Maximilian Alexander Woloschin

Aus dem Gedicht habe ich aus Gründen des Copyrights nur wenige Worte stehen gelassen:

Terror
Arbeit bei Nacht

Hastig Urteile
verteilten an Soldaten Wodka.

Riefen Männer und Frauen
Nahmen Kleider ab
Karrten Gefangene weg.
Nachts trieb man sie
Über den Eis-Schlamm
Vor die Stadt
an den Rand der Schlucht,
Erschoss sie

Erstach sie.
Wälzte Lebende in die Grube

Schüttete Erde darauf.
Beim Morgengrauen s
chlichen
Frauen, Mütter, Hunde.
Scharrten die Erde auf, nagten an Knochen,

Küßten das geliebte Fleisch.

Das Gedicht musste weitgehend übernommen werden, um die folgende Darlegung verstehen zu können. Lesen wir als Deutsche das Gedicht, denken wir vermutlich automatisch an die Zeit des Nationalsozialismus, in der Menschen wie hier beschrieben ermordet wurden, wahllos hingerichtet, geordnet, gezielt, in Gruben verscharrt. Aber es handelt sich um ein Gedicht aus dem Jahr 1919. Entnommen aus: Russische Lyrik. Gedichte aus drei Jahrhunderten. Ausgewählt und eingeleitet von Efim Etkind, Piper Verlag München, 2. Auflage 1987, 356; übersetzt von Rolf-Dietrich Keil.

Der ukrainisch-russische Dichter, Maler, Publizist Woloschin (1877/8-1932) lebte in einer Zeit, in der das Leben in Russland/Sowjetunion äußerst kompliziert war. Vorrevolutionäre Stimmungen, dann 1917 die heftigen folgenreichen revolutionären Auswüchse. Seinen Band „Gedichte über Terror“ brachte er 1923 in Berlin heraus – in der Sowjetunion wurde es verständlicherweise nicht gedruckt. (Bibliographische Angaben s. https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Alexandrowitsch_Woloschin )

Er lebte einige Zeit in Westeuropa, erlebte nach Russland zurückgekehrt 1905 den so genannten Petersburger Blutsonntag, als vor dem Zarenpalast mehr als 100/400 friedlich demonstrierende Menschen erschossen wurden. Seitdem gab es in Russland überall Aufstände, Morde. Er war Pazifist und weigerte sich, an Kriegshandlungen teilzunehmen. Während der Revolution versuchte er beide Parteien – die Roten (von Trotzki gegründete Rote Armee – Kommunisten), und die Weißen (Demokraten, Nationalisten, Konservative, nicht extremistische Sozialisten) – zu versöhnen, nahm von beiden Menschen auf, die sich vor der jeweils anderen verbergen wollten. Denn diese Gruppen bekämpften sich mit allen Mitteln – terrorisierten auch die Zivilbevölkerung. Der Bürgerkrieg hat bis zu 10 Millionen Menschen das Leben gekostet. Die Rote Armee besiegte die Weiße Armee in den unterschiedlichen Bereichen Russlands 1920-1922 (Gründung der Sowjetunion). Überwiegend lebte Woloschin an der Südküste der Krim. Dort besiegten die Roten die Weißen 1921.

*

1919 wurde in Russland durch die genannten Armeen herumgemordet – ca. 20 Jahre später durch die nationalsozialistischen Ideologen. Die Kämpfe in China – unter dem stalinistischen Kommunismus auch der Stalin-Fan Mao, der sich dann von der Sowjetunion freikämpfte -und die massiven Bürgerkriegszeiten in China, die Kämpfe, Vernichtungen von Menschen in den 40er bis in die 60er Jahren. Ein ungeheures Blutbad. Raffiniert und hinterlistig durchgeführt zum Teil, von Intellektuellen und Fans in aller Welt goutiert. Schlimme Zeiten – ein wenig aufgearbeitet von einem Überlebenden, Solschenizyn (Sowjetunion). Wie sieht es mit der Aufarbeitung der chinesischen Revolution aus – auch die Geschichte der Mao-Fans in Europa? Aus Perspektive der Opfer?

Diese im Gedicht geschilderten Hinrichtungen kann ich im Augenblick weltweit nicht sehen, wie noch vor wenigen Jahrzehnten in Bosnien (1995) und in anderer Form in Ruanda (1994). Wie sieht es durch die letzten Jahrzehnte bis heute in den Lagern aus? Den Lagern Chinas, Nordkoreas? Wie in den vielen Lagern, Gefängnissen der Welt, in denen Gefangene aus politischen, religiösen, ethnischen Gründen inhaftiert sind? Eritrea? Iran? Pakistan? Myanmar? Belarus? Vietnam? Laos? Türkei? Iran? Venezuela, Nicaragua? Was geschieht in Äthiopien? Das sind nur die Namen der Länder, die mir spontan eingefallen sind. Wann werden ehrliche Aufarbeitungen dieser brutalen Zeiten – aus der Perspektive der Opfer – möglich sein?

