Predigten

Überall flammt es in der Welt auf.
Immer wieder, durch alle Zeiten hindurch.

Politisch nicht nur.
Kriege nicht nur.
Persönliche Probleme, Fragen auch.

Gottes Wort bleibt:
möchte stärken, Frieden bringen der Seele,
zur Umkehr rufen, zum Neuanfang.

Die Zeiten mit Gottes Wort durchdringen,
ohne Sklave der Zeiten zu sein.

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Provokation zum Tag + Johann Heermann + Gemäldegalerie + SelbstAusschluss + ÖRR im Sumpf + Starmer hat´s erwischt + AntiIsrael und Iran / IranAmok / Iranische Marine + Von rechts kritisiert – von links hofiert + Aktionstag / Aktionstag gegen Armut + Zivilgesellschaft + CO2 Emissionshandel + Witzig über nicht witzige Comedy + Linke TAZ und Juden + Dank von Ostermann + Kentler + EU und: Kauf europäisch!

Provokation zum Tag

Johann Heermann (1585-1647)

In meiner Reihe zu Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, möchte ich Johann Heermann ansprechen: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/

Der kleine Johann war als Kind sehr krank. Da hat die Mutter ein Gelübde ausgesprochen: Wenn er wieder gesunden würde, würde sie alles unternehmen, damit er studieren könne. Sie würde sogar betteln. Und das Leben wurde ihr sehr schwer. Aber dann wurde der Sohn in einem Pfarrhaus aufgenommen, kam auf das Gymnasium, wurde sehr früh als Dichter geehrt. Er bekam an der Universität eine Augenkrankheit, die ihn wieder nach Hause brachte. Als sie geheilt war, wurde er Pfarrer. Er heiratete; nach fünf Jahren starb seine Frau. Angesichts dieses schlimmen Erlebnisses dichtete er einen langen Text, in dem er seiner Traurigkeit Ausdruck gibt: „Ach Gott, ich muß in Traurigkeit / Mein Leben nun beschließen“: „Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwerdt / Jetzund durch meine Seele“. Und er verweist auf die Zeit, in der sie sich wiedersehen werden. Er heiratete wieder, und wie Pressel (Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock, Stuttgart 1868) schreibt: „diese Gattin bildete meistens nur seine Krankenwärterin“ (262). Während des Dreißigjährigen Krieges musste er mit seiner Familie mehrfach flüchten, verlor seinen Besitz, 1631 brach die Pest aus und wütete in seiner Gemeinde. 1636 konnte er kaum mehr reden. Er schreibt in dem Lied: „O Jesu, liebster Schatz, o du mein Trost im Lebe“ (Pressel 272): Kein ander Wort soll gehn alsdann aus meinem Munde / Als: Jesu, Jesu komm, hilf mir zur letzten Stunde, / Der du mein Jesus bist. Wo ich nicht reden kann / Für Schwachheit, so soll doch mein Herz stets denken dran.“ Er hat sich dann 1638 zurückgezogen. Sein Sohn wurde katholisch – der Vater überredete ihn, wieder evangelisch zu werden. Der Sohn starb 1643. Während der ganzen Zeit dichtete er und wir haben neun Lieder von ihm im Gesangbuch, die einen Teil seines schweren Lebens widerspiegeln. Er gilt als der bedeutendste evangelische Liederdichter zwischen Luther und Paul Gerhardt.

Das Lied (EG 72) „O Jesu Christe, wahres Licht“, veröffentlicht, bevor der Sohn zum Katholizismus übergetreten war bat er Christus, die wieder in die Gemeinde zu holen, die sich von ihr getrennt haben, in „So wahr ich lebe, spricht dein Gott“ (EG 234) fordert er zur sofortigen Umkehr auf – damit nicht zu warten, bis es zu spät ist. Das Lied (EG 82) „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ beschreibt das Leiden Jesu und greift sein eigenes Leiden auf: Er will alles Leiden nicht beachten, nicht Verfolgung, Verhöhnung, Todesschmerzen. Er kann freilich nicht aus sich heraus tapfer damit umgehen , und so bittet er um Gottes Geist, dass er ihn beherrsche. Auch in seinem Osterlied („Frühmorgens, wenn die Sonn aufgeht“ – EG 111) verknüpft er sein Leiden und die Auferstehung Jesu: „Lebt Christus, was bin ich betrübt? / Ich weiß, dass er mich herzlich liebt.“ Seine Bitte lautet (EG 247): „Herr, unser Gott, lass nicht zuschanden werden die, so in ihren Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen und zu dir rufen, und zu dir rufen.“ Gebet ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Lieder. In „O Gott, du frommer Gott“ bittet er unter anderem: „Find´t sich Gefährlichkeit, / so lass mich nicht verzagen, / gib einen Heldenmut, / das Kreuz hilf selber tragen.“ In dem Text, den wir bei Pressel finden, „Du weinest für Jerusalem“ heißt es in der dritten Strophe: „Hier muss ich auch im Thränenhaus / Für große Angst oft weinen, / Der Welt aushalten manchen Strauß; / Sie martern stets die deinen. / Auf allen Seiten, wo sie kann, / Fängt sie mit mir zu hadern an. / Dies tröstet mich zu aller Frist, / Herr Jesu Christ / In Not du auch gewesen bist.“ In „O Jesu, Jesu, Gottes Sohn“ beklagt er, dass er Christus nicht genug lieben kann, und ergibt sich in „Was willt du dich betrüben, / O meine liebe Seel“ ganz Gott hin. Das Sterben war sein ständiger Begleiter: „Der Tod klopft itzund bei mir an, / Das zeigen meine Schmerzen; / Doch ist nichts, das mich schrecken kann / Ich trage den im Herzen, / Der meinen Tod durch seinen Tod / Getödtet hat…“. Er gibt noch Hilfestellungen und schreibt in einer Strophe: „Ach hebt die Augen auf mit mir! / Den Himmel seh ich offen. / Ach, ach, wie schön ist meine Zier, / Gott hör ich mir schon rufen: / Komm, treuer Knecht, o geh herein; Izt sollt du ewig bei mir sein.“

