Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour ist gestorben. Ein Unbequemer, der sich von vielen Blendern nicht blenden ließ. Einer, der in vielen Dingen klar gesehen hat und es auch gesagt hat – auch wenn es politisch nicht opportun war. Ich habe mich immer gefreut, ihn zu hören, weil man sich an seinen Aussagen reiben konnte aber froh war, dass einer den Mut hatte, zu reden, auch wenn andere den Kopf schüttelten. Ich vermisse seine Experten-Stimme in diesem babylonischen Stimmengewirr sogenannter Experten. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/peter-scholl-latour-reaktionen-zum-tode-des-journalisten-a-986503.html

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Heilig- und Seligsprechungen in Süd-Korea

Der Papst wird viele koreanische Christen, die im 18. und 19. Jahrhundert ermordet wurden, selig sprechen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-in-suedkorea-maertyrer-bei-messe-seliggesprochen-a-986433.html Ein Großteil der Welt wartet darauf, dass ein Papst in Nordkorea einmal all die Christen selig und heiligsprechen wird, die bis heute unendliche Qualen erdulden müssen. Ebenso warten wir darauf, dass er es in vielen islamischen Staaten einmal tun kann. Nicht nur in Syrien, Irak, Iran, Somalia, Sudan, Pakistan…

Dass so viele in Südkorea, wie in der Tagesschau (16.8.2014) gesagt wurde, katholische Christen sind und täglich werden, habe ich nicht gewusst (jeder 10.). Dabei sind andere christliche Konfessionen noch dominanter: 31% sind Christen, davon sind 23,8% evangelisch (laut wikipedia), besonders von sich Reden machen die evangelikalen/charismatischen Gemeinden. 2007 hatte die Full Gospel Church allein 830.000 Mitglieder und sieben Gottesdienste an einem Sonntag, übersetzt in 16 Sprachen. Missionarisch sind Südkoreaner sehr aktiv und auch an den theologischen Fakultäten zu finden bis hin nach Europa. Viele Menschen in Europa haben den Schatz, den sie überreicht bekommen haben, missachtet und weggeworfen. Dieser wird nun an andere Länder weitergereicht, so zum Beispiel nach Süd Korea, nach China, nach Nigeria, nach Brasilien – und diese werden dann alles Gute, das damit verbunden ist, bekommen, während Europa immer mehr zerfällt. Aber ich hoffe immer noch, dass sich dieser Trend stoppen lässt, damit auch Europa im Konzert der Welt nicht ganz verklingen wird. Noch sind wir ganz munter dabei. Aber das kann täuschen und leichtsinnig machen.

Der Papst betete auch „im Garten für abgetriebene Kinder“: http://kath.net/news/47108 Christen können sich mit dem augenblicklichen Zustand einfach nicht abfinden. Und sie setzen sich seit Jahrtausenden für die Kinder ein. Andere haben da andere Prioritäten: http://kath.net/news/47104

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Was ist los?

Was ist mit unseren Medien los? So manche geben Scholl-Latour Recht, die ihn vorher nicht positiv beurteilt haben.

Was ist mit Steinmeier los, der jetzt laut Tagesschau (16.8.) von terroristischen Mörderbanden spricht und das Wort barbarisch verwendet. Darf man das jetzt offiziell sagen? Das wäre ein Fortschritt. Dass diese terroristischen und barbarischen Mörderbanden seit Jahren in Syrien agieren, das hat man nur auf Pfui-Seiten wie meiner finden können oder nur ganz vorsichtig umschrieben auf seriösen Seiten. Jetzt dürfen also auch die anderen Medien das sagen.

Es tut sich also was… – aber man kann schon jetzt verraten, dass sich die Fans und Vorsichtig-Schreiber/-Redner nach diesem Schock aus der Deckung wagen und ihre Journalisten- und Politikerkollegen wieder an die Kandare nehmen.

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Kirchensteuern+EKD-Syrien/Irak+N-TShirt

Dieser Artikel macht es sich sehr einfach – ich hoffe, dass kompetente Leute aus der Kirche darauf angemessen reagieren: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/glaube-und-geld-die-kirchensteuer-schadet-den-kirchen-13089553.html Auch darauf, ob es klug war, diesem Drang, auf neuer Art die Steuern einzuziehen, nachzugeben, erwartet man eine kluge Antwort.