Mitleidlos, gebeugt, nackt, kontrolliert, gefoltert, herumgekarrt, ohne zu wissen, was mit ihnen passiert, in Finsternis herumgeschubst, vorwärts getrieben in den Tod, frierend – so im Gedicht -, aber in manchen Staaten vegetieren sie dahin in überhitzten Containern. In Dunkelheit – in grellem Licht, Tag und Nacht, Zeitlosigkeit bemächtigt sich ihrer. Überfüllte, vor Schmutz starrende Lager, saubere, glänzende Stätte der Vernichtung, Orte des Hungers nach Nahrung und Geborgenheit, Orte Hasses, der Folter, der emotionslosen Erniedrigungen, der zerstörten Gewissen, der zerbrochenen Seelen, verlorene Achtung vor Gott und Mensch. Orte, wie auch immer, in denen Menschen erzogen, gebrochen, gehirngewaschen werden sollen.

Ja, es gibt Unterschiede. Das Gedicht beschreibt andere Situationen, als wir sie in den genannten Ländern vorfinden. Aber gleich ist die Menschenverachtung, es geht darum, dass Gerechtigkeit und Recht keine Rolle spielen. Menschen werden mit Wodka (so das Gedicht), aber auch mit anderen Drogen, mit Karriere- und Finanz-Versprechungen dazu getrieben, andere zu vernichten. Eigene Ängste, selbst unter die Zertretenen zu geraten, wenn man nicht mitmacht. Menschen, die Lügen glauben, die sich barbarischen Autoritäten unterwerfen, sadistische Machtfülle spielt eine Rolle, unkontrolliert oder gefördert durch den Staat. Ideologien – Drogen, die dazu verführen, Menschen nicht als Menschen zu sehen, sondern als Feinde, als zu vernichtende, lästige Insekten. Wesen, die auf dem Weg in die heile Welt der Ideologie stören. Nicht nur stören, sondern auch für Schlimmes verantwortlich gemacht werden – und darum verachtet, verspottet und vernichtet werden müssen.

Wo werden heute die erniedrigten und vernichteten Menschen entsorgt? Verbrannt, um Spuren zu beseitigen? In Massengräbern? Irgendwo zerstreut in den Wäldern, Meeren, Flüssen, zerrieben unter Steinen? Zerfleddert von Tieren? In Säure? Welche Felder oder Wälder wachsen üppig, weil die Leiber der Opfer sie düngen? Verschollen? Keiner weiß? Namenlos? Oder: Den Angehörigen als Asche übergeben mit der „traurigen“ Mitteilung, dass der Angehörige leider an einer Krankheit, auf der Flucht verstorben ist?

Wo sind all die Opfer begraben? Werden die Friedhöfe in Zukunft zu Orten, an denen man ihrer gedenkt, ihrer gedenken darf, weil endlich die Tyrannen und die tyrannischen Gruppen selbst unter der Erde liegen? Angehörige werden die Opfer suchen, sie nicht finden – finden sie einen Ort der Trauer? Sind sie selbst verrückt geworden, zerbrochen, zermürbt? Opfer, lebende Tote? Warten – hoffen – sehnen? Den Opfern den erniedrigten Namen zurückgeben. Ihn in Ehren halten. Jetzt schon ihre Namen eruieren, unabhängig von ihren politischen, religiösen, ethnischen Hintergründen, damit sie eines Tages als leuchtendes Beispiel für Menschsein gelten. Menschen, die in Freiheit leben dürfen, haben auch Aufgaben, damit die Tyrannen nie und nimmer siegen.

*

  • Es liegt an uns, den Mitmenschen ein Wolf zu werden – oder ein Mensch, der die Hand reicht, stärkt.
  • Es liegt an uns, mit der Menge mitzuheulen, zu grölen, kreuzige ihn! – oder die Stimme in Klugheit dagegen zu erheben, auch wenn sie schwach ist?
  • Es liegt an uns, mitzumachen, andere zu erniedrigen – oder auf Seiten der Erniedrigten zu stehen und sie aufzurichten.
  • Es liegt an uns, andere in die Kategorie Feind einzuordnen und sie zu vernichten suchen – oder als Mensch immer neu versuchen, auf den anderen zuzugehen.
  • Es liegt an uns, gleichgültig zu sein, ob wir Gewalt an anderen ignorieren, sie übersehen – oder ob wir uns für sie einsetzen, auch wenn es für einen selbst gefährlich werden könnte.

*

Woloschin hat einige Texte mit Christus im Zentrum geschrieben – vor und nach seiner Annäherung an die Anthroposophie. 1918 entstand das Gedicht „Das taubstumme Russland“. In diesem zeigt er auf, dass Russland ein von Dämonen besessenes Land ist. Es bleibt den gepeinigten Menschen nur noch, Christus zu bitten, er möge kommen, es bleibt nur noch das Wissen, dass einer – Christus – kommen wird, der dem Satan befiehlt: „Fahre aus!“ – in Anlehnung an Markus 5,8. (Ähnliche Hoffnung auch in dem Gedicht von 1917: „Die taubstummen Dämonen“: Diese gehen über die Erde – bis Christi Antlitz aus den Wolken in die Finsternis leuchtet)(*) Und im gleichen Jahr, in der das oben genannte Gedicht geschrieben wurde, hat er eines geschrieben, das die Welt als Fleisch Satans, der gefallene Engel, bezeichnet. Während Christus den Menschen durch seinen Kreuzestod befreit hat, wartet der Satan noch auf die Befreiung. Der Mensch müsse nun lieben und glauben, damit auch der Satan befreit werde. (Es wird bei Kasack aus dem Kontext nicht ganz klar, ob es sich um das Gedicht „Stigmata“ handelt.) (**)

(*) Wolfgang Kasack: Das Christusbild in der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts, 183-196 in: Wolfgang Kasack [Hg]: Tausend Jahre Russische Orthodoxe Kirche, Verlag Otto Sagner, München 1988, 186 [Arbeiten und Texte zur Slavistik 4] https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb00047013/bsb:BV001285053?queries=Woloschin&language=de&c=default) Und (**) http://Christus in der russischen Literatur. Ein Gang durch die Literaturgeschichte von ihren Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, Verlag Otto Sagner, München 1999 file:///D:/Downloads2/1003913.pdf

Menschen auf aller Welt gilt:

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und stark.

