Beulenpest+Ebola

In China ist ein Mann an Beulenpest gestorben. Die Stadt wurde in Quarantäne gesetzt. Diese Nachricht gab es vor längerer Zeit. Ich habe nicht erfahren, wie es weiter ging. In Liberia wurde nun wegen Ebola ein Stadtteil unter Qarantäne gestellt. Wer fliehen will muss damit rechnen, von den Sicherheitskräften erschossen zu werden. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ebola-epidemie-armee-in-liberia-setzt-quarantaene-in-monrovia-durch-a-987236.html Das ist worst case. Staaten müssen, wenn es verhältnismäßig ist, trotz Mitleid und Empathie, dazu in der Lage sein, Menschen zu isolieren, auch wenn es für die einzelnen Menschen Schlimmeres kaum gibt. Und das wird nicht nur in China und in Liberia durchgesetzt werden müssen. Um Epidemien einzudämmen, um Menschen weltweit zu schützen, so gut es geht, müssen solche Wege gegangen werden. Ich denke, dass auch bei uns solche Pläne in der Schublade liegen – einfach weil das Kollektiv (bestehend aus einer größeren Anzahl an Individuen) in dieser Hinsicht vor den einzelnen Individuen Vorrang hat.

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Moscheen brennen+Verbalextremisten

Ich habe erst in diesem Beitrag gelesen, dass am Montag der vergangenen Woche und Dienstag dieser Woche in Bielefeld Brandanschläge auf Moscheen verübt wurden, was mit der Berliner Moschee war, wird sich zeigen. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-08/moscheen-anschlaege-islamfeindlichkeit-ignoranz Man wird vorsichtig – aber wenn es wirklich Anschläge von Islamgegnern gewesen sind, dann ist das äußerst schlimm. Gestern schrieb ich, dass wir Gott sei Dank „Sippenhaft“ nicht mehr kennen. Mit „Sippenhaft“ meine ich, dass Juden in Deutschland für das verantwortlich gemacht werden, was Juden in Israel tun (wie es durch manche Muslime geschieht). Weil dieses Prinzip nicht mehr gilt, machen wir auch Muslime in Deutschland nicht verantwortlich für das, was Muslime in anderen Ländern Minderheiten antun. Aber einige Deutsche in unserem Land scheinen noch vollkommen verballhornt zu sein, dass sie nicht differenzieren können. Man sollte alles tun, damit auch der Letzte kapiert, dass man Einzelne nicht für Handlungen anderer haftbar machen darf. Es ist Unrecht, unschuldige Menschen für die Entscheidungen und Taten anderer verantwortlich zu machen.

Manche Kommentare auf Facebook zu entsprechenden Anschlags-Nachrichten sind unerträglich, weil sie im Grunde der Barbarei der Islamisten im Irak verbal entsprechen. Verbalextremisten sollten ihre Gesinnung überprüfen, weil sie damit eine Gesinnung zur Schau stellen, die der Gesinnung der Terroristen in nichts nachstehen. Auch das dürfen wir um der Menschlichkeit Willen nicht zulassen.

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Foley+Obama

Der von Islamisten enthauptete Journalist Foley soll von der freien syrischen Armee gekidnappt worden sein, die von Obamas Regierung unterstützt worden ist. Zudem soll Foley zur medialen Unterstützung der Obama-Politik in Syrien gewesen sein und entsprechend mit den Rebellen gegen Assad sympathisiert haben. Das bedeutet: Die Syrienpolitik von Obama zeigt an diesem schlimmen Beispiel, wie falsch und vertrackt sie ist. Und dann wollte die US-Regierung die amerikanischen Geiseln befreien – doch das hatte nicht geklappt. Und jetzt sind die damit Beschäftigten sauer, weil die Regierung Informationen preisgegeben hat, und damit weitere Befreiungsversuche vereitelt hat. Obama-Politik eben. http://www.jihadwatch.org/2014/08/foley-first-kidnapped-by-obama-funded-moderate-free-syrian-army-group Was man politisch falsch machen kann, macht man auch falsch.

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Distanzierungen

Das haben wohl die IS-Islamisten wie ich erwartet, dass ein religiöser Führer aus Saudi Arabien die IS als größten Feind des Islam betrachten – denn er fürchtet wie seine politischen Herrschaften das Eindringen der IS in Saudi Arabien: http://www.jihadwatch.org/2014/08/saudi-arabias-grand-mufti-denounces-islamic-state-as-enemy-number-one-of-islam Aber da die saudische Herrschaft trotz Finanzierung von Islamisten bei vielen moderaten wie extremen Muslimen kein besonders großes Ansehen hat – „Verfälscher des wahren Islam“ – wird das kaum einen abschrecken, sich der IS als Kämpfer beizugesellen.

