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Dass die Verbrechen der eigenen Kultur in den Fokus rücken, hat viel mit der christlichen Tradition zu tun. Der einzelne Mensch soll seine Schuld erkennen, bekennen und daraus lernen, ein besseres Leben zu führen. Das wird dann in der Erinnerungskultur säkularisiert auf die eigene christliche Kultur übertragen.
Zum anderen hat Jesus Christus einen Maßstab an die Hand gegeben, nach dem wir menschlich miteinander umzugehen haben, was Vorfahren vielfach nicht gemacht haben. Diesen Maßstab haben andere Kulturen nicht, also liegt es nahe, die eigene Kultur daran zu messen.
Der christliche Glaube in seinem Kern beachtet freilich, dass alle Menschen Sünder sind – von daher ist auch der Aspekt der Verbrechen weltweit zu beachten.
Theologisch ist das auch dadurch zu begründen, dass Gott im Heiligen Geist in seinem Geschöpf aktiv ist. Er ist die Kraft, die in allen Kulturen Positives bewirkt – auch wenn alle Kulturen ihn missachten, verschütten. Von daher sind alle Menschen zur Verantwortung zu ziehen. Das heißt, dass die Schuld der eigenen Kultur-Vorfahren auf der gleichen Ebene steht wie die Schuld der Vorfahren anderer Kulturen.
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