Feiertage + Feiertage privatisieren

Die meisten Feiertage sind christlich geprägt. Es gibt nur wenig Ausnahmen. Wie es zu diesen Feiertagen kam, wie lang es sie schon gibt, kann hier gelesen werden: https://kirche-biberbach.de/sermon/liturgie-fuers-leben-das-kirchenjahr/

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Ich bin gespannt, wie lange noch die Feiertage christlich bleiben. Es gibt zwei Möglichkeiten, von der eine seit dem 19. Jahrhundert immer wieder versucht wurde: Christliche Festtage umprägen. Aus Himmelfahrt wird Vatertag oder Tag der Evolution, aus Weihnachten wird Winterfest oder Geschenkfest usw.

Eine andere Möglichkeit wird wohl der heutigen Zeit angemessener werden: Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin bekommen 10 Feiertage im Jahr, die sie eigenständig frei nehmen können. Das wäre wirtschaftlich hervorragend: Es müssen keine Feiertagszuschläge bezahlt werden, es würden keine Arbeitszeiten ausfallen, die Firmen könnten ununterbrochen produzieren. Geschäfte können immer geöffnet sein – ein kapitalistisches Paradies! Zudem ist das ideologisch auch hervorragend: Man muss sich nicht mehr an die alten Klamotten erinnern: Ostern? Was war das noch mal. Irgendwas mit Hasen. Pfingsten? War doch irgendwas mit der Taube; Weihnachten? Was für Kinder… Man kann dann ganz unbeleckt von der christlichen Tradition seine eigenen Feiertage prägen.

Sind diese meine Aussagen sarkastisch? Oder Wunsch mancher – und werden irgendwann Realität? Um 2070 wissen wir mehr. Aber das werde ich sicherlich nicht mehr erleben.

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Es wird aber immer Christen geben, die sich an Jesus Christus erinnern: an seine Geburt – seine Hinrichtung – seine Auferstehung – seine Himmelfahrt – die Gabe des Geistes… – und ihn feiern, in Ewigkeit.

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Der Blog wird in kommenden Wochen unregelmäßig weiter geführt werden.