Nahrungsvernichtung

Ich bin ein Sünder und werfe auch nicht den ersten Stein. Aber: Es ist auch mir ein Dorn im Auge, dass so viel weggeworfen wird: http://kath.net/news/49280 Das ist unsere Schuld am Menschen, aber auch am Tier. Am Tier, weil viele nur getötet und dann weggeworfen werden. Wir sind so toll im Organisieren von allem möglichen, vieles klappt vorzüglich. Aber in Hinsicht, dass nicht mehr Tiere getötet werden als notwendig ist, klappt es überhaupt noch nicht. Wir schöpfen aus dem Vollen – und hinterlassen viel Leiden.

Neulich gab es ein Bild, in dem gezeigt wurde, wie irgendwo im hinduistischen bereich die Menschen durch Blut und tote Tiere wateten – es war ein Opferfest. Man empört sich. Sieht ja auch grauslich aus. Aber wir sind da auch nicht besser. Es ist nur verborgener. Verantwortlicher Umgang mit Schöpfung sieht anders aus.

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Religion und Placebo

Religion ist ein Placebo – Hauptsache, sie wirkt: http://www.idea.de/nachrichten/detail/glaube/detail/warum-macht-religion-gesund-89520.html

Auch hier scheinen Säkulare umzudenken: Vor kurzem wurde Religion noch als für den Menschen schädlich bezeichnet und diese Botschaft wurde auch in aller Welt verkündet. Heute kann man der staunenden Menschheit zumindest sagen: Sie tut den Menschen gut. Das ist aber alles nicht religiös zu erklären, so die säkularen. Das heißt weiter? Also kreieren wir eine säkulare Religion, etwas, das so tut, als sei es Religion, damit wir den Religionen die Gesundheit entziehen können.

Der europäische Buddhismus ist auch Religion für Areligiöse. Man sagt: Buddhismus ist keine Religion – aber dann machen wir alles spirituell, damit die Seele aufatmen kann – freilich darf dabei die Seele nicht spirituell verstanden werden. Dann macht man Yoga, fühlt sich im Nirwana, sucht sich spirituelle aber areligiöse Gurus und wie auch immer die areligiösen spirituellen Führer heißen mögen – Hauptsache, es hat mit Religion nichts zu tun.

Und dann sage man noch, der Mensch habe nichts gegen Gott.

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Prostitution

Das neue Prostitutionsgesetz ist zum Teil wirklich eine Lachnummer: Kondompflicht http://kath.net/news/49373 Aber leider ist das Thema zu ernst, als dass man darüber lachen kann. Auch die Gewerkschaft der Polizei hält das für lächerlich: http://www.shortnews.de/id/1141534/prostitutionsgesetz-polizeigewerkschaft-haelt-kondompflicht-fuer-laecherlich Dass es auch etwas Gutes hat, sieht Lea Ackermann, denn durch den Untersuchungszwang kann evtl. Menschenrechtsverletzung aufgedeckt werden: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-02/32755759-frauenrechtlerin-neues-prostitutionsgesetz-ist-enttaeuschend-003.htm, Was allerdings Aktivistinnen für Prostitution nicht besonders gut finden. Sie wollen lieber eine kostenlose und anonyme Möglichkeit für Prostituierte, sich untersuchen zu lassen. Dass freilich Aktivistinnen für die nicht besonders gute Situation mit verantwortlich sind – man wollte die Befreiung der Prostituierten und förderte die Unterdrückung – sollte vielleicht ein wenig kleinlauter machen, aber wie dieser Artikel zeigt, sie sind es nicht: http://www.tagesschau.de/inland/prostitutionsgesetz-107.html Man hat fast den Eindruck, dass manche Einwände wieder gesteuert sind.

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Kirchenasyl

Kirchenasyl ist nötig, wenn wirklich eklatantes Unrecht in dem Sinne vorliegt, dass jemand in ein Land abgeschoben werden soll, in dem er um sein Leben fürchten muss, befürchten muss, verfolgt und bedrängt zu werden. Es kann ja auch sein, dass staatliche Stellen Argumente übersehen. Aber es muss äußerst restriktiv gehalten werden – gleichzeitig muss man aufpassen, dass der Staat seine Finger nicht ungefragt in die Kirchen ausstreckt. http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/bundesinnenminister-gegen-kirchenasyl-90925/

Zum Thema Kirchenasyl: http://www.welt.de/politik/deutschland/article137203084/Das-Oktoberfest-ist-eine-offene-Drogenszene.html

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Ukraine – Russland und Merkel + USA

Ich finde sehr gut, was Merkel und Hollande gemacht haben, unabhängig vom Ergebnis. Denn das ist Politik.

