
Gott bewahrt uns nicht vor Krankheiten – also müssen wir Medikamente entwickeln.
Gott bewahrt uns nicht vor gewalttätigen Menschen – also müssen wir alles dazu tun, um uns selbst zu schützen.
Gott macht unseren Körper nicht schöner, also so wie wir ihn als schön empfinden – also müssen wir uns selbst schön machen.
Gott lässt uns nicht fliegen wie die Vögel, nicht schwimmen wie die Fische, nicht schnell von A nach B kommen, also müssen wir selbst etwas entwickeln.
Gott selbst herrscht nicht in Gerechtigkeit – also müssen wir selbst unsere Herrschaften so gestalten, dass sie uns gut tun.
Und Gott? Den brauchen wir nicht mehr. Der stört uns nur. Wir wissen selbst, wie wir zu leben haben, wie wir gut leben können. Also Gott? Weg mit ihm.
Wir Menschen sind, wie Philosophen sagten, Mängelwesen, wir haben Mängel, große sogar. Aber Christen wissen: die Mängel sind Herausforderungen, das Beste für die Menschheit zu tun. Vollkommene Menschen wären unfreie Wesen. Wir sind unvollkommen – dadurch frei. Wir sind frei, uns von Gott versöhnen zu lassen, und uns als Versöhnte von Gott neu machen zu lassen.

