Verfassungsschutz-Chef + Unser Land steht zusammen + Ethikrat-Feigenblatt + KBV-Chef + Fleisch für die Reichen + Tarifautonomie + Drei Chinesen mit dem Kontrabass

Verfassungsschutz-Chef

Wenn der Verfassungsschutz-Chef zum Thema wird: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/verfassungsschutz-chef-haldenwang-2022/

Unser Land steht zusammen

Ja, unser Land steht zusammen – in der Verurteilung der bösen Nichtgeimpften – ca. 30%. Aber wie neulich schon geschrieben: Die zählen nicht. Politisch Ungehorsame haben nichts zu melden. Respektvoll darf man nur mit denen umgehen, die politisch genehm sind. Auch diejenigen zählen nicht, die irgendwelche politische Vorgaben der Klimaziele nicht jubelnd begrüßen, sondern gewisse Vorhaltungen haben: Wie soll Otto Normalbürger bzw. Ottilie Normalbürgerin das alles bezahlen? Es gibt Zuschüsse. Zuschüsse, die dann eher unverständiges Lachen hervorrufen. Bei manchen. Auch die Leute zählen nicht. Gegen die halten wir zusammen! https://www.tagesschau.de/inland/neujahrsansprache-scholz-101.html

In https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-12/neujahrsansprache-olaf-scholz-kanzler-rede-pflicht-corona heißt es: Der will was von uns. Ja, ich denke, es gibt wohl kaum einen, der nicht ein ElektroAuto hätte, der sein Haus auf den neusten Stand der Energiesparsamkeit bringen würde usw. usw. usw. Aber Politik muss eben darauf achten, dass ein großer Teil der Bevölkerung sich das nicht leisten kann. Vor allem auch darum, weil die Politik ja will, dass sich die Leute für die Rente eindecken. Die Quadratur des Kreises wird verlangt – das sollen die Herrschaften erst mal vormachen, wie das geht. Dann kommen noch höhere Energiekosten, Inflation und wer weiß was noch alles teurer wird dazu. Dass Handwerker-Mangel herrscht, dürfte sich auch herumgesprochen haben.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ihr müsst respektvoll akzeptieren, dass euch die allein weitsichtige Regierung Dinge vorgibt, die ihr dann fröhlich und dankbar zu erfüllen habt. Schon mal vielen Dank, dass ihr so klasse seid und es auch tut. Ich wünsche ihnen ein schönes neues Jahr 2022.

Bin gespannt auf die Neujahrsansprache. Aber eigentlich habe ich keine Lust mehr, mir solche Reden anzuhören. Das ist mir immer eine Qual. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Also werde ich es mir antun.

Nachtrag: 1.1.22 Ich habe die Rede gehört und leider nichts zu korrigieren.

Noch ein Nachtrag: Cicero+: https://www.cicero.de/innenpolitik/neujahrsansprache-von-olaf-scholz-das-sprachdesign-bestimmt-das-bewusstsein-pandemie-spaltung

Ethikrat-Feigenblatt

Der Ethikrat muss sich massive Fragen stellen lassen: Ist er wirklich unabhängig? Es kostet Mut, unabhängig zu sein. Nicht jede/r bringt diesen Mut auf. Insofern sollte sich der Ethikrat wirklich diesen Fragen stellen: Dienen wir nur als Feigenblatt für die herrschende Politik? https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/knauss-kontert/ethikrat-impfpflicht/ und (faz+) https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ethikrat-darum-stimmten-vier-mitglieder-gegen-corona-impfpflicht-17698695.html und cicero+: https://www.cicero.de/innenpolitik/deutscher-ethikrat-moral-auf-bestellung-allgemeine-impfpflicht-augsberg-rixen-rostalski-tatari

Der Ethikrat ist ja auch nur Teil der Gesellschaft, spiegelt wohl die Mehrheit im Land wider. Eigenständige, kritische Denkende sind auch nicht immer unabhängig. Sie denken zwar, sie seien es. Aber wirkliche Unabhängigkeit von Gesellschaftsströmungen hat immer Seltenheitswert und kostet auch Mut. Vor allem auch dann, wenn Ethik aus utilitaristischer Dimension betrachtet wird. Denn auch in der Ethik können philosophische Prämissen Vorrang haben. Und heute ist der Utilitarismus in verschiedensten Schattierungen hoch im Kurs.

KBV-Chef

Ich frage mich, wie lang der KBV-Chef noch KBV-Chef sein darf. Er bringt Ruhe und Vernunft in die Corona-Diskussion. Und das ist gefährlich: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/kbv-chef-gassen-impfpflicht-konflikte/

Ich finde das mit der Impfpflicht wie schon vor Monaten mit Blick auf den Lockdown sonderbar: Dann werden alle geimpft – und Deutschland ist keine einsame Insel. Dann kommt einer aus dem Land XY und bringt es wieder in einer mutierten Form mit – und das Wehgeschrei ist erneut groß, Schuldige werden gesucht. Unsere Politik lebt vom Aktionismus, davon, der Bevölkerung Hoffnungen vor Augen zu malen, die nicht erfüllt werden können, vor allem, weil sie selbst massive Fehler macht. Nicht die Nichtgeimpften.