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Ansprechen möchte ich noch „Treuer Wächter Israel´, des sich freuet meine Seel“ (EG 248). In der zweiten und dritten Strophe heißt es: „Schau, wie große Not und Qual / trifft dein Volk jetzt überall; / täglich wird der Trübsal mehr. / Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. / Wir verderben, wir vergehn, / nichts wir sonst vor Augen sehn, / wo du nicht bei uns wirst stehn. // Jesu, der du Jesus heißt, / als ein Jesus Hilfe leist“ und dann ist vom Feind die Rede. Dieses Lied haben die Pfarrer auf einer Konferenz während des nationalsozialistischen Regimes gesungen. Steinbauer, den ich in den letzten Wochen vertieft behandelt habe, weist darauf hin und erinnert den Landesbischof daran, dass entsprechend mutiges, widerständiges Verhalten gefordert sei.

Diese alten Lieder, die Erfahrungen aussprechen, die Menschen vor vielen Jahrzehnten, Jahrhunderten gemacht haben, können in manchen Zeiten wieder lebendig werden, können helfen, die neuen Zeiten zu beurteilen, die üblen Erfahrungen nicht einfach nur wortlos hinzunehmen, sondern Wort werden lassen und Hilfe bei Gott zu finden. Anders gesagt: Heermann kann aufgrund seiner Leiden Menschen, die stumm ihr Leiden ertragen müssen, weil sie diese nicht in Worte fassen können, helfen, ihr Leiden Wort werden zu lassen und weiterzuführen in Sinnhaftigkeit und Gebet, in die Zukunft, zu Gott. Von daher: Auch wenn manches alt klingt, wenn manches nicht besonders gereimt ist, dichterischen Ansprüchen nicht genügt:

Das sind Texte aus dem Leben für das Leben.
Sie helfen, schlimme Zeiten zu überwinden.

Gemäldegalerie

Canvas Legends – Staatliche Museen zu Berlin und Google präsentieren Kunst: https://artsandculture.google.com/project/gemaeldegalerie und https://www.smb.museum/nachrichten/detail/canvas-legends-die-gemaeldegalerie-bis-ins-kleinste-detail-und-mit-neuen-ki-perspektiven/

SelbstAusschluss

Wer sich selbst ausschließt, dem ist nicht zu helfen. Leider ziehen solche politischen Fehlentscheidungen viele mit runter.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.sportschau.de/paralympics/deutschland-boykottiert-paralympics-eroeffnung,boykott-104.html

ÖRR im Sumpf

ÖRR im politischen Sumpf – anders kann man das wohl kaum nennen: https://nius.de/medien/news/ard-zdf-verharmlosen-islamistischen-diktator-chamenei

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Ob da sowas hilft? ARD und ZDF organisieren neu – aber wenn der Wurm drin ist, die politische Gesinnung statt möglichste Neutralität, dann hilft auch Umorganisieren nichts. Nun denn, Einsparungen sind wichtig – aber saubere Inhalte auch: https://nius.de/medien/news/sparmassnahmen-ard-und-zdf-stellen-tagesschau24-ein

Starmer hat´s erwischt

Starmer scheint es erwischt zu haben, so dass er euphorisch die Realität ausblendet? https://apollo-news.net/muslime-als-gesicht-des-modernen-grobritanniens-starmer-verkndet-beim-fastenbrechen-islamophobie-auszurotten/

