Provokation zum Tag + Sarah Josepha Hale + Merz eben + Hollywood und Kriminelle + Islamistische Landnahme + UNs Fall + Der Linke und Arabisch + Verschnippelte Demokraten + Edeka soll verkaufen nicht herumpolitiseren + „Gesichert rechtsextrem“ + Europäer und Migration + Personenschützer und Anzeigen

Provokation zum Tag

Sarah Josepha Hale (1788-1789)

Ich bin auf diese wichtige Frau gestoßen – allerdings scheue ich mich noch, sie in der Reihe „Menschen, die sich nicht unterkriegen ließen“ aufzunehmen.

Zu dieser bewundernswerten Frau: https://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Josepha_Hale und: https://en.wikipedia.org/wiki/Sarah_Josepha_Hale und: https://www.nps.gov/people/sarah-josepha-hale.htm und: https://pennyspoetry.fandom.com/wiki/Sarah_Josepha_Hale

Sarah Josepha Hale heiratete und hatte vier Kinder und war schwanger, 34 Jahre alt, als ihr Mann, ein Anwalt, 1822 starb. Sie musste nun für das Überleben der Familie sorgen. Anstatt wieder zu heiraten, um finanziell abgesichert zu sein, begann sie zu schreiben. Sie hatte in ihrer Kindheit und Jugend Bildung bekommen. Bildung bekam sie von ihrem Vater, ihrer Mutter, dann von ihrem Bruder, der in den Semesterferien Bücher (Latein, Philosophie, andere Wissenschaften) mitbrachte. Autodidaktisch vertiefte sie ihre Bildung. Auch ihr Ehemann unterstützte sie in der Weiterbildung (Literatur und Botanik). Reich war die Familie nicht, da ihr Vater Veteran des Unabhängigkeitskrieges war. Sie arbeitete als Lehrerin. Mit ihrer Schwägerin versuchte sie sich nach dem Sterben ihres Mannes, mit einem Hutgeschäft über Wasser zu halten. 1827 veröffentlichte sie einen Roman (Gott hat ein Plan, wenn das Schicksal zuschlägt – es geht um Tugend und soziale Verantwortung, die ein Land groß machen: Sklaven und Sklavenhalter werden sozial entmenschlicht), schrieb in den Folgejahren Gedichte. Um sie veröffentlichen zu können, bekam sie Geld von der Freimaurerloge ihres verstorbenen Mannes. Sie schrieb auch Lehrbücher für Kinder. Unter anderem schrieb sie ein bekanntes Kinderlied: Mary had a Little Lamb (Gefühl für Tiere – Liebe hat zur Folge: Treue – es wurde 1877 von Edison auf dem neu erfundenen Phonographen zitiert). Sie schrieb Rezensionen, veröffentlichte zahlreiche Bücher, auch ein Buch das Biografien von über 2000 Frauen gesammelt hat. Es dürften auch die existentiellen Sorgen dazu geführt haben, dass sie versuchte einen Lebensweg einzuschlagen, der eher vorsichtig als radikal war. Und doch vermute ich, war sie wirkungsvoller als viele, die in ihrer Zeit Radikalität auf die Fahnen geschrieben hatten.

Ein Pfarrer holte sie nach Boston – später ging sie nach Philadelphia – um ein Magazin zu übernehmen. Die Zeitschrift wurde mit Godey´s Lady´s Book fusioniert, die sie dann als Redakteurin übergeben bekommen hat. In der Hochzeit hatte das Magazin über 150.000 Abos. Mit diesem Magazin wurde sie auch wegen ihrer Leitartikel immer bekannter und immer bedeutsamer. Sie beeinflusste auch Mode und Architektur, Moral, Literatur. Hale setzte sich für die Bildung von Frauen ein und förderte Autorinnen. Bildung für Frauen sei nötig, damit sie ihre Kinder zu tugendhaften Menschen erziehen kann, eine gebildete Frau ist Voraussetzung für eine gute Familie. Damit dürfte sie sich selbst im Blick gehabt haben. Sie wertete die Tätigkeiten der Hausfrau auf, da auch das Wissenschaft sei: Kochen sei Chemie – Haushaltsführung sei Mathe. Zudem sei die Frau Königin im Haushalt und Königinnen müssen gebildet sein. Sie veröffentlichte in ihrem Magazin immer wieder Porträts erfolgreicher Frauen als Vorbilder. Diese 2500 Beiträge wurden in einem Werk zusammengefasst.