Politik ist nicht, die Bedrohungsschraube immer höher zu drehen. Politik ist nicht, ständig Drohungen und Sanktionen auszusprechen. Politik ist nicht, was Russland macht, die Kampfflugzeuge in die Gegend rumzuschicken. Das ist alles keine Politik.

Politik ist die Initiative von Merkel und Hollande zu nennen. Politik wäre nun, herauszufinden, warum Putin so reagierte, denn es kann ihm ja nicht daran gelegen sein, Krieg zu führen. Dass die ukrainische Regierung einfach kriegsmäßig reagiert, kann man verstehen, da sie ja noch keine Erfahrung mit Politik hat. Sie denkt nur in kriegerische Kategorien, darum muss man als Politik erfahrene Regierungen mit ihr und für sie denken.

Freilich vermute ich, dass Putin auch nicht viel tun kann, außer eben die Rebellen auszuhungern. Da er es nicht tut, muss man sich die Frage stellen: Warum nicht. Und an dieser Stelle müssen nun die EU und die Nato politisch tätig werden und nicht in expansiven Kategorien denken. Aber das übersteigt die Macht von Merkel und Hollande.

Die US-Regierung muss auch beginnen in politischen Kategorien zu denken und nicht: Wir gehen voran – alle folgen – wohin auch immer. Und das werfe ich dieser Obama-Regierung vor: Sie ist nicht in der Lage politisch klug zu handeln. Obama wollte für die Welt alles, alles Gute – und sprachs – aber weil die Welt nun mal so ist wie sie ist, folgt sie ihm nicht. Und dann gibt es kein politisches Konzept. Genauso Putin: Hat er ein politisches Konzept?

Die einzigen, die sich hierin eben als Politiker erweisen sind Merkel und Hollande. Hoffen wir, dass sie angesichts all der verbohrten apolitischen Regierungen Erfolg haben werden. Hoffen wir, dass die Regierungen nicht verblendet sind und unverantwortlich handeln.

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Papstwort: Schlagen

Es ist für einen Papst nicht leicht, die Menschen in der ganzen Welt anzusprechen. Sie haben unterschiedliche Gesetze, Regeln, Normen, Werte. Und wir in Deutschland sind äußerst fortschrittlich. Darum empört man sich auch über die Worte des Papstes, dass man ein Kind schlagen darf – ohne es zu erniedrigen. Wir können froh sein, dass wir in unserem Land eine andere Sicht entwickelt haben. Wir können aber auch froh sein, dass der Papst den Menschen in anderen Ländern das sagt, in denen die Prügelstrafe entwürdigen soll – und da sind solche Worte dann Fortschritt: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article137200395/Wie-der-Papst-das-mit-der-Haue-gemeint-hat.html

Apropos Fortschritt: Wir sollten uns nicht voreilig zu den besseren Menschen erklären, denn wir sind fortgeschrittener darin, psychischen Druck auszuüben. Das ist nicht unbedingt ungefährlicher für ein Kind.

Wer Kindern bislang ohne Erpressungsversuche begegnet ist, werfe den ersten Stein… Natürlich haben es kinderlose sensible Zeitgenossen viel leichter, sich über die bösartigen Eltern zu empören. Sie können den ersten Stein werfen…

Interessant, dass in letzter Zeit der Papst als Haudegen medial rüberkommt.

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Finstere und kranke Russen + USMachtwort

Uuuuu – wie dunkel: „Mächtige Russen wollen die EU spalten und kämpfen für eine Vorherrschaft Moskaus“ http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/russland-griechenland-verbindung-alexander-dugin-konstantin-malofeev-panos-kammenos Da wurde mal wieder etwas Gehacktes veröffentlicht: Eine Hochzeitsgästeliste. Natürlich sagen Hochzeitsgästelisten viel aus – aber ich bin noch immer dagegen, dass unsere Medien gehackte Informationen weitergeben. Briefgeheimnis scheint nicht mehr zu gelten – oder?

Mir gefallen solche uuuuuu-Formulierungen: Mächtige Russen… – zeigen sie doch, wie verbale Propaganda funktioniert.

