Wir benötigen unbedingt den Kampf gegen Rechtsextremismus. Das ist nicht die Frage. Wir dürfen es nicht zulassen, dass diese Menschenverächter einen Fußbreit Raum in unserem Land bekommen. Das Problem wird jedoch nicht dadurch gelöst, dass linke Gruppen definieren, was Rechtsextrem bzw. rechtes Hatespeech ist. Das muss von der Mitte der Gesellschaft ausgehen. Und Fremdenfeindlichkeit ist nicht unbedingt rechtsextrem. Sie kann ganz einfach Folge falscher Politik sein, einer Politik, die die einheimische Bevölkerung dem Leiden zuführt. Und so lange die falsche Politik weiter verfolgt wird, so lange wird es auch Aggressionen gegen Fremde geben – und sie werden durch die falschen Entscheidungen der letzten Monate auch forciert. So einfach ist das. Und wenn man Linksextreme und Linke damit beauftragt, ihre Gegner als rechtsradikal zu denunzieren, muss man sich auch nicht wundern, wenn sich viele unter den Rechtsradikalen zusammentun. Das Übel ist die falsche Politik. Und sie wird forciert durch Maas, indem er einer linken Gruppierungen etwas zuschiebt, das Aufgabe des Staates ist, dadurch, dass im Grunde nur geredet wird, aber konkrete Taten nicht folgen, im Gegenteil, durch die EU noch torpediert werden. Man lernt einfach nicht dazu – selbst durch Brexit nicht. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingsunterkunft-in-rostock-richtiger-schritt-fatale-wirkung-a-1105986.html
Leichtsinn deutscher Ämter: Gefälschte Pässe können nicht erkannt werden, weil sie nicht die Lesegräte kaufen: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/unglaublich-buergeraemter-koennen-gefaelschte-paesse-nicht-erkennen Irgendwie hat man den Eindruck, dass es manchen Verantwortlichen schlicht und ergreifend egal ist, was aus ihrer Stadt und aus unserem Land wird: Illegale Einreisen, mutmaßliche Illegale dürfen nur begrenzt überprüft werden (könnte manche Volksgruppen diskriminieren), Unterkünfte werden nicht überprüft,- und dann das.
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Drei Nordafrikaner haben Zugreisende beraubt, wurden festgenommen – frei gelassen – haben dann einen Drogeriemarkt und einen Elektromarkt ebenfalls beraubt – wurden frei gelassen…
Jeder Raub wird als Angriff auf die Person erfahren. Weckt Ängste, Unsicherheiten, Zorn, ruft Aversionen gegen Flüchtlinge hervor. Und die Justiz? Sie fördert das durch solche Maßnahmen, die sie nicht ergreift. Und wenn die Gesetze wirklich keine andere Entscheidung ermöglichen, dann sollte die Politik an die Nase gepackt werden: Ändert sie!
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Dieser spiegel-Artikel springt Merkel gegen Seehofer bei, denn er gibt Seehofer nur zum Teil wieder. Und das ist Journalistisch unsauber: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-distanziert-sich-von-angela-merkels-wir-schaffen-das-a-1105484.html Seehofer hat sehr bedächtig weiter geführt, dass er Amtswegen viele Informationen bekommt, die es verhindern, leichtfertig von Wir schaffen das zu reden. Es müsse noch sehr viel getan werden, damit man es schaffen könnte. So mit meinen eigenen Worten wiedergegeben.
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Apropos Clinton: Ich finde, sie hat manchmal einen Anflug von Wahnsinn in den Augen. Eigenartig.
Witzig: Kipping griff laut Tagessschau Seehofer wegen seiner Äußerung an, die sie nur zum Teil wiedergegeben hatte – und sagte dann genau das, was Seehofer gesagt hatte, als ihre Meinung. Aber so ist nicht nur Kipping. Das ist Kennzeichen unserer politischen Kultur. So geht man mit politischen Gegnern auch in den Medien um.