Natürlich argumentierte sie auch mit diesen Worten auf Kritiken ihrer Zeit. Sie ging aber auch weiter: Sie argumentierte, dass Gott Frauen Fähigkeiten zu Medizin und zu Lehren gegeben habe, somit wendet sich der, der der Frau das verwehrt, gegen Gott. Sie war strategisch klug, hat klug Angriffe aus der Männerdomäne gekontert, um zum Ziel zu gelangen, ohne die Angreifer zu verstören. Was sie allerdings ablehnte war das, was sie selbst praktizierte: direkte politische Einflussnahme von Frauen, so lehnte sie das Wahlrecht für Frauen ab, weil Frauen in der Wahl ihre Männer beeinflussen, was ihr von frühen Frauenrechtlerinnen vorgeworfen worden war. Sie trat zwar für ökonomische Selbständigkeit ein, aber, so wurde ihr vorgeworfen, nicht genügend für die Freiheit der Frau. Für sie hatten Frauen und Männer unterschiedliche Aufgaben, MännerPolitik sei zeitlich und laut, Moral sei andauernd. Sie sah radikale Feministinnen als solche an, die das zerstören, was sie an Möglichkeiten für Frauen erarbeitet hatte. Mit der Kritik von Frauen scheint sie genauso souverän umgegangen zu sein, wie mit der Kritik von Männern. Sie war sich ihrer bewusst und sicher. Auch mit Blick auf die Sklaverei ist ähnliches zu sagen. Sie lehnte sie auch aus religiösen Gründen ab, warnte aber vor radikalen Umbrüchen. Sie unterstützte Lincoln in seinem Handeln. Sklaverei passt nicht zur Moral des Staates. Es wird von ihr gesagt, dass sie in ihrem Magazin keine Beiträge anderer Magazine raubkopierte, keine Artikel aus England einfach so übernahm und die Autorinnen und Autoren, von denen einige berühmt waren, fair bezahlte (z.B. Poe, aber auch: Harriet Beecher Stowe, die Autorin von Onkel Toms Hütte).

Sie war auch dafür bekannt, viele Briefe geschrieben zu haben. Natürlich an die Autoren und Autorinnen ihres Magazins, womit sie die Qualität förderte. Sie war mit den Briefen als Netzwerkerin tätig zu allen möglichen Menschen, die in der Gesellschaft verantwortliche Posten innehatten. Als Witwe hatte sie vermutlich nicht viele Möglichkeiten, in Zirkeln höherer Ebenen Netzwerke zu knüpfen, außer eben durch Briefe. Allerdings gehörte sie später schon zur High Society – mit Blick auf Literatur. Viele Briefe berieten Frauen zu allen möglichen Themen, viele reagierten auf Kritik bzw. reagierten auf Fragen, welche Position sie zu bestimmten Themen vertritt.

Dass sie nicht aufgab, das ist auch dem Beispiel von Thanksgiving zu erkennen. An zahlreiche Präsidenten, die in ihrem Leben dieses Amt innehatten, schrieb sie den Vorschlag, einen Thanksgiving Day als nationalen Feiertag abzuhalten. Es wurde abgelehnt. Nur Lincoln stimmte letztlich zu und so wurde der Feiertag ins Leben gerufen. Warum wollte sie diesen Tag unbedingt? Als Christin war sie bemüht, für Frieden einzutreten. So sollte der Tag dazu dienen, die Zerrissenheit des Landes in Nord- und Südstaaten zu kitten, dadurch, dass Familien überall im Land gleichzeitig beten (das Gebet wurde dann von Lincoln verfasst; sie betonte das Danken – wer vor Gott kniet, kann sich nicht auf dem Schlachtfeld ermorden) und essen, denn intakte Familien führen zu innerer Sicherheit des Landes. es ging ihr nicht allein um den Dank, sondern auch darum, an dem „heiligen Tag“ um Gottes Schutz zu bitten. Den Dank sah sie als wichtig an, damit die Seele der Nation gerettet werde. Insofern kam der Vorschlag Lincoln sehr entgegen, der dann zur Proklamation auch auf Aussagen von Hales zurückgegriffen hat. Sie trug viel dazu bei, um die junge amerikanische Nation aufzubauen. Sie arbeitete noch mit 89 Jahren und schrieb 1877 einen Abschiedsbrief an die Leser und ging in den Ruhestand. Sie starb im Alter von 90 Jahren. Ob es an der vielen frischen Luft lag, die sie auf Spaziergängen genoss, oder an der gesunden Ernährung, daran, dass sie Modeerscheinungen ihrer Zeit, Arsen / Korsetts mied, könnte dazu beigetragen haben.