Aber nicht nur er distanziert sich von den IS-Islamisten, sondern auch andere Terror-Nahe Organisationen tun es: http://www.jihadwatch.org/2014/08/mpac-hamas-linked-cair-isna-muslim-leaders-condemn-islamic-state Da muss man ganz genau hinschauen: Schiiten und deren nahestehende Organisationen werden selbstverständlich den sunnitischen IS-Islamisten entgegenstehen. Die Hisbollah – vom Iran unterstützt – bekämpft ja mit Assad auch die IS-Islamisten.

Und Kerry distanziert sich natürlich auch: http://www.jihadwatch.org/2014/08/john-kerry-islamic-state-is-an-ugly-insult-to-the-peaceful-religion-they-violate-every-day-with-their-barbarity

Es ist eine Freude, anzusehen, wer sich alles distanziert. Man muss aber eben nur fragen: Warum? Warum erst jetzt? Politik eben, Sand in die Augen Streuen, Naive beruhigen… – so kann man das alles nennen. Man hat die Übeltäter großgezogen, hat sie politisch und ideologisch und religiös unterstützt – nun will man nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Ist klar: Sie werden ihnen gefährlich.

Aber das ist nicht nur kritisch zu sehen. Mazyek meinte: „Deutsche Muslime sollten `nicht nur für Gaza und den Frieden demonstrieren´, sondern müssten dies auch für Menschen tun, `die fälschlich im Namen des Islam leiden´. Man darf die Wortwahl wohl nicht auf die Goldwaage legen. Denn gibt es auch Menschen, die nicht fälschlich unter dem Islam leiden? http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5267290/die-islamhasser-werden-mehr.html Und: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/muslime-untaten-haben-mit-islam-nichts-zu-tun-89131/ Und: http://www.idea.de/nachrichten/detail/menschenrechte/detail/muslime-distanzieren-sich-von-is-87651.html

Das, was ein Imam in England gemacht hat, das ist mutig! Er hat seinen Dienst quittiert, weil seine Moscheegemeinde einen extremistischen Prediger eingeladen hat: http://kath.net/news/47224

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Wie sieht es aus mit Distanzierungen von der Boko Haram in Nigeria und anderen afrikanischen Staaten? http://www.persecution.org/2014/08/20/boko-harams-growing-circle-of-power/ Den Taliban in Afghanistan und Pakistan wie auch die Lashkar-e-Taiba usw.? Der Al Schabab in Somalia? Der MILF auf den Philippinen? Haben die Islamisten in Thailand auch einen Namen? Der Al Qaida? Der „Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika“? Den Muslimbrüdern? Der Ansar-Al-Scharia in Libyen? Die FPI und andere in Indonesien? Und wie heißen die gewaltbereiten Islamisten-Gruppen in Indien? Die Gruppe Wilajat Dagestan und vielen anderen in Russland und den angrenzenden ehemaligen Sowjetstaaten? Gruppen im Iran vergaß ich… – und viele andere wahrscheinlich auch.

Man wird sich kaum von allen distanzieren, denn sie verteidigen sich ja alle nur. Wogegen? Gegen den westlichen Imperialismus, die westliche Bildung und Aufklärung, die westliche Kultur, die westliche Werbung, die westlichen Firmen, gegen russischen Imperialismus, gegen hinduistischen (Indien) und buddhistischen (Thailand) Imperialismus, gegen Christen und Atheismus, die westlichen Frauen sowieso und gegen moderate Muslime. Außerdem hat man den englischen, französischen, russischen, amerikanischen Kolonialismus nicht vergessen – und muss als politischer Islamist entsprechend reagieren. Eine große Verteidigungs-Gesinnung finden wir also unter den Islamisten. Und verteidigen darf man sich ja schließlich. Von daher fällt für so manchen Muslim eine Distanzierung von diesen islamistischen Gruppen nicht leicht.

