Nichts klappt mehr so richtig – Arbeitsmoral

Viele wundern sich, dass es im Land nicht mehr klappt.
Aus meiner Sicht ist das auch eine Folge der Abwendung vom christlichen Glauben.
Denn dieser hat eine ganz besondere Arbeitsmoral im Blick
und auch mit Blick auf das Tragen von Verantwortung hat er Besonderheiten:

Wir arbeiten nicht für uns selbst
sondern vor Gott für andere.
Wir sind nicht von unseren Launen abhängig,
sondern abhängig vom Willen Gottes.

Es geht nicht (in erster Linie) um:
Selbstverwirklichung,
Karriere,
Geld,
Ansehen,
Work-Life-Balance,
Harmonie,
Arbeitsvertrag,
Sinnsuche.

Es geht darum:
Gott beruf-t mich zu dem Dienst.
Er begabt mich zu bestimmter Arbeit.
Er ist der Sinn des Lebens – nicht die Arbeit,
trägt Arbeit zum Sinn bei, ist das schön.
Mit Gott wird die Arbeit angegangen,
mit Gott wird die Arbeit vollbracht,
mit Gott wird die Arbeit beendet.

Und viele müssen einfach arbeiten,
tun, was sich ihnen bietet,
um sich und die Familie ernähren zu können.
Arbeit ist keine masochistische Selbstbestrafung,
aber häufig auch unangenehm und sehr schwer.
Es gilt im christlichen Leben:
Mit Gott wird die Arbeit angegangen,
mit Gott wird die Arbeit vollbracht,
mit Gott wird die Arbeit beendet.

Und so ist zu fragen:
Was tut mir,
was tut meiner Familie,
was tut meinem weiteren Umfeld,
was tut der Gesellschaft gut –
und: Was ist notwendig?
Was ist Gottes Wille?

*

Ein paar Anmerkungen zum Neuen Testament: Kolosser 3,23: Was ihr auch tut, das tut von Herzen dem Herrn und nicht den Menschen.
Ist Gott der Chef, dann ist man auch ehrlich, fair, verantwortungsbewusst, nicht korrumpierbar – das auch dann, wenn andere Menschen nicht hinschauen. Arbeiten um abzugeben, finden wir zum Beispiel im Epheserbrief 4,28. Und so ist auch Jesus gegen das Arbeiten, dass nur einheimsen will und die Arbeit nicht in größere Kontexte einbettet (Lukas 12,16-21). Aber eben auch: Arbeiten nicht, um sich zu zerstören – darum Sabbat/Sonntag arbeitsfrei. Jesus legt viel Wert auf das Hören des Wortes Gottes, weil Arbeit nicht der Lebenssinn ist (Lukas 10,38-42). Die Arbeit wird eingebunden in den Dienst Gottes – nicht in dem Geldgieren (Lukas 16,13). Jesus hat freilich eine gewisse Tendenz, die Arbeit zu relativieren – aber nicht wegen Faulheit, sondern wegen des Dienstes für Gott (Matthäus 6,33). Und gegen Ausbeutung hören wir: 5. Mose 25,4 – aufgegriffen von Paulus 1. Korinther 9,9 und s. 1 Timotheus 5,18.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://gedichte.wolfgangfenske.de/13-15-jh/