
Die neutestamentliche Antwort
auf die Theodizeefrage lautet:
Leiden ist ein Teil des Lebens –
Gott steht dir im Leiden bei,
Gott hilft, Leiden zu bekämpfen,
Gott führt dich in die Vollendung.
Jesus Christus litt für die Menschen,
er wurde gefoltert, ermordet, auferweckt.
Stephanus litt, weil er Christus bekannte,
er sieht den Himmel offen: Gott ist.
Jesus Christus lehrte nicht Befreiung vom Leid,
er nahm uns hinein in Seine Gegenwart.
Der Apostel Paulus, die JohannesApokalypse,
Hebräer- und Petrusbrief denken darüber nach.
Keiner leugnet Leiden, verharmlost Leiden.
Alle sehen das Leiden als Teil des Lebens
in einem neuen Licht – dem Licht Gottes:
Nicht Finsternis des Leidens bestimmt Glaubende.
Umfangen von Gott, leben sie im Leiden,
nicht mehr als Sklaven des Leids und des Todes,
sie leben für Gott, der sie liebt, stärkt und vollendet,
im Dienst für andere gegen das Leiden,
der ihre Seele bewahrt
zur Herrlichkeit der Gemeinschaft mit Gott.
Das ist nicht genug! – rufen wir.
Das ist erbärmlich! – rufen wir.
Jetzt soll Gott handeln, mit Macht! – rufen wir.
Im Glauben erkennen wir: Gott ist Gott,
Dankbar bekennen wir: Gott ist da, in uns, nah,
in Seiner Kraft, Liebe, in Seinem Lichte leben wir.