Ein Satz, den der Apostel Paulus den Gemeindegliedern in Korinth geschrieben hat (1. Kor. 16,13). Jesus Christus war Opfer. Durch die Auferstehung wurde die Angst vieler Menschen überwunden. Er stärkt durch Jahrtausende hindurch Menschen, die erniedrigt werden. Er selbst als Leidender – und der, der den Tod überwunden hat. Durch die Auferweckung durch Gott werden die Opfer wieder gewürdigt, auch wenn Menschen sie vergessen.

*

Das Gedicht von 1919 – es ist ein Gedicht, das in vielen Zeiten der Menschheitsgeschichte entstanden sein könnte. Weltweit. Es beschreibt neutral. Wie ein Zeitungsbericht. Wie ein Film abläuft. So war es. Emotionslos. Oder doch nicht? Der Dichter, der Beobachter regt unsere Emotionen mit einzelnen Worten an. Mitleid. Mitleid darf nicht im Mitleid stecken bleiben. Mitleid fordert Tat. Erinnerung an die Opfer der Vergangenheit – Einsatz für die Opfer der Gegenwart.

*

Einsatz für Menschenrechte – ein paar Beispiele:

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte: https://www.igfm.de/
Amnesty international: https://www.amnesty.de/
Gesellschaft für bedrohte Völker: https://www.gfbv.de/
International Christian Concern: https://www.persecution.org/
Open Doors: https://www.opendoors.de/
Kirche in Not: https://www.kirche-in-not.de/

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Sieben Sendschreiben: Apokalypse des Johannes

Schon interessant zu sehen: die alten Städte. Sie waren einst die Zentren der Macht, des Wohlstands für manche. Ephesus auch eine wichtige Stadt für die Christen – auch für den Apostel Paulus. 262 wurde die Stadt von den Gothen zerstört. Einige Jahrzehnte später hat der Bischof Wulfila den Gothen mit der Bibelübersetzung eine Schriftsprache geschenkt. Christen geben niemals auf.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Wort zum Tag + Afghanistan-Schande + Globalisierung + Rüstungsausgaben + Panzerrasseln

Wort zum Tag

Wie viele Leben wurden zerstört
durch die Anfälligkeit für Schmeicheleien.
Heuchlerische und verführerische Absichten
wurden nicht rechtzeitig erkannt.

Afghanistan-Schande

Es zeigt sich immer mehr, wie sehr die Westalliierten die Menschen Afghanistans den Islamisten ausgeliefert haben und ausliefern: https://www.tagesschau.de/investigativ/afghanistan-taliban-biometrische-daten-101.html

Globalisierung

Es ist gut, dass die naive Globalisierungssucht endlich ihr Ende gefunden hat.

Aber: Um Globalisierung im vernünftigen Sinn kommen wir nicht herum. Es kann kein Land autark leben. Auch die EU nicht. Wir sind weltweit aufeinander angewiesen. Diese Angewiesenheit sollte in vernünftige Bahnen gelenkt werden – ohne den ideologischen Hintergrund: Globalisierung ist die Lösung für alle Probleme – mit Ziel Weltregierung.

Die Hoffnung, dass globale Vernetzungen Frieden bedeuten, sollte auch nicht ganz aufgegeben werden. Wir merken ja in dieser Situation, was es bedeutet, die Vernetzung aufzuheben. Sehr viel Armut, Ängste, politische Wirren. Und das wird dann doch für ein paar Jahrzehnte abschreckend sein.

Globalisierung darf auf keinen Fall bedeuten: Wir stehen über andere. Es muss bedeuten: Wir sind unterschiedlich, aber wir arbeiten zusammen.

Rüstungsausgaben

Die Regierung ist ein Negativ-Phänomen. Als Opposition viel reden – dann an der Regierung anders handeln: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutschland-genehmigte-ruestungsexporte-fuer-mehr-als-acht-milliarden-euro-a-93811503-4312-4353-9eae-c1bba3630b2d Und diese Frau treibt weiter an: https://www.tagesschau.de/inland/strack-zimmermann-kritik-101.html Wir haben selbst kaum funktionierendes Material – und sollen liefern. Aber das hat natürlich auch sein Gutes: Der reale Krieg hilft das Material zu testen. Aber auch die Russen lernen dazu, merken, wo das Material versagt, was zu verbessern ist, um die Angriffe zu größerem Erfolg zu führen bzw. die Verteidigung zu stärken. Die Ukraine scheint sich als ein Waffen-Testgebiet herauszubilden. Es darf dennoch nicht sein, dass der Krieg auf Russlands Gebiet ausgedehnt wird. Die Verteidigung muss massiv unterstützt werden – nicht aber die Angriffe auf russisches Gebiet.