AntiIsrael und Iran / IranAmok

PalästinenserAktivisten gegen den Angriff auf den Iran, weil der Iran die Hamas und Hisbollah und Huthis im Kampf gegen Israel unterstützt haben. Von daher sind auch viele Linke gegen den Angriff auf den Iran (freilich nicht nur). Ich schrieb das gestern schon. Hier ist es zu hören. Wir hören auch, dass manche Linke hellhörig geworden sind, weil das MullahRegime eben auch Linke verfolgt hat. Aber das ist manchen Linken in unserem Land wohl egal. Hauptsache gegen Israel und USA. Solidarität verlagert sich. Zu dem gesamten Thema – auch über das große Netz, dass das iranische Regime in Moscheevereinen – auch gegen sich ihnen nicht unterwerfende Iraner – in Deutschland gesponnen hat- Ich finde es spannend, was auch auf TikTok geschieht. Manche freie Iraner sind erschrocken über den Widerstand, der ihnen entgegenstürmt. Sie sehen sich als Einzelperson – aber die RegimeFans sind organisiert, stürmen gemeinsam auf Einzelne los, um sie einzuschüchtern. Und dann beginnen sich die Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer zu verteidigen, manche geben in manchen Punkten nach. Sie merken eben nicht, dass sie damit in das offene Messer der Regimeanhänger laufen. Diese schiitischen Extremisten werden nicht nur für die freien Iraner zum Problem, sondern für unsere Gesellschaft, weil sie den Kalifatsträumern in ihrem Kampf gegen den Westen nicht genug Widerstand entgegengesetzt haben. Dazu s.: https://www.youtube.com/watch?v=npZ8EVar9YU

Zu dem Thema befreite iranische Frauen: https://nius.de/ausland/news/iran-frauen-freiheit-gegen-sittenpolizei

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Wie ich gestern schrieb, die iranische Führung läuft Amok – sie wollen verbrannte Erde hinterlassen. Es handelt sich um einen islamistischen Todeskult. Wie sie die Menschen drangsalierten und massakrierten, so gehen sie nun entfesselt auf alle los. Das ist irre zu sehen, wie ein ganzes Land in den Fängen von Amokläufern geraten ist. Und das geht weiter: https://apollo-news.net/iran-krieg-teheran-setzt-wahllosen-beschuss-auf-israel-und-nachbarlaender-fort/

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Iranische Marine soll sehr stark ausgerüstet sein: https://www.youtube.com/watch?v=fi5xmtZXh4c Es ist alles schwer einzuschätzen, auch mit Blick auf die neue Führungsschicht: https://www.youtube.com/watch?v=yK0KHPG8SvM

Von rechts kritisiert – von links hofiert

Schon häufiger ist aufgefallen: wer von rechts (bzw. vermeintlich rechts) kritisiert wird, bekommt von links Preise. Hier bekommt sie einen Ehrenjob: https://apollo-news.net/annegret-kramp-karrenbauer-macht-alena-buyx-zum-fellow-der-konrad-adenauer-stiftung/

Aktionstag / Aktionstag gegen Armut

Was bleibt letztlich vom Aktionstag gegen Hass im Netz? Was sagen letztlich die Gerichte? Egal: Es geht im Signalwirkung – vermute ich. https://apollo-news.net/bundesweite-polizeiaktion-gegen-hasspostings-die-meisten-hausdurchsuchungen-gab-es-in-hamburg/

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Wie wäre es, mal einen Aktionstag gegen Armut in unserem Land einzusetzen? https://nius.de/wirtschaft/news/neue-zahlen-millionen-deutsche-armutsgefaehrdet

Zivilgesellschaft

Wenn eine Buchhandlung tiefroter Färbung sagt, sie sei tief in der Zivilgesellschaft verankert – dann weiß man ja: Das Wort Zivilgesellschaft wurde von links gekapert. Ursprünglich dachte ich „Zivilgesellschaft“ bezeichnet ein vielfältiges Gegengewicht zu den herrschenden Parteien. Inzwischen habe ich so langsam mitbekommen: Finanziert ist die so genannte „Zivilgesellschaft“ von manchen Regierungsparteien sattsam triefend rot. Ist das wirklich ein Hinweis darauf, dass man nicht extrem ist, wenn man von einem Oberbürgermeister zum Jubiläum besucht wird? Ich kann verstehen, wenn man von linker Seite nicht besonders begeistert ist, vom kapitalistischen Füllhorn der Regierung nicht profitieren zu dürfen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/verfassungsschutzrelevante-erkenntnisse-weimer-schliesst-linke-buchhandlungen-von-wettbewerb-aus/

CO2 Emissionshandel

Italien wendet sich mutig dagegen. Das ist gut so. Vielleicht verstehen so langsam sämtliche Mitläufer und Verängstigte und Klimatisten, dass bei einer kaputten Wirtschaft auch die Klimaerwärmung nicht bekämpft werden kann. Kampf gegen Klimaerwärmung ist teuer – darum braucht der Staat die Wirtschaft. Die Schlange beißt sich in den Schwanz – und ist gelähmt im Handeln. Wer die Wirtschaft jedoch zerstört – schadet dem Kampf gegen die Klimaerwärmung. Wobei ich freilich anderer Meinung bin – habe es schon häufig geschrieben: Der Klimaerwärmung kann man nicht entgehen, darum sollten die Gelder dafür eingesetzt werden, die Folgen einer Klimaerwärmung schon jetzt anzugehen: Infrastruktur auf allen möglichen Ebenen zu stärken (gegen Wasser, Dürre, Kälte, Sturm) usw. Also nicht nur eingleisig fahren, sondern alle Möglichkeiten ausschöpfen, dazu gehört eine vielfache Form von Energie in den Häusern, Stromerzeugungen usw. zu fördern. Wenn alles an einem Zweig hängt, bricht alles gleichzeitig runter. Besser viele Zweige nehmen. oder entsprechend Erdböden präparieren, verschiedenste Pflanzen, die jeweils mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zurechtkommen, gemischte Wälder zu gestalten usw.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/jetzt-forciert-italien-die-aussetzung-des-co%e2%82%82-emissionshandels/ Zu dem Thema: Sie haben noch immer nicht verstanden: https://www.youtube.com/watch?v=-ychtx5nEl0 Ich habe mich auch nicht damit abgefunden, dass man diese dämlichen Deckel immer abreißen muss, damit man vernünftig trinken kann. Gut: Plastikdeckel wie eine Furunkel, die man nicht los wird. Es geht nicht um diese dämlichen Deckel, sondern darum, dass irgendwelche Klimatisten sagen, man müsse nur verbieten, irgendwann gewöhnen sich die Menschen dran. Was für sonderbare Meinungen in unseren Medien zu Wort kommen, ist schon krass. Dürfen auch Vernünftige ihre Meinungen äußern? Hoffentlich. Nur: die fallen nicht auf, weil sie vernünftig sind.

