Trumpbiden 2 + Migrationsmaskottchen + Traditionsabbruch 1: Rücktritt von Bischöfen + Traditionsabbruch 2: Bild-Reichelt + Kolonialismus – saure Trauben

Trumpbiden 2

Biden entwickelt sich immer mehr zum Trump 2: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-nord-stream-103.html

Und wann kommt die Biden-Mauer? https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-grenze-mexiko-fluechtlinge-101.html

Das muss ein schwerer Schlag für unsere medialen Biden-Hofierer sein.

Aber mit Blick auf die China-Politik wird schon ein Unterschied zwischen Trump und Biden gefunden: Trump ging es nur um die Wirtschaft der USA. Biden geht es um Menschenrechte. Bin gespannt, wie Biden sich verhält, wenn China einfach weiter menschenrechtslos agiert – wird er normal wirtschaftlich weitermachen, nach dem Motto: Weit gesprungen – auf dem Tigerfell gelandet, oder Konsequenzen ziehen? https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-china-alaska-anchorage-1.5240256

Migrationsmaskottchen

Sehr guter Beitrag von Rasha Khayat: „Ich bin nicht euer Migrationsmaskottchen!“ https://www.zeit.de/kultur/literatur/2021-03/diversitaet-literatur-amanda-gorman-uebersetzung-migration-biografie

Traditionsabbruch 1: Rücktritt von Bischöfen

Wie immer: man will Köpfe rollen sehen, je höher, desto besser. Populismus pur. Wenn niemand ein Verbrechen begangen hat, sollte man mit solchen Forderungen vorsichtig sein. Ich halte den Rücktritt von Bischöfen für Makulatur.

Die Bischöfe haben gehandelt, wie sie handeln mussten, wie man wohl schon traditionell gehandelt hat. Es ging wohl kaum um vertuschen – zumindest ist der Vorwurf massiv und müsste bewiesen werden – es ging darum, denen, die sich vergangen haben, eine neue Chance zu geben.

(Ich frage mich: Wann begann das, dass man „Brüder im Nebel“ nicht in das Sonnenlicht stellte? Die Bibel ist viel rigoroser – wegen der Menschenliebe, wir sind sanft – wegen der Menschenliebe. Aber wir müssen uns da wohl auch an die eigenen Nase packen.)

Heute findet man das nicht richtig. Von daher ist es ein strukturelles Problem, nicht eines, das einzelne Menschen zu verantworten haben. Und es ist gut, wenn strukturelle Probleme erkannt und beseitigt werden.

Weil es ein strukturelles Problem ist, dürfte wahrscheinlich allen älteren Kirchenverantwortlichen Vorwürfe gemacht werden können, weil sie eben in der Tradition gehandelt haben. Sollen alle zurücktreten? Nein: Sie sollen die Struktur ändern. Aber: Populismus – rollende Köpfe – ist sehr stark in uns verankert.

Was gravierend ist – der Umgang mit den Opfern sexueller Gewalt. Ist das auch ein strukturelles Problem? In der Kirche gibt es sehr viele Menschen, die sensibel dafür sind, Menschen in Not zu helfen. Wie kam es, dass diese Sensibilität hier möglicherweise abhanden gekommen ist? Denn es scheint mir offensichtlich, dass hier etwas massiv falsch gelaufen ist. Wie kam das? Oder hat sich das Verhalten der Opfer auch geändert – was die Bewusstwerdung betrifft? Dazu: https://www.katholisch.de/artikel/29139-erschreckend-reaktionen-aus-kirche-und-politik-zum-koelner-gutachten

Wie dem allem auch sei: Gott selbst ist hier am Werk. Mit welchen Absichten Menschen auch immer die Kirche zur Raison rufen. Es dient dazu, sie auf Gottes Wegen zu bringen.

Traditionsabbruch 2: Reichelt

Auch hier wird deutlich, dass mit den Beschwerden gegen Julian Reichelt eine neue Welt sichtbar wird. Diese überrollt die alte Welt. Viele verhielten sich so und so – und nun fällt das einst „normale“ Verhalten auf viele zurück: https://taz.de/Verfahren-gegen-Bild-Chef-Reichelt/!5756721/

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Leider denken heute wohl viele von sich:
Ich bin sauber, ich bin rein –
darum werfe ich den 1. bis zum 100. Stein.

Kolonialismus – saure Trauben

Wilhelm Wilberforce, der Kämpfer gegen die Sklaverei im 18. und 19. Jahrhundert, sagte einmal sinngemäß: Die Unmenschlichkeit der Briten wird sich gegen die Briten erheben. Die Unterdrückten werden gegen Briten aufstehen und sie überrollen.

Überall da, wo die Väter sich vergangen haben, werden die Jungen zur Rechenschaft gezogen. In der Bibel heißt es sinngemäß: Die Väter aßen die Trauben – den Kindern zieht sich der Mund zusammen. In diesem schmerzhaften Prozessen stecken wir – nicht nur in Großbritannien. In diesem Prozess, ein Gleichgewicht zu finden, dass der Mund von der Säure nicht mehr zusammen gezogen wird.

Meine Frage ist: Welche Trauben essen wir – so dass sich unseren Kindern der Mund zusammenzieht? Das werden erst die Kinder wirklich wissen, da viel Gutgemeintes eben auch solche Trauben sein können.

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