Wie immer in Kriegen: Die Herren und Damen testen – die Zivilbevölkerung und Soldaten leiden. Es hat sich nichts geändert seit Menschengedenken.

Panzerrasseln

Chinas Imponiergehabe gegenüber Taiwan, Nordkoreas Imponiergehabe gegenüber Südkorea – dazu kommt noch Serbiens Imponiergehabe: https://www.spiegel.de/ausland/kosovo-konflikt-serbien-versetzt-armee-in-alarmbereitschaft-a-250d29f1-1aa0-437f-9cce-9aed36780e3b Spielen alle verrückt, die Leute. Und dazu noch die ganzen islamistischen Terroristen in Afrika – von wem auch immer finanziert und unterstützt.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Auftrag für Christen

Drei Aufträge für Christen – sie gehören zusammen. Ohne den dritten Auftrag gehen wir als Christen auch mit dem ersten und zweiten in die Irre.

Genesis 1: Umwelt bewahren

Schöpfung Gottes bewahren, an Gottes Statt als Statthalter für sie wie ein Hirte da sein.
Aber vieles ist dem Menschen entzogen:
Polumkehrungen, Kontinentendrift, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Klima,
Erdneigungen, Sonnenaktivitäten… – und der Mensch sich selbst.
Aber vieles ist dem Menschen möglich:
Notwendige Veränderungen verantwortungsvoll herbeiführen,
Bewahren, was Gott wunderschön erschaffen hat und nicht zerstören,
Lernen die Schönheit der Schöpfung zu sehen und dankbar zu sein,
Demütig Erkennen: Ich bin nur ein Teil der wunderbaren Schöpfung.

Lukas 10 (+ Gleichnis vom Barmherzigen Samariter): Menschenrechte

Liebe Gott und den Nächsten wie dich selbst.
Lieben heißt: Gutes tun.
Gott Gutes tun bedeutet unter anderem,
Menschen helfen, Menschenrechte einfordern.
Grausamkeiten, Erniedrigungen an allen Orten zu bekämpfen.
Im Namen Gottes: von Glaubenden und nicht Glaubenden.
Gemeinschaft fördern: Auch der Gottesdienst hat zwei Seiten:
Gott loben – gleichzeitig dient Gott dem Menschen.
Beides ist nicht voneinander zu trennen.

Matthäus 28,18ff.: Mission

Helft den Menschen weltweit,
Jesus Christus zu finden, lieben, ihm zu folgen.
Jesus sagt: Mir ist gegeben alle Macht – ich bin bei Euch.

Kirche lebt und handelt nicht aus sich selbst heraus.
Sie gehört Jesus Christus – er bewahrt und leitet sie (, aber nicht ohne fehlbare Menschen).
Diese Grundlage bietet Gewissheit – es wird vom liebenden Schöpfer vollendet werden;
Zuversicht – auch wenn alles dunkel aussieht: Gott setzt sich Gerechtigkeit fordernd durch;
Hoffnung – wenn Resignation uns ergreifen will: Resignation ist grundlose Versuchung.
Liebe – wenn Lieblosigkeit alles Gute in sich aufsaugen, mit Finsternis durchdringen möchte.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Wort zum Tag + Steinmeier Weihnachtsrede 2 + Chinas Lockdown + Lauterbachs Glas Wein + Merz´s Weihnachtsbaum + Windräder + Grüne GeschichtsReinigung + Schulze und Afghanistan + Absurder Quarks-Quark + Benin-Statuen

Wort zum Tag

Ich frage mich:
Warum erniedrigen Menschen andere Menschen?
Ich frage mich noch mehr:
Warum lassen sich Menschen von anderen Menschen erniedrigen?
Die Frage geht weiter:
Warum erniedrigen sich Menschen selbst unter anderen Menschen?
Die nächste Frage:
Warum lassen andere zu, dass Menschen erniedrigt werden?

Steinmeier Weihnachtsrede 2

Gestern habe ich schon kurz was dazu geschrieben. Heute nur eine Anmerkung zur Kameraführung. Ist ersichtlich, warum er meistens in die Kamera spricht – und dann sehen wir als Zuschauer ihn manchmal von der Seite? Warum? Da kann er nichts für, aber die Regie: entweder einer spricht zu mir, schaut mich an und ich höre zu – oder ich betrachte ihn beim Reden von der Seite.

Noch etwas mit Blick auf seinen Klimawandel-Ansatz https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/steinmeier-weihnachtsansprache-117.html: Er wünscht sich, dass auch Ältere bereit seien, sich zu verändern (5:54) – sagt dann aber, dass man die Erfahrung der Alten benötigen würde. Auch die Jungen kriegen was ab: sie sollen sich engagieren ohne andere gegen sich aufzubringen – wir wollen alle, dass die jetzige Generation nicht die letzte Generation sei, sondern die erste einer klimafreundlichen Welt. (a) Es engagieren sich auch viele Alte – und ich hoffe, dass Kritik an den klimapolitischen Umsetzungen damit nicht abgelehnt wurde (sind nicht Alte oft die treibenden Kräfte und Finanziers der Jungen?) und (b) der Einsatz für die Umwelt beginnt nicht erst seit dieser Generation. Die Konzentration auf das Klima ist noch nicht so alt – zumindest kann ich mich spontan nicht so erinnern. Aber Klima ist nur ein Thema unter vielen. Die Konzentration darauf wird fatal sein.