Witzig über nichtwitzige Comedy

Sich sowas anzuschauen – da muss man dann schon Geld für bekommen – aus berufswegen anschauen. Ich selbst hätte damit so meine Probleme, weil, wie es der Beitrag durchblicken lässt, nichts Überraschendes kommt. Immer dieselbe inhaltliche Pampe, die man an den fünf Fingern abzählen kann. Ich würde gerne mal einen Artikel über diese Sendung von jemanden lesen, der dort Schneklklopfend gesessen hat. https://nius.de/unterhaltung/news/correctiv-neues-agitprop-format-comedy-aus-der-hoelle

Linke TAZ und Juden

Einfach grotesk, was sich Linke an Angriffen herausnehmen. Juden in Deutschland sollen sich nicht äußern dürfen – zumindest nicht die Juden, die Dinge sagen, die den Linken nicht gefallen? Diese arroganten Anmaßungen kennen wir nur allzu gut. Sie betreffen nicht allein Juden, sie betreffen alle, die mit ihren Meinungen Stellung nehmen, die solchen Links-Ideologen nicht passen. Und sie betiteln das auch noch: „Einfach mal die Klappe halten“ Man könnte dem entgegenhalten: „Haltet euch doch die Augen und die Ohren zu!“ Ihr müsst ja nicht zuhören! So mancher Linke macht das ja: Mit euch diskutiere ich nicht – ist sowieso Blödsinn…

Das ist, wie Sarah Maria Sander sagt, ja nicht verwunderlich, dass es Menschen mit solchen Meinungen gibt, sondern verwunderlich ist, dass es Redaktionen gibt, die solchen Stimmen auch noch weiteren Raum gibt. „Weiteren Raum“ – wie hoch sind diejenigen, die die TAZ überhaupt wahrnehmen? Aber egal: Verantwortung tragen Redaktionen schon, selbst die der TAZ. So will ich natürlich nicht solchen Leuten auch zurufen: Einfach mal die Klappe halten! – das wäre undemokratisch. Das zeigt nur, wes Ungeistes Kind diese ganzen Leute sind.

Zu dem Thema Sarah Maria Sander: https://www.youtube.com/shorts/fdh0Ty0lzrY

Dank von Ostermann

Er bedankt sich bei den Demokraten, die die Arbeit unterstützen: https://www.youtube.com/watch?v=oV35rgF8XQo

Kentler – Tagespost

Zur so genannten „sexuellen Revolution“ – Kindesmissbrauch: https://www.youtube.com/watch?v=567B-bW9Bzs

EU und: Kauf europäisch

Kurios – wie in der Tagesschau zu hören, versteht man unter europäisch auch Kanada, Südkorea… – wenn das mal nicht expansionistischen Slang hat. Alles gehört zur EU, was irgendwie EUlerisch agiert und gehorsam ist. Egal. Sonderbar ist wirklich: Wenn Teile aus China in Autos verarbeitet werden – sind die europäisch oder nicht? Tüfteln sich Bürokraten aus, wenn ein Auto 49% chinesische Teile hat, dann gilt es noch als europäisch? Und die EU-Bürokraten sind wahrscheinlich hellerfreut, dass sie den Firmen wieder Fußfesseln samt Klötze ans Bein kitten können. Ich finde, man sollte die EU-Bürokratie in einem ersten Schritt um 49% senken. Weitere müssen dann folgen.

Ansichtssachew – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eu-kommission-buy-european-100.html

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Füße

Die Füße derer, die Gottes frohe Botschaft verkünden sind lieblich – so der Apostel Paulus in der Aufnahme einer Metapher aus dem Buch des Propheten Jesaja.

Die Füße tragen fröhliche Menschen Gottes
in neue Gebiete hinein.
Und das zu allen Zeiten –
in der letzten 2000jährigen Geschichte:
in schlimmen Situationen,
in Kriegen,
während der Epidemien,
in Zeiten der Denunziationen und Folter,
in Zeiten des Hungers,
in Katastrophenzeiten.
Die Füße derer, die die frohe Botschaft weitertragen
sind keine Schönwetterfüße.
Sie sind wund,
sie sind staubig,
sie sind verhornt,
sie sind schmutzig,
sie sind verschwitzt.
Aber weil sie die frohe Botschaft tragen,
sind sie lieblich, sind sie schön, sind sie wertvoll,
sehnsüchtig erwartet.
Sie verkünden Gottes Frieden,
sie verkünden Gottes Freiheit,
sie verkünden Leben siegt über den Tod.

