Ich glaube nicht, dass man vor einer Islamisierung der Gesellschaft Angst haben muss. Das bedeutet freilich nicht, dass ich nicht davon ausgehe, dass
- Parallelgesellschaften entstehen – auf verschiedenen Ebenen (Polygamie, Recht, islamische Kindergärten und Schulen…)
- Zensur in den Köpfen verankert wird (man darf über alles Witze machen – nur nicht über Muslime und…; man darf alles sagen, wenn man über Islamisten spricht – muss aber sagen, dass sie mit dem Islam nichts zu tun haben; bei Anwesenheit eines Muslims spricht man anders als bei Nichtanwesenheit – man nennt das Heuchelei)
- um Muslime zu integrieren, gesetzliche Vorgaben etwas lascher ausgelegt werden (Religionsunterricht, Beschimpfung von Juden, Zeigen der Israelfahne, Ganzkörperverüllung+Autofahren…) oder gar ganz verändert werden (Friedhofssatzungen).
- Politiker sich stärker um Muslime kümmern als um Migranten insgesamt (Islam-Konferenzen)
- im voreilenden Gehorsam manche auf bestimmte Traditionen verzichten wollen, christliche Symbole, Worte, Taten, Feiern usw.
- dass sich manche Muslime – z.B. bekannt aus Großbritannien, hier auch? – sich in ihrem Beruf ihrer Ummah näher wissen als den Nichtmuslimen (Taxifahrer bringen geflohene Muslima wieder in den Clan zurück, transportieren keine Hunde, ziehen keinen Alkohol über den Scanner an der Kasse usw. usw.)
- Forderungen nach eigenen Feiertagen und Möglichkeiten, die Schule an solchen nicht besuchen zu müssen, existieren
- Moscheen am Besten mitten in die Stadt gebaut werden sollen, allen sichtbar, um die Dominanz dieser Religion unübersehbar zu machen – Integration genannt.
- still und heimlich Halal-Nahrung allen untergeschoben wird.
- Damit habe ich sicher aus einer Fülle nur ein paar Dinge angesprochen, die mir spontan eingefallen sind. Aber all das bedeutet jedoch noch keine Islamisierung. Islamisierung würde bedeuten, wenn die Bevölkerung beginnt, die islamischen Werte zu übernehmen. Aber ich denke, da steht – bis auf diejenigen, die vorhaben, einen Muslim oder eine Muslima zu heiraten – in der allgemeinen Bevölkerung Einiges entgegen.
Interessant finde ich Aussagen, die betonen, dass Muslime und unsere Gesellschaft im Grunde die gleichen Werte hätten. Wozu dient diese Aussage? a) Um bei Nichtmuslimen eine Akzeptanz von Muslimen hervorzurufen? Wobei ich mir immer die Frage stelle: Was sagen Muslime selbst dazu? b) Um Muslimen zu sagen: Ihr glaubt an etwas ganz anderes als ihr glaubt, also passt euch meinen tollen Worten über euch an? c) Handelt es sich dabei um einen Nichtmuslim, der das tatsächlich selbst glaubt, weil er sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt hat – und das glauben will? d) Einen Nichtmuslim, der will, das dem so ist? f) einen Nichtmuslim, der von den eigenen Werten und Traditionen keine Ahnung hat? g) Oder es sind Muslime, die das sagen, weil sie wirklich der Meinung sind: Alles Halal? h) Oder…
Dabei ist natürlich zu bedenken: Nicht alle Muslime sind gleich – genauso wenig wie alle Nichtmuslime gleich sind. Alle Linken sind auch nicht gleich, alle Rechten ebenfalls nicht, alle Christen und Schintoisten natürlich auch nicht. Eine Weisheit, die sich vielfach erst noch herumsprechen muss.
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Was ist das denn für ein sonderbarer Artikel: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article135351186/Das-Abendland-ist-eine-Geburt-der-Islam-Angst.html Warum findet so etwas Eingang in welt-online? Eine krude Mischung aus allem möglichen – und dann noch die Hälfte vergessen, oder unterdrückt oder was auch immer. Wie eigenartig der Artikel ist, erkennt man schon an der Aussage, dass es kein Land gab, das Abendland hieß wie auch keines, das Morgenland hieß.
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