Übrigens haben schon Menschen des Alten Testaments sich gegen Hitze eingesetzt: wenn wir uns Gottes Willen gemäß verhalten, wird das Wetter erntegut. Heute hat man Gott durch Natur ersetzt. Weil wir Menschen uns gegen die Natur wenden, haben wir Dürre, Überschwemmungen usw. Wenn wir uns dem Willen der Natur(experten – den neuen Priestern) entsprechend verhalten, wird das Klima erntegut. Wobei: Den Modernen unserer Zeit geht es gar nicht mehr um gute Ernte – die soll ja möglichst klimaneutral in andere Länder verlegt werden. Aber worum geht es unseren Klimatisten?

Der Einsatz für das Klima ist immer dann relevant gewesen, wenn die Menschen erkannten: Wir sind abhängig davon. Es gab in der Moderne eben Zeiten, in denen der Mensch dachte (wissenschaftlich) wir haben alles in der Hand, wir sind auch Herren über das Klima. Und wir kehren nun demütig zur Vernunft zurück: Wir sind nicht Herren über das Klima. Aber die Hybris mancher Aktivisten und Wissenschaftler, dass wir das Klima beherrschen könnten, ist immer noch sehr hoch.

Nachtrag: Kritik an der Steinmeier-Rede: https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/steinmeier-weihnachtsansprache-predigt-umerziehung/ Das ist mir auch aufgefallen: Steinmeier wünscht sich von den Bürgern… – dürfen die Bürger sich auch was von den Politikern wünschen? Politiker wählen sich gehorsame Bürger und erziehen sie um, Bürger müssen die Politiker nehmen, die sie bekommen.

Chinas Lockdown

Ich frage mich: Warum hat die chinesische Regierung so schnell auf Proteste in der Bevölkerung reagiert? Sie lässt sich doch sonst nichts sagen. Sie hat wohl erkannt, dass ein Lockdown großen wirtschaftlichen Schaden verursacht – und das kann zu Hunger führen, damit auch zu Hungeraufständen. Nichts dürfte die chinesische Regierung (wie alle) so sehr fürchten. Die andere Sache ist: Die Alterspyramide ist außer Balance. Wenn viele Alte sterben, dann wird sie wieder ein wenig gerade gerückt. Das sind Überlegungen – aber was führte letztlich wirklich dazu?

Medial kann man Verwunderung darüber hören, dass nur so wenig Alte geimpft wurden. Zur Erinnerung: China hat nicht nur 80 Millionen Einwohner, sondern 1,4 Milliarden! Ein paar mehr als bei uns.

Lauterbachs Glas Wein

Lauterbach empfiehlt ein Glas Wein (oder Bier) am Tag: https://www.berliner-zeitung.de/news/karl-lauterbach-empfiehlt-buergern-ein-glas-wein-oder-bier-am-tag-li.301094

Im 1. Timotheusbrief wird dem Adressaten geraten, etwas Wein in das Wasser zu tun, weil das für den Magen besser sei und bei den häufigen Krankheiten helfe (5,23). Ich kann mich erinnern, dass in meiner Jugendzeit irgendeiner das – wegen Alkohol – heftig angegriffen hat. Wein desinfiziert – das Wasser in der Antike war nicht unbedingt sauber. Derselbe Brief fordert, dass Gemeindeleiter nicht dem Wein ergeben sein dürfen, auch nicht gewalttätig und geldgierig. Dagegen sollen sie friedliebend und gütig sein (3,3).

Merz´s Weihnachtsbaum

Eine weitere Annäherung an die GrünenPolitik – dabei benötigen wir so sehr gute Opposition und keine Unterstützung der falschen Energie- und Wirtschaftspolitik. Nichts in Sicht an guter Opposition mit Merz – oder war das ein Weihnachtsscherz?: https://www.welt.de/politik/deutschland/article242870747/Friedrich-Merz-Weihnachtsbaum-mit-echten-Kerzen-allein-dadurch-erhoeht-sich-die-Raumtemperatur.html

Interessant finde ich, wie sich Politiker als unsere Vorbilder präsentieren. Özdemir war schon als Kind vegan und schreckte damit seine Eltern, wow! Merz hat es in seiner Wohnung kühl und wärmt sich mit dem Weihnachtsbaum, wow-wow! Wahrscheinlich benutzt ein anderer Waschlappen…

Apropos Kerzen: Feinstaub! Energie bei der Herstellung! Uiuiui, Wird Kritik hervorrufen.

Windräder

2% unseres schönen Landes sollen für irgendwelche gigantischen Windräder reserviert werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Investoren weiter ausbleiben: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/windparks-ausbau-bundesnetzagentur-101.html

Und wer muss das Geld an Kommunen bezahlen? Habecks wunderbare Anreize: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/erneuerbare-habeck-dreht-an-oekostrom-stellschrauben-18558906.html

Grüne GeschichtsReinigung

Kreuz weg – Bibelspruch bedecken – Bismarck weg (naja – abgeschoben nach Bonn) – und nun auch der Name der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ – weg damit: https://www.sueddeutsche.de/kultur/claudia-roth-preussen-umbenennung-1.5721876 Thierse meint, die Grünen wollen „mit moralischem Furor Geschichtsreinigung betreiben“.