*

Vor wenigen Tagen hatte ich das Thema: Arme und Hände. Wie steht es um die Füße? Die Füße der Menschen unterscheiden sich von den Füßen der Primaten dadurch, dass der große Zeh eine andere Bedeutung hat. Der menschliche Zeh muss nicht mehr greifen. Zudem ist der Aufbau des Fußes etwas anders aufgebaut, weil er den gesamten Menschen tragen muss – und zwar nicht platsch, platsch, sondern abfedernd. Zum Schutz der Wirbelsäule.

Spannend ist nun, dass der Mensch seine Füße trainieren kann. Das Gehirn kann ihn der Hand anpassen, er kann mit dem Fuß malen, schreiben, sogar Fußtheater spielen. Irgendwie malen können andere Primaten auch – aber das Besondere ist das Gehirn des Menschen, das eine besondere Geschicklichkeit des Fußes ausbilden kann. Das Potential muss natürlich im Fuß vorhanden sein – und ist auch vorhanden. Das Gehirn könnte sich vieles ausdenken, aber wenn es der Körper nicht hergibt, sind das vielleicht schöne Gedanken.

Und wir stecken den Fuß in irgendwelche Strümpfe und Schuhe. Manche in schöne Schuhe, ehren ihn dadurch. Der alltägliche Mensch benützt seine Füße, aber sonst sind sie eben da. Menschen, die auf ihre Füße angewiesen sind, weil sie den ganzen Tag auf den Beinen sind, kümmern sich mehr um sie.

In der Bibel wird der Fuß auch genannt, aber nicht unbedingt positiv. Er ist Zeichen der Macht. Herrscher legen den auf den Boden liegenden Beherrschten die Füße auf den Körper – er wird in den Staub getreten. Das haben wir noch symbolisch in der Gebetsgeste des Islam. Menschen unterwerfen sich Allah. Für Paulus wird letztlich der Tod unter die Füße Christi gezwungen. Das heißt: Der Tod wird einmal keine eigene Macht mehr haben.

In den Evangelien finden wir eine neue Bedeutung der Füße. Es war üblich, dass Diener den Gästen die Füße waschen, denn sie bringen den Staub der Straße mit in das Haus. Um das zu vermeiden wurden eben die Füße im Zusammenhang des Betretens des Hauses gewaschen. Jesus greift das auf und wäscht seinen Jüngern die Füße. Damit gibt er ein Beispiel dafür, dass diejenigen, die ihm Folgen, bereit sein sollen, solche niedrigen Dienste zu tun. Menschen, die Christus nachfolgen, müssen es sich gefallen lassen, dass er ihnen dient – und zwar bis zum Tod am Kreuz. Diese dienende Handlung wird von einer Frau an Jesus ausgeübt: sie salbt seine Füße als Zeichen der Hingabe, aus Dankbarkeit, dass ihr durch Jesus die Schuld vergeben wurde, sie ein neues Leben beginnen kann.

Zwei weitere Beispiele für Füße in der Bibel: Gottes Wort soll eine Leuchte sein für den Fuß – damit man also den Lebensweg mit Gottes Licht gehen kann bzw. auch Wegweisung bekommt. Zudem spricht Jesus davon, dass diejenigen, die das Reich Gottes verkündigen, den Staub der Städte von den Füßen schütteln sollen, die sie nicht annehmen. Das heißt: anderen die Verantwortung für sich selbst überlassen können. Der Verkünder ist nicht dafür verantwortlich, wenn Menschen sich der Botschaft Gottes verweigern. Die Füße derer, die Gottes frohe Botschaft verkünden sind lieblich – so Paulus in der Aufnahme einer Metapher aus dem Buch des Propheten Jesaja. Sie tragen fröhliche Menschen Gottes in neue Gebiete hinein. Im Lukasevangelium heißt es im Lied des Zacharias, dass Gottes Licht die Füße auf den Weg des Friedens führt. So sind laut dem Epheserbrief die Füße mit den Schuhen zu schmücken, die bereit sind, die Botschaft vom Frieden zu verkünden. Also nicht Schuhe der Unterwerfung, sondern Schuhe des Friedens (vgl. Jesaja 9,4: Stiefel derer, die Blut vergießen, werden verbrannt werden. Aber Schuhe sind ein eigenes Thema.)(1)

Von Gottes Füßen ist auch die Rede, über das von Paulus Gesagte hinaus. Anders als die Hände Gottes sind die Füße Gottes nicht Metapher für Schutz und Führung, sondern dafür, dass Gott die Erde beherrscht und der Mensch sich ihm unterwirft. Unter Gottes Füßen ist eine Fläche wie von leuchtend blauem Saphir, in der Apokalypse des Johannes sind die Füße des auferstandenen Jesus Christus wie glühendes Eisen. Spannend finde ich aus christlicher Sicht vor allem auch Sacharja 14,4. Dort heißt es, dass Gottes Füße an jenem Tag auf dem Ölberg stehen werden. Es geht um den Krieg in der Endzeit. Von Jesus wird berichtet, dass er in seiner letzten Stunde der Freiheit auf dem Ölberg ist, an eine einsame Stelle geht und sich zu Boden wirft bzw. niederkniet und betet.