Ganz salopp und nicht auf dieser Ebene bezogen bin ich grundsätzlich für die Kirchensteuer: Auf diese Art solidarisieren sich Christen mit der Gemeinschaft der Gemeinde und versuchen auch mit Geld zu helfen. Was an der alten Art Steuern einzunehmen wichtig war: Die PfarrerInnen sind nicht abhängig von Geldgebern der Gemeinde, müssen also niemandem nach dem Mund reden.

Zudem hat der Artikel einen Haken: Die Bedeutung auch der PfarrerInnen für die Gesellschaft wird nicht beachtet, sondern einfach nur unter Interna abgehandelt. Zudem: Die Kirche wird, auf welche Art Steuern auch eingenommen wird, überleben, denn die Solidarität der Christen untereinander wird bleiben und die ist seit Alters mit ca. 10% angesetzt.

Und: Unsere Gesellschaft lebt gut mit den Kirchen. Das Hallodri wird unterschätzt, das beginnen wird, wenn die Kirchen einmal nicht mehr die Aufgaben erfüllen wird, die sie im Augenblick für die Gesamtgesellschaft – auch für die Herren und Damen Atheisten und Kirchenkritikern – ausüben. Gewachsene Strukturen werden meistens durch Revolutionen beendet – und die bringen immer Chaos mit sich. Ob das in unserem Land auch in geordneten Bahnen ginge, wäre ein spannendes Experiment. Ich wüsste gerne, wie sich Benedikt XVI. den Rückzug konkret vorgestellt hatte bzw. vorstellt.

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Peter Hahne ist voll zuzustimmen: Von der EKD hört man nicht viel zur Christenverfolgung in Syrien und Irak. Es sind einzelne Christen, von denen man etwas hört – aber die EKD selbst tritt öffentlich sehr leise auf – vor allem nur sehr punktuell und damit medial so gut wie gar nicht. http://www.idea.de/nachrichten/detail/spektrum/detail/im-irak-sterben-christen-und-was-tut-die-ekd-87597.html Intensiver wird die Hahne-Kritik hier dargestellt: http://www.kath.net/news/47057 : „Ich weine, wenn ich die Bilder aus dem Irak sehe. Ich weine über eine Kirche, die das Mitgliedergeld in Gender-Stuss und Pazifismus-Platitüden buttert, statt sich an die Seite der leidenden Glaubensgenossen zu stellen und die zu unterstützen, die ihr Leben dafür zu geben bereit sind. Mit meinem Geld nicht mehr!“

Man muss freilich sagen, dass auch EKD-Schneider Stellung genommen hat, ebenso Bedford-Strohm: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2014/08/2014_08_08_3 Und für Christen in Syrien sind auch einzelne kirchliche Gruppen sehr aktiv. Aber medial eben nicht sehr klug, denn die Medien müssen ununterbrochen bestürmt werden, damit sie Menschen wahrnimmt, die nicht Merkel und Gabriel heißen.

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Auch hier kann man das N[un] T-Shirt kaufen, das Solidarität mit den Christen im Irak (und Syrien) ausdrückt: http://kath.net/news/47085

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Bösartige Menschen+Schutzraum im Irak

Es gibt auch in unserer ach, so zivilisierten Welt extrem bösartige Menschen. Das musste die Tochter von Robin Williams wieder erfahren, die ihren SocialMedia Akkount schließen musste, weil sie die bösartigen Reaktionen auf den Tod ihres Vaters nicht ertragen hat: http://edition.cnn.com/2014/08/13/tech/social-media/zelda-williams-twitter/index.html?sr=fb081314robinwilliamsdaughter6pStoryLink

Früher gab es einzelne Bösartige auch in den jeweiligen Dörfern. Die konnte man dann als Dorfgemeinschaft isolieren – oder man lernte mit ihnen irgendwie umzugehen, wenn sie denn nicht die Oberhand bekommen haben und das ganze Dorf mit ihren Kumpanen drangsalierten. Heute geht das alles über die Medien. Dort können sie sich austoben. Und sie bekommen auch jeweils ihre bösartigen Fans aus anderen Bereichen. Das Internet macht die Welt zum Dorf – auch in Hinsicht auf die bösartigen Menschen.