Und dass Putin schwer krank sein soll, das haben wir schon vor einigen Monaten in den Medien lesen dürfen. Jetzt lesen wir, er habe das Asperger-Syndrom: http://www.focus.de/politik/ausland/keines-kommentars-wuerdig-asperger-syndrom-sprecher-reagiert-wuetend-auf-putin-geruechte_id_4458320.html Es täte mir Leid, wenn er krank wäre, aber solche Meldungen sind doch nichts, das sie das Vertrauen in unsere Nicht-Lügenpresse-Sein-Wollende-Presse Eingang finden sollte. Es sei denn, man hat den Hausarzt Putins gehackt – dann will ich natürlich alles ganz genau wissen, bis hin zu den Blut- und Leberwerten.

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Nun kommt von den USA ein Machtwort mit Blick auf Russland. Die USA verordnen Einigkeit: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-joe-biden-verordnet-europa-einigkeit-a-1017157.html Da muss man sich ja als souveräne Staaten echt dran halten.

Merkel darf sich von den USA nicht kleinkriegen lassen: http://www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/fietz-am-freitag-wueste-und-wirre-beschimpfung-aus-usa-merkel-darf-sich-davon-nicht-beirren-lassen_id_4459147.html

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Es bleibt spannend: Auch wenn das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Merkel, Hollande, Putin, Poroschenko mager sein soll – wenn es die richtigen Punkte betrifft, kommt man ja weiter. Mein Problem ist, dass die Nato-Frage sicher keine Rolle spielt, denn, sonst müsste die Verhandlung ausgeweitet werden. Von daher habe ich auch wenig Hoffnung, es sei denn, Neutralität und Föderalismus sind auch anders durchzusetzen.

Feiglinge oder Vernünftige?

Es ist fatal, wenn einzelne Gruppen in der Öffentlichkeit signalisieren, dass sie sich von Terroristen einschüchtern lassen. Warum? Je geschlossener eine Gesellschaft den Terroristen entgegentritt, desto weniger werden einzelne Personen herauszupicken sein. Das ist wie bei den Staren oder Fischschwärmen – zudem eine altbekannte Weisheit. Und wenn nun einzelne Museen, Theater, Karnevalisten, Medienmacher aus Angst vor Islamisten die Kurve kratzen, bleiben immer weniger zurück, die eine wunderbare Zielscheibe bilden.

Zudem arbeiten ja die Islamisten-Terroristen und die OIC im Ziel zusammen: Die Organisation für islamische Zusammenarbeit versucht auf politischer Ebene Druck auszuüben, während die Islamisten es auf ihrer gewalttätigen Weise versuchen. Und beiden muss man als Einheit, als Wertegemeinschaft widerstehen.

Die islamische Welt ist eine Einheit. Wenn in Dänemark, Frankreich, den USA irgendeiner etwas macht, was ihnen nicht passt, dann gibt es brutale Randale in Pakistan, in Afrika, in wer weiß wo. Sie stehen als Einheit zusammen und da kann man schlecht zwischen Islamisten und Muslimen unterscheiden.

Und wenn unsere Gesellschaften, ob nun im Westen oder in Russland oder sonstwo, immer weiter umkippen und mitmachen – und sei es beim Halal-Essen (Tierschutz), sei es bei den Frauenrechten (Bekleidung als Unterdrückungsfaktor bzw. den angeblich unislamischen Genitalverstümmelungen bei Mädchen), sei es in der Anthropologie insgesamt (das muslimische Kollektiv geht vor dem Individuum), der Stellung zur Meinungsfreiheit (man darf alles sagen, was nicht den Islam kritisch tangiert), der Vorordnung der Scharia vor dem säkularen Recht – dann haben Einzelne immer stärkere Lasten und Gefährdungen auf ihren Schultern zu tragen. 

Das gilt auch für Muslime. Die einzelnen mutigen Muslime in unserem Land, die sich für einen humanen Islam einsetzen, die haben es schwer, weil sie auf weiter Flur allein stehen – auch wenn sie medial ständig präsent sind (wobei da freilich nicht nur freie Muslime präsentiert werden, sondern auch solche, die dem strengen Islam folgen, ihn jedoch nur schmachkhaft und harmlos dem staunenden Publikum darlegen. (So kann man natürlich den Islam in höchsten Tönen preisen und sagen wie toll und frei und human er ist, wenn man gleichzeitig verschweigt, dass Männer und Frauen einander nicht die Hand geben dürfen. Oder man kann sagen: Ich trage das Kopftuch ganz freiwillig und es werden keine Zwangsehen geschlossen – gleichzeitig aber jeder Eingeweihte weiß: Es ist ein schlechtes Zeichen für die Eltern, wenn sie die Töchter so erzogen haben, dass sie kein Kopftuch anziehen wollen bzw. sich selbst einen Lebenspartner aussuchen wollen.)

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