(1) Spontan fallen mir weitere sehr schöne Texte mit Blick auf Füße aus hebräischen Schriften, vor allem den Psalmen, ein: Füße werden von Gott auf einen Felsen gestellt, er lässt nicht zu, dass die Füße gleiten oder an einen Stein stoßen. Besonders schön finde ich auch: Gott stellt meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31,9): die Freiheit zu gehen, freie Entscheidungen zu treffen, nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, eingekesselt sein. Die Füße werden in den Raum Gottes gestellt – sie sind also frei, Gott schenkt freien Lebensraum. Ärgerlich finde ich, dass in der BasisBibel die „Füße“ weggelassen werden und übertragen wird: „Du hast mir weiten Raum gegeben, wo ich mich frei bewegen kann.“ Weitere Texte habe ich nicht überprüft. Wenn die „Füße“ weggelassen werden, dann wird auch nicht mehr so deutlich, dass die Wallfahrtsfeste FußFeste sind – Menschen gehen zu Fuß nach Jerusalem.

Provokation zum Tag + Iran + Rembrandt-Gemälde + Anlasslose Chatkontrollen + Grüne auf Wählersuche + Humor in die Politik bringen + Lieber mehr Wohnungen als wenig grünisierte Wohnungen / Grünisierte DUH + Gesichert rechtsextremistisch + Gute Meinungsmenschen + Das Narbenexperiment + EU und russisches Öl + Gericht und Meinungsfreiheit + Angriffe auf DRK-Mitarbeiter + Bertelsmann ist blau

Provokation zum Tag

Iran

Wie sehr wünsche ich den Völkern des Iran Befreiung vom Regime. Hoffentlich gelingt es. Wenn irgendwann nur noch Chaos herrscht: Wird der Iran auseinanderfallen in die verschiedenen Stammesbezirke, die einander bekämpfen? Von daher wäre es sehr wünschenswert, wenn ein stabiler Kern bliebe – was nur durch Überläufer der Sicherheitskräfte möglich wäre. Aber tun sie es?

*

Ich vermute einmal: Wenn das Regime im Iran vollständig gestürzt sein sollte, bekommen Trump und Netanjahu Siegeskränze. Wenn das Regime irgendwie überleben sollte, werden sie mit Schimpf und Schande überhäuft. Wie sagte der Militär Yorck zu Beginn des 19. Jahrhunderts: „Geht unser Vorhaben gut, so wird der König mir meinen Schritt vielleicht vergeben; geht es mißlich, so ist mein Kopf verloren.“

*

Soweit sind wir noch nicht. Im Augenblick sieht es weltweit so aus, als würde es sehr anstrengend werden, weil die angegriffene iranische Regierung und ihre Steigbügelhalter verbrannte Erde hinterlassen wollen, indem sie alle mit in den Konflikt hineinziehen wollen. Es ist ein sich noch einmal aufbäumender Amok – also das, was dieses Regime schon ständig mit der Bevölkerung machte und auch schon immer versuchte: Brände zu legen (Hamas, Hisbollah, Huthis, dann durch Terrorzellen in verschiedenen Ländern). Nur dieses Mal versuchen sie es, als Angegriffene Mitleid und massive Propaganda zu erregen, um von dem Terror, den dieses Regime verbreitete, abzulenken.

*

Die mutige Frau Farahbakhsh: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/meloni-usa-israel-iran/

Rembrandt-Gemälde

Ein neues Rembrandt-Gemälde ist der Öffentlichkeit bekannt gegeben worden: https://www.tagesschau.de/kultur/rembrandt-gemaelde-kunst-amsterdam-100.html

Anlasslose Chatkontrolle

Die demokratische Gesinnung scheint sich so langsam wieder durchzusetzen: https://apollo-news.net/freiwillige-anlasslose-chatkontrolle-steht-vor-dem-aus-eu-ausschuss-lehnt-verlngerung-ab/

Grüne auf Wählersuche

Oder wie ist das zu verstehen, was die grünen da propagieren? Haben sie sich den Sieg der Grünen Propalästinenserin in Großbritannien zum Vorbild genommen oder den New Yorker Oberbürgermeister? Nun hoffen sie womöglich, dass diese Siege ein wenig auf Deutschland zu übertragen sind. https://apollo-news.net/grne-wollen-vielfltiges-muslimisches-leben-in-deutschland-frdern-und-den-islam-in-der-bundeswehr-verankern/

Propaganda auf Steuerzahlerkosten? https://apollo-news.net/gruene-umweltministerin-missbraucht-staatliche-kommunikationskanaele-fuer-plumpe-propaganda/

Nachtrag: ich würde das nicht als PR-Desaster bezeichnen, was die Grünen da veranstalten, sondern es wird mir deutlich, um welche Wähler sie buhlen: https://www.youtube.com/watch?v=cXKHhdmzP1M