Die Österreicher sind zu loben. Sie durchschauen das üble Spiel – und wollen es nicht mitspielen. Sie demaskieren Erdogan – denn ohne die EU ist die Türkei bankrott: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/02/oesterreich-ohne-eu-steuert-tuerkei-auf-staats-bankrott-zu/ Die EU muss sich nicht erpressen lassen. Sie muss natürlich so lange gute Mine zum äußerst üblen Spiel machen, so lange noch eine Hoffnung besteht, dass Erdogan oder zumindest manche in seiner Regierung zur Vernunft kommen – aber es sieht immer weniger danach aus. Er macht wirklich alles kaputt, was er aufgebaut hat. Das einzige, was er aufbaut, sind die Speichellecker, oder besser gesagt: Man muss Verhandlungen so lange herausschieben wie möglich, damit die Flüchtlinge nicht nach Europa geschickt werden. Aber was Juncker gesagt hat: Er hat im Interview-Ausschnitt in der Tagesschau gesagt, dass die Todesstrafe (mit eigenen Worten) worst case wäre. Nicht schon das, was jetzt passiert? Das lässt Schlimmes ahnen, nach dem Motto: EU sagt Erdogan: Wenn Ihr die Todesstrafe einführt, dann habt ihr die rote Linie überschritten – alles andere ist verhandelbar?
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Ich denke, es ist in der Türkei zu spät. Es wird keiner mehr den Aufstand wagen und überhaupt andenken können. Erdogan ist – wie eine Köln-Demonstrantin sagte – wie ein Vater. Es setzt wie bei einem Vater aus diesem Kulturkreis Prügel und vielleicht bald die Todesstrafe, wenn jemand dem Vater der Türken nicht als speichelleckendes Liebkind kommt: http://www.focus.de/politik/ausland/macht-wahn-erdogan-wohin-gehst-du-tuerkei_id_5753738.html
Erinnern wir uns doch an unseren Herrn Altmaier: „Türkei europäischer als viele EU Mitgliedsstaaten“ http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_77068008/altmaier-tuerkei-europaeischer-als-viele-eu-mitgliedsstaaten-.html Wann gab er das von sich? Gerade mal fünf Monate ist das her und zeigt die furchtbare Naivität unserer Regierenden eklatant: Erdogan hat die Flüchtlinge losgelassen, um sein Ziel in Europa durchzusetzen. Und dieser Herr aus der Regierung erkennt das nicht – was übrigens damals auch schon zu erkennen war. Nicht nur mein Blog bezeugt das.
Ich bewundere Erdogan: Jetzt droht er auch noch Italien wegen Ermittlungen gegen seinen Sohn: https://www.berlinjournal.biz/erdogan-droht-italien-wegen-geldwaesche-ermittlungen-gegen-seinen-sohn/ Warum ich ihn bewundere? Er muss über alle seine Drohungen, Anzeigen, usw. usw. die Übersicht behalten. Wahrscheinlich hat er deshalb die Anzeigen in der Türkei zurückgezogen, weil er selbst nicht mehr durchblickt.
Manche nennen die SPD schon Scharia Partei Deutschlands. Nun denn, ein Türke, der die Demo in Köln beantragt hatte, ist SPD-Mitglied. Aber das sagt gar nichts. Man versucht die Parteien zu unterwandern und dann ins Rampenlicht zu treten, wenn es für die jeweilige zugereiste Klientel richtig erscheint. Ich hatte das schon häufig im Blog: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/spd-mitglied-meldete-erdogan-demonstration-an/
Steinmeier fordert sichere UN-Zugänge zu Aleppo. Fordert jeder. Nur: Was bringt das? Die Islamisten werden einen Teufel tun, um die Bevölkerung in diesem Bereich zu lassen, das dient der Propaganda. Zudem: Wer garantiert, dass die UN diesen Zugang nicht nutzt, um die Islamisten zu unterstützen? Es herrscht Krieg. Und die Islamisten müssen vertrieben werden. Und wie kann man die Zivilbevölkerung schützen und gleichzeitig die Islamisten vertreiben? Ich denke, diese Frage kann keiner beantworten. Es ist sehr schlimm. Aber die Islamisten müssen weg. Bevor sie nicht weg sind, werden die Menschen dort keinen frieden mehr haben und die Flüchtlinge werden nicht heimkehren können.
Mein Problem: Mit den Flüchtlingen läuft sehr, sehr viel falsch. Man muss mit den Kriminellen und Kleinkriminellen anders umgehen. Und dazu muss die Politik einen Weg finden. Ebenso die Justiz. Mir fällt kein demokratisch gangbarer Weg ein – aber es muss einer gefunden werden, damit diese – auch die Kleinkriminellen – nicht das Zusammenleben mit den friedlichen und nicht kriminellen Ausländern stören. Das geht nicht mehr lange gut. Natürlich muss man sich gegen negative Strömungen in der Gesellschaft wenden. Aber das geht nur eine gewisse Weile lang.
