Sein und Sollen

Noch eine Anmerkung zu meinem Beitrag https://blog.wolfgangfenske.de/2019/01/13/sein-vor-sollen/ :

Gefährlich wird die Sein-Sollen Problematik allerdings dann, wenn der Sozialdarwinismus in den Blick kommt: Wenn es stimmt, dass der Stärkere/der Fitteste sich durchsetzt, hat der Stärkere /Fitteste dann auch das Recht, sich durchzusetzen? Diese Sicht ist tief auch in unserer modernen Kultur verwurzelt. Nicht unbedingt, was die rassistische Sicht betrifft, aber die gegen die Natur, gegen Tiere,
in sozialer Hierarchie tiefer unten stehende Menschen ist von dieser Sicht geprägt , auch im Kontext der Wirtschaft, der Forschung hat sie Bedeutung.

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2 Antworten auf „Sein und Sollen“

  1. Wenn es stimmt, dass der Stärkere/der Fitteste sich durchsetzt, hat der Stärkere /Fitteste dann auch das Recht, sich durchzusetzen?
    Genau das stimmt eben nicht und damit erübrigen sich Ihre weiteren Spekulationen.

    Das von Darwin verwendete „survival of the fittest“ hat mit Stärke in aller Regel überhaupt nichts zu tun und bedeutet lediglich, dass in der Natur das überlebt, was am besten an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst ist und deshalb zahlenmäßig die meisten Nachkommen hinterlässt. Da dieses Prinzip auch bei Bakterien, Pilzen und im Pflanzenreich gilt, sieht man schon wie unsinnig die ausschließlich von Laien verbreitete „Übersetzung“ ins Deutsche ist.

    Dass viele Menschen Gewalt gegen Natur allgemein und Tiere speziell ausüben und sie eher als Objekte betrachten, ist ja beileibe keine Folge der in ihren Grundzügen als richtig erkannten Evolutionstheorie, sondern ein Erbe der christlichen Weltsicht, dass auch Sie nicht leugnen können. Heißt es doch bei 1. Mose 9:
    Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde. Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. „
    Das wird leider und gerade von der heutigen Menschheit nur allzu
    gründlich umgesetzt.

    Wo diese Sicht „im Kontext der Forschung Bedeutung haben“ soll, müssten Sie schon konkret belegen. Bei der Evolutionsforschung werden Sie danach wahrscheinlich vergebens suchen.

    P.S.: Wäre es nicht besser für Sie, Sie würden sich bei Ihren Kommentaren auf Dinge beschränken, von denen Sie etwas verstehen? Dumm daherreden kann schließlich jeder, dazu braucht man keine Theologen., auch wenn die oft besonders dumm daherreden, sogar auf ihrem eigenen Fachgebiet!

    1. Ihr PS: Da ist sie wieder, die Arroganz. Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen schreiben würde: Schreiben Sie was über das, wovon Sie etwas verstehen? Diese Ihre Antwort beziehen Sie nun auf sich selbst.
      Was soll das für Wissenschaft sein, die arrogant den Bürger ausschließt? Die als Heilsmittlerin der Welt nun ihr Priesteramt übernimmt, Kauderwelsch redet, die Welt ins Heil überführt? Das ist doch Stuss – und wird hoffentlich von keinem wesentlichen Naturwissenschaftler vertreten.
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      Was die Evolution betrifft – das macht die Sache ja auch nicht besser: Soll man also das Anpassen auf die Gesellschaft übertragen? Dann passen Sie sich mal schön an. Es geht um die Sein-Sollen-Problematik.
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      Was die Tierethik betrifft: https://evangelische-religion.de/tierethik.html

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