Weitere Anmerkungen zu diesem Thema: http://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/detailansicht/aktuell/extreme-reaktionen-auf-tod-von-robin-williams-89056/ Das, was hier gesammelt wurde, zeigt den tiefsten Schlamm in unserem Land: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/robin_williams_ist_tot_und_bei_zeit_online_steppt_der_antisemit Und hier ein weiterer Schlamm: http://www.jihadwatch.org/2014/08/jihadis-on-robin-williams-hope-this-one-burns-in-the-hottest-lake-of-fire Die Extremisten treffen sich doch immer wieder – sie kommen aus dem gleichen Schlamm, nennen sich nur anders.

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Bösartige Menschen trifft man auch hier: http://www.focus.de/digital/videos/muenchen-lka-warnt-vor-android-trojaner_id_4061543.html Abzocke von Handy-Benutzern.

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Terroristen-Fans auch in Deutschland stoppen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/is-terror-im-nordirak-debatte-ueber-deutsche-unterstuetzer-a-986287.html Wenn man sich vorstellt, dass die schwarze Flagge, unter deren Anhänger zurzeit 1000de von Menschen leiden bei uns einfach so irgendwo propagandistische eingesetzt werden kann, stellen sich einem die Haare zu Berge. Aber unsere neuere Geschichte kennt das ja schon:  Die Flagge Chinas zur Zeit der Mao-Morde in unserem Land, geschwenkt durch Mao-Fans.

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Angriffe auf Christen in Flüchtlingsheimen: http://www.idea.de/nachrichten/detail/menschenrechte/detail/extremisten-bedrohen-christen-in-deutschland-87616.html

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Gestern hatte ich das Thema, dass gefordert wird, einen Schutzraum im Irak einzurichten, in dem Verfolgte Zuflucht finden können. Nichts hat sich getan. Christen wurden erniedrigt, bedrängt, verfolgt. Und heute fordert man es wieder. Sie werden bei Kurden zurzeit Zuflucht finden. Das hat aber auch ein Geschmäckle, weil Kurden Kämpfer benötigen, die ihnen helfen, ihr Reich wieder herzustellen. Von daher vermute ich fast, dass Kurden alle besonders willkommen heißen – nicht nur wegen der westlichen Waffen, sondern auch wegen den Kämpfern. Aber was ist, wenn Christen nicht als Kämpfer mitmachen wollen? Werden sie dann wieder flüchten müssen?

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Tür öffnen

Tür

Bis Gott die nächste Tür öffnet, lobe ihn auf der Straße.

Wenn es geht.

Wie auch immer:

Gehe weiter und sei gespannt, welche Tür er öffnen wird.

An manchen darf man im Vorübergehen auch kräftig rütteln.

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Vorwürfe gegen Ahmadiyya+Christen

Das sind heftige Vorwürfe, die hier gegen die Ahmadiyya geäußert werden: Sie sollen Menschen nach Deutschland schmuggeln: http://www.wiesbadener-kurier.de/wissen/vermischtes/schlepperbande-ins-maerchenland-schwere-vorwuerfe-gegen-ahmadiyya_14139324.htm Hat sich eigentlich inzwischen etwas getan – das zur Aufklärung dieses Vorwurfs beiträgt?

Das schrieb ich am 1.7.2014 – habe es jedoch nicht veröffentlicht, weil immer Wichtigeres im Vordergrund stand. Doch das war möglicherweise eine Fehleinschätzung, da das doch wieder öffentliches Thema ist: http://www.echo-online.de/region/suedhessen/Schwere-Vorwuerfe-gegen-Ahmadiyya-Gemeinden;art24719,5344701

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Muslimische Argumentation gegen Christen: http://carm.org/religious-movements/islam/methods-muslims-use-attack-christianity Wer das ein wenig nachvollziehen möchte, lese den Koran und schaue sich viele youtube-Clips an, in denen genau das geschieht, was hier ausgesprochen wird. Übrigens dient auch die Konfessionalisierung als Argument gegen Christen, also, dass es Katholiken und Protestanten usw. gibt. Dass das gleiche auch im Islam vorkommt (Sunniten, Schiiten, Ahmadiyya, Charidschiten, der Sufismus, Aleviten, Alawiten, Jesiden, Drusen, Ismailiten – und wer noch alles) das wird überwiegend nicht wahrgenommen, weil für Sunniten der Islam nur aus Sunniten besteht. Alles andere ist zu bekämpfen und nicht Islam.