Humor in die Politik bringen

Es ist doch schön, wenn Menschen mit Humor an die politische Sache herangehen. So die Idee mit den Baumhäusern in Freiburg, um Klimaneutral zu bauen. Ist doch klasse. Auf solche wundersamen Ideen muss man erst mal kommen, damit humorvolle Stimmung ins Rathaus getragen wird. Ich hatte sie schon einmal in meinem Blog. Da war es allerdings ernster lustig.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/frs-klima-feministische-oberbrgermeisterkandidatin-will-baumhaus-kommunen-bauen/

Lieber mehr Wohnungen als wenig grünisierte Wohnungen / Grünisierte DUH

So scheint man sich in Bayern für die Vernunft entschieden zu haben. Das ist doch immer lobenswert: https://apollo-news.net/kurswechsel-in-bayern-klima-holzbaufoerderung-soll-eingestellt-werden/

Die grünisierte DUH macht aber unverdrossen weiter, wenn ihr nicht auch mal ein Riegel vorgeschoben wird. Aber ob der BGH dazu in der Lage ist? Nun, Gerichte sind immer für Überraschungen gut. Vielleicht auch in diesem Fall: https://apollo-news.net/verbrenner-aus-2030-deutsche-umwelthilfe-klagt-vor-dem-bgh-gegen-bmw-und-mercedes/

Gesichert rechtsextremistisch

Die Regierung will gegen das Urteil keine Beschwerde einlegen. Die Argumentation des Gerichts war wahrscheinlich so treffend, dass man keine Chance sieht, dass es aufgehoben werden könnte. https://apollo-news.net/nach-gerichtsentscheid-bundesregierung-will-keine-beschwerde-gegen-afd-urteil-einlegen/ und: https://www.youtube.com/watch?v=qtzvOO7wa1s (vermutlich nicht als inkompetenteste Ministerin, sondern als ideologischste)

Gute Meinungsmenschen

Martenstein zu den guten Meinungsmenschen und das neue Totschlagsargument: „gefährlich“: https://www.youtube.com/watch?v=WEpRiIjU4h8

Das Narbenexperiment

Interessant: Das Gefühl, das ich von mir habe, lässt mich denken, ich werde abgfelehnt: https://www.youtube.com/watch?v=TvE_K8xWzEo

EU und russisches Öl

Echt? EU will wieder russisches Öl? Kaum zu glauben: https://www.youtube.com/watch?v=m4LTN9jcv_A

Wirklich? Spielt auch hier die Vernunft wieder eine Rolle?

EU und Auffälligkeiten: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/europaeische-union-systemische-korruption/

Gericht und Meinungsfreiheit

Bundesverfassungsgericht rügt Gerichte, weil Meinungsfreiheit durch Gerichte nicht angemessen berücksichtigt wurde: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/bvg26-013.html und https://www.tichyseinblick.de/meinungen/gerichte-verkennen-bedeutung-der-meinungsfreiheit/

Angriffe auf DRK Mitarbeiter

Was manche Menschen, die anderen helfen und helfen wollen, alles aushalten müssen von üblen Menschen, ist unerträglich: https://apollo-news.net/schlagring-attacke-auf-drk-mitarbeiter-wegen-streit-um-ampel/ oder eben Menschen, die es anderen angenehm, schön machen wollen: https://apollo-news.net/plnderung-und-attacken-auf-ehrenamtliche-traditionelle-ostereiersuche-des-drk-abgesagt/

Ich habe gut reden – aber man sollte sowas nicht absagen, man sollte nicht den Barbaren das Feld überlassen, zulassen, dass die anderen die Freude nehmen. Gibt es Möglichkeiten, das Gute zu tun – vielleicht, indem Polizei anwesend ist, mehr Helfer, irgendwelche Strategien?

Bertelsmann ist blau

Was ist das denn für eine Posse? Da benutzen sie ein blaues Sofa, um öffentliche Gespräche zu führen, dann kommt der Bertelsmannkonzern und fordert hohe Strafen, weil das blaue Sofa Bertelsmann gehört? Reichtum und Größe schützen vor Dummheit nicht – nein, stimmt nicht. Dummheit ist das falsche Wort. Was das richtige Wort ist, mag jeder selbst entscheiden. Vor allem Bertelsmann.

Liebe Bertelsmänner – kann das euer Ernst sein? Noch mal „lieber“: Lieber Carl Bertelsmann (1791-1850), der du den Verlag als christlichen Verlag gegründet hast, leider kannst du kein Machtwort mehr sprechen – aber vielleicht hilft es ja, wenn sich die Bertelsmänner an ihren Ursprung, an dich, erinnern. Oder leugnen sie den? Glaube ich nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Bertelsmann

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/blaues-sofa/

Bibel: Herrschaftskritik

In alttestamentlichen Schriften finden wir Widerstand gegen Herrscher und Kritik an Herrschern. Erinnert sei an Exodus (Kampf gegen die Sklavenhalter), an Propheten (Kritik der falschen Politik und des falschen Verhaltens des Volkes), Daniel (Widerstand gegen Glaubensverbot). Psalmen haben manchmal eine weitere Dimension: Auflehnung gegen Gott – diese führt dann aber zur Rückbindung an Gott. Mit Gott, also der Macht schlechthin, wird in der Beziehung zu Gott gerungen. In den hebräischen Schriften finden wir eine Fülle an Hinweisen und Einstellungen zum Thema. Konzentrieren möchte ich mich auf neutestamentliche Schriften.

