Russische Komponisten

Rachmaninow begrüßte die Februar Revolution. Die Oktoberrevolution jagte ihn 1917 aus dem Land. Strawinsky war zur Zeit der Revolutionen im Ausland – ging wegen einer Konzertreise 1962 nur kurz zurück. Besonders problematisch war es bei Prokofjew: Er wollte sich aus der Politik raushalten, seine künstlerische Freiheit leben – aber die Politik ließ ihm keine Chance, sodass er 1918 floh – aber 1936 zurückging. Er hatte die Grausamkeit des kommunistischen Regimes unterschätzt: statt Anerkennung bekam er es mit Repression, Zensur zu tun – und musste sich musikalisch anpassen. Und dann Schostakowitsch: als die Revolution begann, war er 11 Jahre alt. Er arrangierte sich mit dem Regime – aber auch hier, wie bei Prokofjew: Repressionen, Zensur, Gängelungen, Einschüchterungen, Denunziationen. In der 11. Sinfonie soll er sich mit diesen Gewalterfahrungen auseinandergesetzt haben.

Auch Alexander Glasunow verließ die Sowjetunion 1928. Er hatte versucht, das Konservatorium und Studenten zu schützen. Er verarbeitete die Revolution und die Gewaltherrschaft meines Wissens nicht, sondern versuchte einfach zu komponieren.

Politik und ihr Einfluss auf die Kultur.