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Flüchtlingspolitik – Klarstellung

Zu meinem gestrigen Beitrag noch eine Klarstellung: Ich sehe das auch so, dass nicht allein unsere Bundesregierung für die Flüchtlingspolitik verantwortlich ist, sie ist Teil der EU, die das Dilemma mit zu verantworten hat.

Man kann natürlich sagen, sie wurde auf einmal überrollt – und muss nun Hände ringend reagieren. Man kann es sagen – aber das Problem ist seit Jahren bekannt. Es gab vor Jahren schon Aktionen, die die Ängste der Europäer vor „Flüchtlingsfluten“ bekämpften. Und das heißt: Diese Wanderungen waren im Blick. Ich erinnere an die „das Boot ist voll“ Diskussion – um das Jahr 2000 herum. 14 Jahre hat man verplempert, statt vernünftige Politik in dieser Hinsicht zu betreiben.

Sicher hat sich die Situation in Nordafrika massiv verändert, seit Gaddafi nicht mehr an der Macht ist und somit die Küste für die Menschenschmuggler offen ist. Aber insgesamt kann ich keine vernünftige und vorausschauende Politik erkennen, die bis auf einzelne Strohfeuer zu entfachen wirklich konstruktiv agiert hat. Auch, dass die Menschen durch die Regierung bzw. die EU auf diese Mengen vorbereitet würde, kann ich nicht erkennen. Es wurde immer als Panikmache abgewiegelt, wenn jemand sagte: aber aus Rumänien…! Facharbeiter sind es, die hier sofort Arbeit finden, antwortete man – wohl wissend, dass das nicht stimmt, vor allem wäre das fies, den Rumänien die Facharbeiter zu nehmen – aber das hatte ich ja schon damals alles im Blog verhackstückelt. Und jetzt nehmen Menschen aus Südosteuropa politischen Flüchtlingen die Unterkünfte wie den Obdachlosen die Betteleinnahmen weg – weil man eben nicht klug vorgesorgt hat. Man reagiert ständig, statt zu agieren. Ebenso lässt man Italien und Spanien allein. Man ist empört, wenn diese Länder, die am finanziellen Rand herumknabbern müssen, irgendwelche Wege gehen, um die Massen an Flüchtlingen in andere Länder weiterzuleiten.

Die EU ist in dieser Hinsicht ein Saftladen, der nichts anderes zu tun hat, als gute Staubsauger, die mehr Energie verbrauchen, zu verbieten. Sorry, wenn ich das so polemisch sage.

Ebenso wusste man ja noch nicht, was in Syrien passieren wird – nein, aber man hat durch die falsche Politik, die die Rebellen und somit auch die Islamisten unterstützte, diese Situation mit hervorgerufen. Und jetzt kommen noch Iraker hinzu. Und auch das hat man schon vorhersehen können, ohne Prophet zu sein – siehe nur meinen Blog, da findet man alles schon vor langer Zeit angesprochen, was jetzt sichtbar wird.

Und das ist es, was mir unverständlich ist: Man hat so viel Experten und politische Beobachter und Berater – und keiner von denen kommt auf das Naheliegendste? Oder werden diese, die darauf kommen, zum Schweigen gebracht und abgesäbelt, weil es nicht opportun ist, das zu sagen?

Hier nun noch ein Link, der zeigt, dass nicht nur ich ratlos bin, angesichts der unfähigen Politik: http://www.welt.de/politik/deutschland/article131243949/Bundespolizei-rechnet-mit-EU-Fluechtlingspolitik-ab.html

Die Politik hat versagt – und nun? Das ist die große Frage. Jeder sollte das Seine dazu tun, damit alles möglichst glimpflich über die Bühne geht, die Flüchtlinge integriert und menschenwürdig behandelt werden. – Und die Politik darauf drängen, vernünftige Politik zu betreiben und nicht mit ihrem Herumdümpeln noch mehr zu übertreiben und die Bevölkerung zu überfordern. Für mich gehört zu einer vernünftigen Politik auch, dass diejenigen, die sich integrieren wollen, massiv unterstützt werden und diejenigen, die sich zum Lebensziel gesetzt haben, die Gesellschaft zu stören, massiv darin zu unterstützen, wieder heimzukehren. Und es sind nicht nur diese, an die ich denke: http://www.focus.de/regional/bielefeld/wegen-anzeige-nach-gewaltausbruch-in-herford-salafisten-bedrohen-jesiden-mit-dem-tode_id_4063643.html

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