Nur am Rande: Nicht nur die islamistischen Gruppen tragen dazu bei, dass Christen an manchen Orten das Leben schwerer gemacht wird, sondern auch entsprechend gesinnte Staaten: Katar, Saudi Arabien, Iran…

Sind in Libyen Flugzeuge verschwunden und man befürchtet Anschläge mit diesen? http://www.vol.at/armee-einheit-schlug-islamisten-in-libyen-zurueck/apa-1419908508

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„Aufruf zum Dschihad muss wieder strafbar sein“, so Ismail Tipi http://kath.net/news/47246

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Wissen

P1060547

Das ist ein beruhigendes Gefühl:

Wir Christen wissen, auf wen wir zugehen,

wir wissen, wer unser Ziel ist, wer uns erwarten wird:

Gott in Jesus Christus.

Dieses Wissen möchte man am liebsten allen Menschen auch zukommen lassen,

damit sie beruhigter sind, damit sie getröstet werden,

damit sie das Leben gelassen empfangen und auch gelassen abgeben können.

Wie jede Reise, auch die schönste Reise ins Ungewisse

Fragen und Bangigkeiten, Ängste und Widerstände aufwirft,

so auch die letzte Reise. Wie kann es anders sein.

Aber der Grundton ist da:

Derjenige, der liebend und leitend jetzt schon bei uns war,

wird es auch morgen und ewig sein.

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Stern auf den ich schaue

 

Dieses Lied, das manche Jahre aufgrund seiner Sentimentalität bei uns verpönt war, setzt sich immer wieder durch, weil es Wahrheit ausspricht. Denn Text gemeinsam mit der Melodie hilft vielen, sich zu bergen, hilft ihnen, ein wenig von dem zu ahnen, was ist und sein wird. So manches, was Rationalisten verwerfen wirkt im Untergrund weiter, weil der Mensch mehr ist als pure Ratio – freilich auch mehr als pure Emotion: http://de.wikipedia.org/wiki/Stern,_auf_den_ich_schaue

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Lesen!

Diesen Artikel muss man gelesen haben, weil er zeigt, wie die Verantwortlichen die Lage sehen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article131295917/Die-neue-Weltordnung-der-Krisenherde.html Es geht nicht nur um die außenpolitische Lage – vor allem mit Blick auf den Irak, sondern auch um die innenpolitische: Die Probleme der Krisenherde würden zu uns herüberschwappen, „Polizei und Verfassungsschutz machen ihre Arbeit, können die Probleme aber nicht lösen.“ – so der Innenminister von NRW Ralf Jäger. Ein DGB-Angestellter: „Ich fühle mich wie im Feindesland. In fremder Uniform hinter der Front abgesetzt. Im Krieg. Unfassbar.“ Polizei und Verfassungsschutz machen ihre Arbeit – und macht sie die Politik auch? Denn das alles zeichnete sich schon vor Jahren ab. War die Politik blind? Hat sie wirklich das Ihre dazu beigetragen, dem im Vorfeld zu begegnen? Eben – auch Ralf Jäger?

Bürger in Den Haag machten mobil: Das ist unser Land – hier gelten unsere Gesetze, nicht die Scharia: http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/artikel-128243242 Der Bürgermeister von Antwerpen versucht den folgenden Weg zu gehen: http://kath.net/news/47230

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Dieser Artikel wird Ärger machen, wenn er denn von den Richtigen Zornegickeln wahrgenommen wird: http://www.cicero.de/berliner-republik/islam-die-totalitaere-religion/58089 : Es ist nicht die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört – „Die richtige Frage lautet: `Gehört der Islam in unsere Zeit?´“

Nur: Wer will das bestimmen, ob was, wann in unsere Zeit gehört? Auch unsere Zeit ist kein monolithischer Block, sondern besteht aus einer Vielfalt an Strömungen, Ideen, Versuchen zu handeln… Da gibt es kein: Passt nicht in unsere Zeit. Was sich durchsetzen wird, das passt dann jeweils auch in die Zeit. Und wenn unsere Kultur so dumm und träge ist, dass sie Islamisten auf dem Leim geht, dann passt eben auch das zu unserer Zeit. Und wenn alle Frauen auf einmal das Gefühl haben: Her mit Kopftuch und Burka, dann passt es eben in die Zeit. Und wenn die Sand-In-die-Augen-Streuer die Mehrheit bekommen und unsere Kultur in eine Zukunft führen, die wir im Augenblick verneinen, dann passt eben auch das in unsere Zeit. Und wenn die Kopf-In-den-Sand-Stecker die Mehrheit bilden – dann passt auch das in die Zeit – und wenn sie dann kopflos durch die Gegend rennen – auch das passt zur Zeit. Und wenn die Menschen sich nach Strich und Faden von Medien und Politik hinters Licht führen lassen – dann passt auch das in die Zeit.