Manchmal gibt es Zeiten, da denkt man: Ich kann nicht mehr. Und dann sagt man sich: Noch 10 Schritte. Und dann noch 10 Schritte und dann noch 10 Schritte… – und man erreicht das Ziel.
Paulus sagt, dass das die Kraft Gottes ist, die uns ermöglicht, weiter zu gehen als wir können. Andere sagen: Letzte Kräfte werden mobilisiert.
Ist es wirklich nur Interpretation?
Wie dem auch sei: Wenn es die Kraft Gottes ist, dann habe ich sie immer, eine unversiegbare Quelle. Wenn es die eigene Kraft ist, dann kann sie wirklich einmal erschöpft sein.
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Jetzt schweige ich vielleicht wieder eine Woche lang.
Auf Youtube gibt es einen Kanal mit den 100 neuesten christlichen Liedern: https://www.youtube.com/playlist?list=PLfeLRAbgkxUhIsM4FbLyCb-SsW8PGQHY1 Spannend ist die hier gesammelte Vielfalt – wobei es weitgehend um Rock und Pop usw. geht – nicht um klassische Stile. Die kämen ja noch dazu.
Als Christen achten wir Muslime, lehnen aber die Religion des Islam ab: http://kath.net/news/56133 Es ist nicht Aufgabe der Christen, den Islam zu verteidigen. Christen haben Jesus Christus zu verkündigen. Der Islam muss selbst sehen, wie er sich als Religion durchsetzt.
Ja, aber als Menschen, die zum Wohl des Staates wirken – müssen wir uns nicht auch Gedanken über den Islam machen? Können wir nicht auch versuchen, ihm Wege zu weisen (auch wenn wir wissen, dass diese kaum gegangen werden)? (Dazu siehe meine Beiträge zu Koran und Hermeneutik – im Suchfeld Hermeneutik eingeben…)
Vorbereitung auf den Anschlag auf Sikhtempel durch – Islamist, frommen Muslim, Extrem-Muslim, psychisch kranken Muslim, schnell radikalisierten Muslim, überhaupt nicht radikalisierten Muslim, kein wahren Muslim – keine Ahnung: Bewährungsstrafe und gemeinnützige Arbeit für einen, der mitgemacht hat, aber nicht am Anschlag selbst beteiligt war: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/anschlag-auf-sikh-tempel-bewaehrungsstrafe-fuer-helfer-a-1105450.html
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Geradezu als menschenverachtend gemein ordne ich die Interpretation des Mordes der Frau in Reutlingen ein. Sie wird gestalkt – dann ermordet, dann wird verharmlosend von Beziehungsproblemen geredet.
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Rückblick auch noch zum so genannten Amok von München: Es gibt Experten, die das Vorgehen als Amok bezeichnen und es gibt Experten, die das Vorgehen als Massenmord bezeichnen: http://kath.net/news/56116
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Es war nur eine Frage der Zeit, bis in Europa ein Priester in der Kirche von Islamisten ermordet wird. Anzeichen gab es schon viele: Störungen von Gottesdiensten, Störungen von Wallfahrten und Fronleichnam-Umzüge und andere christlichen Traditionen, Angriffe auf Kirchengebäude. Angriffe durch Islamisten und frommen Muslimen sind weltweit gang und gäbe. Was in Frankreich geschieht, geschieht schon seit Jahren weltweit. Keinen kümmert es. Und das ist auch die Folge: Weil es keinen kümmerte, wird Europa davon auch nicht verschont bleiben: http://www.cicero.de/weltbuehne/priestermord-in-frankreich-angriff-auf-die-christenheit
Hatte ich das nicht neulich im Blog? Deutschland als Teil der Türkei? http://www.focus.de/politik/videos/kritik-am-kurs-der-kanzlerin-experte-erdogan-betrachtet-deutschland-vermutlich-bereits-als-kolonie_id_5768313.html Wenn Erdogan seine Anhänger loslässt, dann zittert Berlin. Darum die Versuche, die Erdogan-Türken zu beschwichtigen, statt ihnen klare Grenzen aufzuzeigen. Aber auch Berlin lernt langsam dazu, wenn es das auch selten zugibt. Es ist gut, dass die Erdogan-Türken-Demo stattfindet, dann kann der Verfassungsschutz schon mal ein paar Fotos machen – wer weiß, vielleicht werden sie einmal als nationalistisch-islamistische Extremisten-Gruppe verboten.