Das sind Bilderstürmer von heute. Und Bilderstürmer sind immer Ideologen. Dieses Mal sind es eben grüne Ideologen. Und dann haben sie natürlich ihre Mitläufer. Einer der Oberen der SPK beklagt, dass er erklären müsse, was das eigentlich sei. Aber er wird noch mehr zu erklären haben, wenn sie umbenannt wird. Mein Namensvorschlag: Claudia Roth Stiftung kurz: CRS.

Sie ist übrigens Kulturstaatsministerin – da hat man wohl nichts anderes zu tun, als sich um so was Gedanken zu machen. Mit der Kultur in unserem Land läuft ja alles äußerst prima! Nicht Umbenennungen sind wichtig – wichtig ist die Unterstützung von Kultur. Wir sind eine Kulturnation – wagt man das noch zu sagen, wenn die Bilderstürmer regieren? Denn wer weiß, was sie noch alles ablehnen und nicht unterstützen wollen.

Das Kulturstaatsministerium heißt richtig: Staatsministerium für Kultur und Medien. Für diese ist CR also auch zuständig. Für Medien.

Wenn man auf die Seite klickt, kann man viel Interessantes entdecken: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien zum Beispiel das: leichterer Zugang zum Arbeitslosengeld I soll beibehalten bleiben und sie dürfen mehr durch andere Tätigkeiten hinzuverdienen https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/roth-soziale-lage-von-kreativen-wird-strukturell-verbessert-2148832

Probleme von Künstlerinnen und Künstlern an diesem Beispiel: https://www.buehnengenossenschaft.de/fakten-ueber-die-aktuelle-nichtverlaengerungspraxis/ und hier zu Ver.di: https://kunst-kultur.verdi.de/bildende-kunst Dazu auch: https://medien-kunst-industrie.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++92b42ac4-52bb-11ec-b776-001a4a160111 (Hoffentlich sind nicht nur die Künstlerinnen und Künstler im Blick, die die Demokratie im Sinne der Regierung fördern – also Gleichgesinnte.)

Schulze und Afghanistan

Endlich – hoffentlich klappt es, dass Hilfen an Afghanistan ausgesetzt werden: https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-12/afghanistan-svenja-schulze-hilfen Das Problem ist immer, dass dann Menschen noch mehr leiden müssen. Aber so, wie es jetzt läuft, nutzen die Tyrannen die Hilfe aus anderen Ländern, um ihre brutale Macht zu stabilisieren. Darum hätten die Hilfslieferungen schon längst ausgesetzt werden sollen. Inzwischen sitzen die Taliban fester im Sattel. Die Frage, die international gestellt werden muss: Wie kann nicht nur die Hilfslieferung gestoppt werden, sondern: Wie kann die Lage verändert werden, wie können die Menschen auf anderem Weg unterstützt werden. Sind eigentlich in Afghanistan alle Clans Sklaven der Taliban geworden?

Absurder Quarks-Quark

Manche werden immer abgedrehter. Die Grün-Pseudoreligiösen verbreiten wieder schlechtes Gewissen. Willst du nach Thailand? Böse, böse, fahre lieber nach Barcelona! https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/peinlich-beitrag-vom-wdr-klima-belehrung-geht-nach-hinten-los-82355644.bild.html Übrigens: Die Menschen in Thailand benötigen Tourismus. Egal. Die Grün-Deutschen werden provinziell, schauen nicht über ihren kleinen grünen Phantasiegarten hinaus in die Welt. Aber manche Grüne und andere sowieso machen – und das ist schön – ihre Reisen so, wie sie es privat wollen. Welt kennen lernen verhindert all diesen deutschen provinziellen Grünmief.

Es kann weiter geführt werden: Warum nach Barcelona fahren? Umweltschädlich. Statt nach Thailand, fahre auch nicht nach Barcelona, bleibe zu hause und schau Dir den Quarks-Quark an. (Kostet auch Energie!)

Benin-Statuen

Einiges zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=-jtHu9ZjJn8 Die Verwicklungen des Königreiches Benin mit dem Sklavenhandel wird hier angedeutet: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Benin

Darum gibt es auch Kritik an dieser Rückgabe, weil das Königreich aktiv am Sklavenhandel beteiligt war: https://www.saechsische.de/leipzig/kultur/umgeschmolzenes-sklavengeld-5749828.html Es hat andere Völker überfallen, um sie verkaufen zu können. (Ich hatte das aus einem anderen Gebiet Afrikas schon mal thematisiert – im Kontext von Livingstone, hoffe ich, dass Stämme andere überfallen haben, um sie zu verkaufen, Einzelne wurden gefangen genommen und versklavt. Sklaverei war auch unter afrikanischen Stämmen nicht ganz so neu.) Aus der Bronze, die als Bezahlung von Sklaven diente, wurden dann die Statuen hergestellt. Darüber finde ich nur kaum was in unseren Medien – oder habe ich nur nicht lange genug gesucht? Passt auch nicht so ganz in das Bild, das wir uns machen wollen.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Josef – der Vater / Historismus als Wahrheit

Die Hirten und die Weisen wussten es nicht anders,
als sie Maria, Josef und das Kind sahen.
Sie sahen in Josef den Vater, in Maria die Mutter,
im Kind das von Gott erwählte befreiende Wesen.
Der Kaiser, trotz seiner ganzen herrschaftlichen Macht,
der König, trotz seiner Spione, und der Volkszähler – sie wussten nichts.