Als Information zu ihren Kindern: Alle fünf hatten einen eigenständigen Beruf, wobei ein Sohn, auch Anwalt, früh im Alter von 24 Jahren starb. Eine Tochter half ihrer Mutter in der Redaktion, sie starb 1863. Eine weitere Tochter führte eine Mädchenschule, ein Sohn wurde Ethnologe/Linguist, ein anderer Militär, er starb mit 22 Jahren. Insgesamt überlebte sie drei ihrer Kinder. Manche vermuten, dass ihre Arbeit Therapie war, manche sehen ihren Glauben als Ursache dafür an, all die Verluste, auch die ihres Mannes, durchzustehen.

Merz eben

FloskelGewitter: https://nius.de/politik/news/kanzler-friedrich-merz-floskel-gewitter-wiederwahl-als-cdu-chef Zu den Floskeln gehört auch: https://apollo-news.net/wir-werden-unsere-waehler-nicht-enttaeuschen-sagt-merz-und-sieht-sich-so-wie-adenauer/ Aber den CDUlern, die Merz mit über 91% wieder gewählt haben, ist Geschlossenheit wichtiger als politische Vernunft. Merz wird das für seinen Weg ausschlachten – auch wenn es der AfD den Weg bereitet.

Das scheint für die CDU wichtig zu sein – ein Awareness-Team, aber das zeigt gleichzeitig: die CDU-Granden trauen ihren Mitgliedern moralisch nicht über den Weg. Stehen da Erfahrungen hinter? Das Merz-Bier war – ich verteidige mal Mrz – sicher Aloholfrei: https://www.youtube.com/watch?v=O1ZbTo4C_b0

SPD-Kanzler Klingbeil – da beißt sich aber einer vermutlich nach der Rede in den Hintern: https://nius.de/politik/news/carsten-linnemann-nennt-lars-klingbeil-spd-kanzler

Hollywood und Kriminelle

Hollywood hat ein übles Verhältnis zu Kriminellen unter ihnen, die viel Geld einbringen: https://www.youtube.com/watch?v=j9Ba64CXmao

Islamistische Landnahme

Zur politischen Instrumentalisierung des Ramadan und die politische Verklärung dessen, was nicht verklärt werden darf. Interview mit Susanne Schröter: https://www.youtube.com/watch?v=VFTriokl5NU

Sich lustig machen über den Islam – kritisch, kritisch, kritisch (Broder): https://www.youtube.com/watch?v=eREeDAaix2Y

UNs Fall

Ich hatte die Themen: UN – Guterres (Iran) und Baerbock: https://www.youtube.com/watch?v=DktkO05FVxU – die Delegitimierung der UN durch die UN selbst.

Die UN als Friedensrat: https://apollo-news.net/streit-um-trumps-friedensrat-frankreich-rgt-teilnahme-von-eu-kommissarin/ Da muss man schon sehr viele Augen zudrücken. Der Trump-Friedensrat – keine Ahnung, ob der was bringen wird. Aber die UN muss unbedingt von Grund auf reformiert werden, wenn sie als Friedensrat bezeichnet werden soll. Was Wedephuhl macht. Das Problem der UN ist natürlich, wie ich neulich schon im Blog schrieb, dass sie keinerlei Sanktionsmöglichkeiten hat, um wirklich Antifriedensstaaten zur Raison zu bringen. Aber das zeigt sich gegenwärtig, dass das schlecht wäre, wenn sie sowas könnte, weil sie dann immer dieselben Staaten auf den kiecker hat – aber die Übelsten freundlich übergeht.