Was jetzt noch geschehen muss, damit Erdogan die Wirtschaft wieder aufbaut: Er muss nur noch die Besitztümer der ganzen Verhafteten für den Staat beschlagnahmen, sie an Meistbietende Fans und Schnäppchenjäger im In- und Ausland verkaufen, die Familienangehörigen in die Sklaverei – das heißt: Erziehungs- und Arbeitslager bringen. Und was macht die EU, was macht die Nato? Hoffen, dass bald keiner mehr darüber spricht. Die sind alle so still angesichts der schlimmen Ereignisse in der Türkei!
(Nachtrag: Erdogan zieht Beleidigungsklagen zurück. Sind ihm die Anwälte ausgegangen, weil er sie verhaften ließ?)
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Das Wichtigste der letzten Wochen waren weder Brexit noch das Türkeidrama, weder der Amoklauf in München noch die Selbstsprengung in Ansbach noch die Terrorfahrt in Nizza und die Messer-, Axt- Macheteangriffe und zahlreichen Vergewaltigungen. Das hat viele in Europa beschäftigt. Was beschäftigte Anfang Juli das EU-Parlament? Emissionsgrenzwerte für Rasenmäher und andere Motoren: http://www.eu-info.de/dpa-europaticker/272757.html Es ist doch gut: Das EU-Parlament als Fels in der Brandung: Mag die Welt auch untergehn, Brüssel beschließt tapfer irgendwas.
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Die beste Satire war das hier: Man muss mehr Angst vor Ersticken an Nahrungsmittel haben als vor Terroristen. Auf diese Idee, das zu vergleichen, muss man erst mal kommen!
Amokläufer wird zum Rechtsextremisten erklärt, weil er Hitler-Fan und Arier-Fan sei. Dagegen zu Recht: https://philosophia-perennis.com/2016/07/28/news-faz-muenchen/ : Iran = Land der Arier, Muslime sind nicht selten Hitlerfans, das hatte ich im Blog schon häufiger thematisiert, dass Mein Kampf Bestseller ist. Man sollte die Terminologie differenziert wählen, zumindest in der FAZ. Aber wenn man meint, man sei einer heißen Nachricht auf der Spur, kann das schon die Sinne vernebeln. Hier gibt es den Versuch, das Thema differenzierter anzugehen: http://www.cicero.de/berliner-republik/attentat-in-muenchen-arierkult-und-islamfeindschaft
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Bei diesem Wochenrückblick darf einer natürlich nicht fehlen: Erdogan. Er bringt Todesstrafe in die Diskussion und sagt dann: Wenn die Bevölkerung sie will…
Und die Verhaftungen nehmen kein Ende, die Zerschlagung der gesamten Zivilgesellschaft nimmt kein Ende. Hoffentlich ist der Spuk bald vorbei, bevor die ganzen Strukturen zerstört sind. Noch können die Verhafteten und die Entlassenen wieder an ihre Plätze. Je länger es dauert, desto schwerer wird es für das Land. Dieser Emporkömmling Erdogan kann doch nicht die Türkei in den Abgrund stürzen.
Der Papst als Sozialarbeiter an der Spitze der katholischen Kirche – darum viele seiner Aussagen, die theologisch – aber darum auch politisch – nun ja sind. Das mag mein persönliches Manko sein, aber ich denke, wir sollten auch als Kirche vorsichtig sein, dass wir nicht Ideologen sind, sondern Verantwortung tragen für eine Gesellschaft, in der wir stark sind. Ich denke, das habe ich nicht zuletzt von Augustinus gelernt: https://philosophia-perennis.com/2016/07/29/papst-polen/
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Anmerkungen von Martin Lohmann die Kardinal Woelki hören sollte: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/derselbe-gott/ Eine theologische Frage. Ich weiß, nicht jeder mag sie. Aber von ihr hängt sehr viel ab. Nicht nur für die christliche Theologie, sondern auch für die Gesellschaft, denn Antworten der Religion prägen die Gesellschaft.