Viele sehen bis heute: nichts Besonderes,
keine Hirten, keine Weisen, keine Engel, nur Vater, Mutter, Kind,
irgendwo in Nazareth – vielleicht, mehr nicht,
außer die Besonderheit immenser geschichtlicher Verfälschungen.
Gott, wenn es ihn denn gibt, bleibt inkognito,
er kündigt sich nicht an, auch nicht durch Propheten.

Glaubende wissen heute anderes.
Wir erkennen heute andere Dimensionen im Glauben,
Himmel und Welt sprengende Dimensionen,
die damals nur Maria und Josef ahnten, wussten, hofften,
die die Evangelisten rückblickend erfassten
und später die Menschen im Geist Gottes.

*

Was geschah damals wirklich? Wer weiß das schon? Aber das ist auch nicht wesentlich. Wesentlich ist, dass der Geist Gottes weltweit seit Jahrhunderten Menschen durch diese Berichte berührt. Die Erzählung berührt uns in Tiefen, die wir selbst nicht richtig ausloten können – und führen uns zu Gott in Jesus Christus.

Es sei denn, wir panzern uns mit der Idee: Historismus ist Wahrheit.
Weihnachtsgeschichten, die Erzählungen Gottes, sprengen auch Historismus – und sie werden wirksamer als das, was wir als historisch anerkennen wollen. Sie sprengen Historismus. Sie sprengen Historismus – nicht historisches Arbeiten. Historisches Arbeiten beinhaltet Liebe zu den Menschen, dem, was sie erleben, interpretieren, erzählen. Nicht überhebliches und abwertendes Bewerten.

Soli Deo Gloria.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Wort zum Tag + Stephanustag – Christenverfolgung + Lewis: XMas und Christmas + Rückblick + Einsamkeit + Temperatur-Schwankung und Autobahn + Farben der „Letzten Generation“? + Taliban + Putin zerreißt sein Land + Heuschrecken / Wahlalter / Legislaturperioden + Politische Rentiere + Steinmeier-Rede + Fleischhauer

Wort zum Tag

Auch mit historischen Mitteln herausgearbeitete Wahrheit ist interpretierte Wahrheit.
Auch wenn manche suggerieren, dass das Wahrheit ist, stellt sich die Frage: Ist sie das?

Stephanustag – Christenverfolgung

Viele Christen denken am Stephanustag an die verfolgten und bedrängten Christen weltweit. Man kann bedauern, dass jede Konfession ihren eigenen Gedenktag hat, aber andererseits bedeutet das, dass immer wieder an sie erinnert wird. Stephanus ist der erste Christ, der wegen seines Glaubens von einem Mob getötet, gesteinigt wurde (Apostelgeschichte 7). Hier finden wir eine knappe Bilanz des Jahres 2022: https://www.kirche-in-not.de/allgemein/aktuelles/kirche-in-not-sieht-viel-schatten-und-wenig-licht-in-sachen-christenverfolgung/

Rückblick

Wenn jemand meint, ich würde nur diese Regierung kritisieren, sollte das hier lesen (2014!): https://blog.wolfgangfenske.de/2014/04/19/politik-ist-nicht-mehr-berechenbar/ denn es zeichnete sich alles schon ab, was die jetzige Regierung mit Druck durchsetzen will. (Das mit der Nato hat sich geändert.)

Einsamkeit

Was mich immer wieder erschrickt ist, dass die Menschen einsam sind, aber keine Kraft haben, aus dieser ihrer Einsamkeit auszubrechen. Sie vereinsamen in sich selbst – hocken vor TVs und PCs – statt Menschen zu suchen. Vielleicht haben sie aufgegeben – wie dem auch sei: dieses Verfallen in die verinnerlichte Einsamkeit finde ich traurig. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/einsamkeit-121.html

Lewis: XMas und Christmas

Zu dem Unterschied: https://intellectualtakeout.org/2016/12/c-s-lewis-lost-parable-on-the-meaning-of-christmas/

Temperaturschwankung und Autobahn

Ich las, dass die Teerdecke einer Autobahn gerissen ist. Begründung: Die Temperaturschwankung. Aha, von -8 grad zu +8Grad lässt Teerdecken aufspringen? Die armen US-Amerikaner, sie haben jetzt wohl überhaupt keine Straßen mehr, nachdem der Blitzfrost Einzug gehalten hat. Oder unsere Teerqualität ist, wie alles im Land geworden ist, unterirdisch.

Farben der „Letzten Generation“?

Sind diese Farben wirklich die Farben der letzten Generation? Rot schwarz weiß erinnert irgendwie an alte, sehr, sehr schlimme Zeiten. Und die Menschen verachtende Konkurrenz-Ideologie ließ hatte sie ebenfalls. Geschichtsvergessenheit – wahrscheinlich sehen sie sich auch als die erste Generation, der vorangegangene Geschichte egal ist: https://www.berliner-zeitung.de/news/storung-von-tv-gottesdienst-klimaaktivisten-kommen-zu-spat-li.300974 Denen, die keine Ahnung haben: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Wei%C3%9F-Rot#:~:text=Adolf%20Hitler%20selbst%20hatte%20schon,Scheibe%2C%20darinnen%20ein%20schwarzes%20Hakenkreuz und: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/urspruenge-des-kommunismus-die-farbe-rot-von-gerd-koenen-15224603.html