Nachtrag: Es gibt eine mächtige Frau, die zumindest auf die Impfpflicht-Bremse tritt: https://www.spiegel.de/politik/corona-bundestagspraesidentin-baerbel-bas-will-bei-impfpflicht-nichts-uebers-knie-brechen-a-5adeaa6e-ed6a-44c3-87c4-910d5ffd92ab

Fleisch für die Reichen

Fleisch nur noch für die Reichen – mit freundlicher Unterstützung von Greenpeace: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/landwirtschaft-lebensmittel-preise-greenpeace-101.html

Soziale Fragen scheinen manche gar nicht mehr zu interessieren. Auch die Logik ist egal. Hauptsache was fordern, was Aktivist*innen goutieren.

Fleisch nur noch für die Reichen – bis es dann ganz im Sinne veganen Glücks ganz verboten wird. Und diejenigen, die Fleisch essen wollen, fahren dann ins Ausland. Weil sie noch das Geld dafür haben – denn die Energiepreise sind bis dahin auch immens gestiegen. Oder Menschen halten sich auf den Balkons ihre Hühnchen und Täubchen, bis der Tierschutz kommt…

  • Oh, ich vergaß! Die Ersatzfleischproduktion. Manches schmeckt echt gut. Aber darum geht es mir nicht. Vielleicht hat die Wissenschaft ja irgendwann auch das perfekte Steak aus Holzwolle hergestellt – upps – Holz gibt es bald nicht mehr, weil es für Pellets verbraucht wird, sagen wir dann: Aus Wüstensand – chemisch wunderbar zubereitet – mit klasse Geschmacksstoffen versehen – dann auch mit Vitaminen, Eisen usw. aus der Pharmaproduktion versetzt. Ja, dann brauchen wir kein echtes Fleisch mehr.
  • Fleisch wird sowieso überbewertet, vor allem in Zeiten, in denen wir sowieso nur noch aus Sekondhand-Erlebnissen leben. Keine Reisen mehr, stattdessen Fernsehen; keinen echten Tannenbaum mehr – stattdessen Papiertannen; keine Kerzen mehr – stattdessen Batteriebetriebene Wackellichter (ich liebe sie!); keine Weisheit und kein Wissen mehr – stattdessen Wikipedia und Google; kein soziales Miteinander mehr – stattdessen Smartphones und Likes; keine Präsenzgottesdienste mehr, stattdessen Internet; Gemeindetreffs sehen dann so aus, dass vorher Plätzchen verteilt werden und die Menschen vor Zoom/Skype (wenn Datenschützer es zulassen) einsam/gemeinsam ihre Plätzchen knabbern – und dann sagen: Das war schön! Keine Chöre mehr, stattdessen nur noch Musik hören und einsam Karaoke mitsingen. Keine Menschen mehr – stattdessen Humanoide, die Menschen betreuen. Spricht eigentlich noch jemand von Tamagotchi – das fordernde KuschelKüken, das kalte Technik ist?

Das heißt: Die Diskussion beginnt. Und das ist es, was nötig ist: Nicht nur irgendwelche ideologischen Schnellschüsse, sondern die Diskussion auf allen Ebenen, die damit befasst sind. Landwirte, Firmen, Geschäfte, Verbraucher… – sowas dauert Ideologen natürlich immer zu lange: Schnell Steuern rauf, weniger essen – Hurra, hurra, hurra! So darf es in einer demokratischen Gesellschaft nicht gehen. Ich hoffe, Özdemir lernt daraus.

Tarifautonomie

Nichts gegen Erhöhung des Mindestlohns – aber dass durch Regierungen einfach bestimmte Regeln durchbrochen werden, ist ja zum Guten!, ist ein Kennzeichen der Zeit. Man denkt sich was Gutes aus – drückt es durch: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/mindestlohn-erhoehung-klage-arbeitgeber-101.html

Hoffentlich beginnt auch hier ein demokratischer Lerneffekt.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass

Ich habe gehört, das sollte heute so nicht mehr gesungen werden – wegen Rassismus und so. Das unterstellt Chinesen, auf der Straße zu sitzen und Kontrabass zu spielen. Dass dann Racial Profiling stattfindet – also die Polizei kommt – darf man ja nicht den Chinesen in die Schuhe schieben. Das wäre diskriminierend. Weiteres dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Chinesen_mit_dem_Kontrabass

Ich würde vorschlagen: Wir singen Drei Kartoffeln mit dem Kontrabass – bewahre, ich ersetze Chinesen nicht durch Kartoffel – sondern Kartoffel war doch ein Spitzname für Deutsche. Deutsche können sowas verkraften. Chinesen eigentlich auch. Aber manche Europäer nicht, die sich in Phantasie-Chinesen hineinversetzen. Aber ich denke, mit deutschen Kartoffeln wären sie auch einverstanden. Außerdem: Drü Kürtüffüln müt düm Küntrübüss – klingt doch auch lustig – vor allem dann, wenn man nicht weiß, dass Kartoffel ein anderes Wort für Deutsche ist. Was sollen denn die drei Kartoffeln auf der Straße sitzen? Und dann noch Kontrabass spielen? Mama, das geht doch gar nicht! Was ist ein Kontrabass? Mama sagt dann: Frügen wür mül dü Pülüzü! Dü wür jü dübü!

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