Der Linke und Arabisch

Da will ein linker, natürlich nicht irgendeiner, Arabisch betonen aus Respekt vor den Wählern. Schön. Aus Respekt vor den Wählern dürfte er denn auch verschiedene Sprachen aus Indien und Pakistan sprechen, Russisch und Polnisch, Spanisch und Portugiesisch, natürlich Französisch und Italienisch. Das ist doch einer, der gewählt werden muss – Türkisch und Kurdisch hatte ich ganz vergessen. Ein Tausendsassa, den man unbedingt wählen muss.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/hat-etwas-mit-respekt-zu-tun-linken-chef-will-whler-auf-arabisch-ansprechen/

SchutzgeldTerror

Auch da scheint es nicht schlecht zu sein arabisch sprechen zu können. Aber dass diese beiden Infos so dicht hintereinander kommen, ist Zufall, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: https://de.euronews.com/2026/02/20/schutzgelderpressung-clan-kriminalitaet

Verschnippelte Demokraten / CDU Wahlkampftipp

Als solche dürfte man die bezeichnen, die meinen, dass Demokratie nicht für alle gelte, sondern nur für die Gesinnungsgenossen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/afd-darf-nicht-am-marktplatz-fr-die-demokratie-in-nierstein-teilnehmen/

Apropos AfD: Mit Fake News bekommt man keine vernünftigen Wähler. Das sollten CDUler auch im Wahlkampf wissen. Nur ein kleiner Wahlkampftipp von mir.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/baden-wrttemberg-cdu-spitzenkandidat-hagel-nennt-afd-gegner-deutschlands/

CDU sehr humorvoll – sich selbst auf die Schippe nehmen: https://nius.de/politik/news/auch-wenn-mal-was-danebengeht-die-richtung-stimmt-cdu-macht-eigene-politik-zur-latrinen-parole

Edeka soll verkaufen – nicht herumpolitisieren

Da politisieren sie schon wieder herum, anstatt einfach normal zu verkaufen. Erinnert sei an die Aktion gegen blau – obgleich Edeka Blaues verkauft.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/gesellschaft/news/kaffeehersteller-olivier-caffe-vertreibt-afdler-toeten-tassen-edeka-wollny-zusammenarbeit

Gesichert rechtsextrem

Dass dieses Urteil nicht mehr unbedingt Betroffene beeindruckt, das liegt daran, dass das einfach ein abgelutschter Vorwurf ist. Das hängt damit zusammen, dass Politik und Institutionen damit um sich zu werfen scheinen. Was nicht alles als rechtsextrem zählt – ist ja schon kurios. Diese Politik delegitimiert sich selbst und Institutionen des Staates. Und das ist gefährlich, sehr gefährlich.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/kaiser-zeigt-sich-von-verfassungsschutz-verdikt-unbeeindruckt-94178891.html

Europäer und Migration

Interessante Zahlen finden sich dazu hier: https://de.euronews.com/my-europe/2026/02/20/migration-fluechtlinge-migranten-eu

Personenschützer und Anzeigen

In dem Zusammenhang von Ex-Prinz Andrew hatte ich irgendwo gehört, dass Personenschützer bei der Polizei aussagen sollen. Das finde ich spannend: Sind Personenschützer verpflichtet, kriminelle Handlungen ihrer Arbeitgeber zu melden, weil sie sonst selbst angeklagt und verurteilt werden können? Wenn ja, was bedeutet das für die weltweit „geschützten“ Personen und ihre „Beschützer“? Da dürfte, wenn das konsequent verfolgt werden würde, einige Dinge ins Rutschen kommen. Natürlich nur eine Vermutung.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.zeit.de/news/2026-02/20/pressestimmen-zur-festnahme-von-ex-prinz-andrew

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