Jesus Christus: Delegitimierung mächtiger Strukturen – Betonung des Individuums

Jesus Christus hat weniger die politisch Verantwortlichen im Blick. Sein Kampf gilt eher den Unrechtsstrukturen. Er wertet den Menschen als Individuum auf, indem er dem Individuum zum Recht verhilft bzw. dazu ermuntert, als Kind Gottes, gegen eine schlechte Situation anzugehen. Der Mensch ist wichtiger als die Norm, in die er gepresst wird. Destruktive Machtverhältnisse werden bekämpft, delegitimiert (gegen Heuchelei, Missbrauch des Gesetzes, Belastungen von Menschen). Er stellt Gottes Herrschaft/Reich über die irdischen Herrschaften, damit verschiebt er die Machtverhältnisse. Das, was als selbstverständlich angesehen wird, die destruktiven Strukturen, werden aufgedeckt. Aber nicht nur gegen die oberen Herrscher, sondern indem er auch gesellschaftspolitische Vorstellungen von oben und unten umwertet. Missachtete Menschen werden erhoben, Macht bedeutet Dienst. (1)

Apostel Paulus: Unterordnung irdischer Mächte unter Gott – gemeindliche Parallelstruktur

Der Apostel Paulus steht auf der Basis von Jesus Christus. Im Grunde interessiert er sich nicht für die politischen Zustände. Er verkündet den Kyrios, den Herrn, also Jesus Christus – und damit stellt er Gott höher als die menschlichen Herrschaften. Er unterwirft die menschlichen Herrschaften der Macht Gottes – damit ist der Glaubende nur Gott gegenüber loyal, ihm gegenüber verantwortlich. Irdische Mächte sind vorläufig und haben sich vor Gott zu verantworten, sich ihm zu unterwerfen. Damit relativiert er sie. Zudem will er die kleinen Gemeinden zu Zellen einer neuen Gesellschaft machen: soziale Rangordnung wird aufgehoben, ebenso die Ethnie, nicht die römische Bürgerschaft ist relevant, sondern: Glaubende haben Gottes Bürgerrecht. Was ich besonders spannend finde: die Macht der Schwachheit, die Schwachheit als Macht. Letztlich sind die von Gott im Grunde überwundenen Gegner nicht Menschen, sondern: Gesetz, Sünde und Tod. Das heißt, er sieht hinter den Handlungsweisen der Menschen – auch der Herrscher – diese Gewalten.

Apokalypse des Johannes: Entlarvung antigöttlicher und antimenschlicher Macht – durchhalten, bis Gott seine Parallelwelt herbeiführt

Die Apokalypse des Johannes greift das Imperium verbal an. Setzen Menschen ihre Macht absolut, wird sie gottfeindlich, menschenfeindlich, dämonisch. Als solche erkennt der Apokalyptiker die gegenwärtige Macht – nicht nur die Herrscher sind so einzuordnen, sondern Menschen des Alltags lassen sich von den dämonischen Kräften korrumpieren und sind deren asozialen Werkzeuge. Macht wird entlarvt. Entsprechend wird das Römische Reich mit negativen Metaphern konnotiert. Es sind nicht einzelne Menschen, die negativ agieren, sondern sie sind Marionetten einer dämonischen, also antigöttlichen Macht. Angesichts dieser gewalttätigen Macht gilt es durchzuhalten, den Glauben zu bekennen und ihn zu leben bis hin zum Martyrium, also dem Getötet-Werden durch die Mächtigen. Die Getöteten leben in der Parallelwelt Gottes, die er einmal für alle sichtbar herbeiführen wird – Gott hat ein Gegensystem errichtet. Die politisch-dämonischen Mächte werden in einem brutalen Krieg der sich in unterschiedlichen Wellen ergießt, besiegt werden. Siegen wird – das Lamm über den Drachen.

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Diese Überlegungen sind Folge der Beschäftigung mit der Biografie von Karl Steinbauer: Christian Blendinger: Nur Gott und dem gewissen verpflichtet. Karl Steinbauer – Zeuge in finsterer Zeit, Claudius-Verlag München 2001. Karl Steinbauer wandte sich gegen nationalsozialistische Übergriffe.

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(1) Im Lukasevangelium wird in der Geburtsgeschichte Lukas 2 der Caesar Augustus genannt. Aber nur als Zeitangabe, er dient nur der Datierung. Die Akklamation des Engelheeres gilt allein Gott. Die Hirten rennen, um zu sehen, was Gott getan hat, nicht der Caesar. Bekanntlich ist das Magnifikat besonders heftig – vor allem auch darum, weil es in der katholischen Kirche eine große Bedeutung hat. Die Herrschaftskritik in der Geburtsgeschichte des Matthäus ist auch nicht ohne: Ertragen wird der Amoklauf des Herrschers Herodes – aber er kann gegen Gott nichts anhaben.