Wenn aber der Freiheitswille siegt, die Gerechtigkeit, die Menschenliebe, das respektvolle Ringen Miteinander um die bessere Zukunft – dann passt auch das zur Zeit. Und diese Zeit ist mir am Liebsten. Darum schreibe ich den Blog, damit die SandindieAugenStreuer, dieKopfindenSandStecker, dieKopflosherumrenner nicht siegen – und ich hoffe, es bleibt? / wird? die Mehrheit.

Aber auch in dem Artikel wird die Frage aufgeworfen: Warum tun die moderaten Muslime weltweit so wenig gegen die Islamisten. Diese vorwurfsvolle Frage müssen sie sich gefallen lassen. Hier und da wird versucht, sich von den Extremisten zu distanzieren – aber die gleichzeitigen Relativierungsversuche, indem man die eigentliche Schuld anderen gibt und Forderungen noch und nöcher stellt, zeigen, dass an der richtigen Gesinnung noch kräftig gearbeitet werden muss.

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Islam und Antisemitismus

Hier dürfen wir erfahren, dass Antisemitismus im Widerspruch zum Islam steht: http://www.dasmili.eu/art/antisemitismus-steht-im-widerspruch-zum-islam/#.U_RHPcV_uSo

Am Ende des Artikels steht jedoch wieder: „antimuslimische Ressentiments“ – und: jüdische Gemeinden müssen aktiver werden: Transparenz, Dialogmöglichkeiten schaffen. Ebenso wird die Loyalität Deutschlands zu Israel nicht gerne gesehen.

Was sollen wir zu einem solchen Beitrag sagen? Gibt es keine Forderungen an Muslime? Bei ihnen ist alles gut? Vielleicht indirekt: „Jede Schmähung des Judentum ist somit ein Angriff auf den Islam.“ Ich schätze Tahir Chaudhry sehr – aber der Beitrag springt zu kurz.

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In der Schweiz versuchten radikale Muslime eine Synagoge zu stürmen: http://www.jihadwatch.org/2014/08/switzerland-muslim-protesters-attempt-to-storm-synagogue – Als hätten die Juden hier etwas mit Israel und dem Gaza zu tun. Das ist Kollektiv-Schuld-Denken, das wir mit Blick auf den Islam bei uns immer bekämpfen. Wenn in islamischen Ländern Kirchen zerstört werden, dann darf in Europa als Antwort keine Moschee zerstört werden, weil die Muslime hier nichts dafür können. Aber dieses Denken ist diesen Muslimen vollkommen fremd. Sie kennen nur eine Einheit: Wenn Juden in Israel was machen, was ihnen nicht gefällt, dann müssen Juden hier darunter leiden. Wenn wir diesen Maßstab an Muslime anwenden würden, dann gäbe es in Europa Mord und Totschlag. Gott sei Dank, sind wir hier weiter.

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Strukturelle Sünde

Das ist eine grundsätzliche Frage, die Frage nach der strukturellen Schuld. Man ist eingebunden in ein Schuldsystem und kann nichts dagegen tun. Bei uns trägt der Kapitalismus noch ein angenehmes Gesicht. Aber in den armen Ländern trägt er vielfach ein äußerst brutales Gesicht. Von daher muss eines der größten Hauptanliegen darin bestehen, die Organisationen zu unterstützen, die dem Raubtierkapitalismus in den armen Ländern die Zähne ziehen – und freilich müssen unsere Firmen ihre ethischen Standards auch in den armen Ländern nachprüfbar einhalten – auch in Hinblick auf die Subunternehmen.

Das Leiden von Menschen ist groß. Menschen werden eingestellt, ausgebeutet, entkräftet, krank – entlassen müssen sie irgendwo herumsterben. In dieser Hinsicht müssen wir äußerst wach werden. Weiß eigentlich jemand, so habe ich neulich gelesen, dass in Indien seit Jahren zahlreiche Bauern Suizid begehen, weil sie sich mit Düngemittel und Kauf von Samen überschuldet haben? Sie sind in den Händen der Verkäufer – schlechte Ernten führen zum Ruin, Kredite können nicht abbezahlt werden, sie können auf dem Weltmarkt nicht konkurrieren und so billig produzieren wie Firmen… und so sehen sie keinen Ausweg mehr. Sie werden nicht geköpft und abgeschlachtet. Das System ist diffizil und das Unrecht muss verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

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