Taliban

Sie haben nun auch verboten, dass Frauen in NGOs arbeiten. Die islamistischen Frauenfeinde scheren sich ein Dreck um das, was das Ausland empörend schreit. Das war zu erwarten. Die Kreide, die sie gefressen haben, haben hochrangige Politiker überlistet. Nun werden die Frauen den Wölfen zum Fraß vorgeworfen: https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan/taliban-frauen-verbot-103.html

Putin zerreißt sein Land

Putin zerreißt sein Land und wirft dem Westen vor, es zerreißen zu wollen. Immer wieder können wir – nicht nur bei Putin, auch bei uns – erkennen: Was man selbst macht, wird dem politischen Gegner vorgeworfen. Zudem: Putin zettelt einen Krieg an – die Finanzen gehen aus – und nun werden Gesetze geplant, die Gelder irgendwie einzutreiben: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-sonntag-241.html und https://www.tagesschau.de/ausland/russen-steuern-ausland-101.html

Heuschrecken / Wahlalter / Legislaturperiode

Der eine will ein Gesetz gegen Investoren – Heuschrecken genannt: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gesetz-gegen-aufkauf-arztpraxen-101.html , die andere will das Wahlalter auf 16 Jahre herabsenken in der Hoffnung, sie wählen vor lauter Dankbarkeit auch ihre Partei – vermute ich. Aber sie wird bitter enttäuscht werden: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gesetz-gegen-aufkauf-arztpraxen-101.html Und sie möchte die Legislaturperiode verlängern – und so kann eine Regierung noch mehr Unfug anrichten, ohne gestoppt zu werden: https://www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-bas-vorschlag-fuer-verlaengerung-der-legislaturperiode-auf-fuenf-jahre-100.html Ich meine, mich zu erinnern, das einmal positiv bewertet zu haben, denn die Diskussion ist nicht neu. Aber heute: Nein!

Politische Rentiere

4. Advent – Tag des Söder-Rentiers – vorher gab es ein Merz Rentier mit roter CDU-Nase: https://www.sueddeutsche.de/panorama/merz-2-0-soeder-feiert-4-advent-mit-knalligem-hingucker-1.5717725

Steinmeier-Rede

Die Rede am Weihnachtstag – wie zu erwarten. Ich frage mich nur: Bedeutet Solidarität mit der Ukraine, dass man sich selbst zerstört? Aus meiner Perspektive ist solidarisches Handeln mit Klugheit verbunden und nicht einfach mit emotionalen Aktionen. Das sollte kommuniziert werden. Viele leiden nicht wegen der Ukraine. Viele leiden wegen der falschen Politik. Und wenn das Leiden als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine verkauft wird, dann kann es sein, dass die Solidarität aufhört. Um die Solidarität zu bewahren, muss die Politik vernünftig werden und das Leiden im Land möglichst abstellen. Die Gelder tun es nicht allein. Der politische Grundansatz muss geändert werden.

Fleischhauer

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/

Weihnachtsgeschichte anders

Die Soldatenheere bejubeln den Herrscher, den Frieden bringenden Herrscher,
den Augustus, den großen Herrscher des Völker beherrschenden Römischen Reiches.
Menschen hoffen auf ihn, auf Politik, Wirtschaft, Kunst, Religion und Wissenschaft:
Frieden für die Welt, Frieden mit Macht und Gewalt, Irrtum und Phantasie.
Dunkle Mächte und Gewalt der Finsternis lassen sich nicht vertreiben, sie bleiben.

Plötzlich, mitten in der Nacht erscheint das grell-herrliche Gottes-Licht.
Gottes-Licht, Herrlichkeit, die die Finsternis durchbricht.
Himmlische Heere bejubeln Gott: Er ist Gott, der Schöpfer, Erhalter.
Gott bringt besonderen Frieden. Gott bringt Frieden ganz besonders:
Ein kleines, strampelndes, schreiendes, lächelndes Wesen an der Mutter Brust
wird Frieden bringen, retten, in Menschen aller Völker wirbelt unaussprechliche Freude.

Müde und erschlafft, gefangen im Alltag, sitzen sie in der Finsternis, spüren, ahnen, wissen:
Da geschieht was! Einmaliges! Nie Gesehenes. Aber was? Unglaublich!
Was bedeutet das? Was hören sie?: „Fürchtet euch nicht!“
Neugierig rennen sie hin. Sie rennen. Wir stolpern durch die Nacht. Wir wollen sehen:
Das kleine strampelnde, schreiende, lächelnde Wesen an der Mutter Brust
das Frieden bringen, retten wird – Völker umspannende unaussprechliche Freude.

Und wir sehen das kleine Wesen.
Das kleine Hoffnungswesen Gottes.
Freude erfüllt uns.
Wir kehren um.
Die Welt ist nicht mehr so wie sie war.
Getaucht ist sie in Gottes herrliches Liebes-Licht.

Unglaublich! Einfach unglaublich!
Seit Jesus ist die Welt anders.
Sie geht nicht mehr unter im Gleichmaß erschreckender Finsternis.
Sie lebt im Dämmerlicht des Morgens. Das Loben beginnt.
Bis das Gottes-Licht ganz aufbricht und das Loben vollendet.

aus: https://weihnachtenmit.wolfgangfenske.de/weihnachtsgeschichte-anders/