ein schlechter Ratgeber ist und jeder so gut er kann sich nicht nur gegen politischen und gesellschaftspolitischen Unsinn, sondern auch gegen Pessimismus stemmen muss, weist der Verstand in die Zukunft. Und die Hoffnung bleibt, dass sich der Verstand und die Vernunft durchsetzen werden. Denn so leicht darf keiner aufgeben.

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