Tagesschau – Platzhirsch

Dadurch dass die Bürger des Landes dazu verdonnert sind, die ARD-Tagesschau zwangszufinanzieren, hat sie auch im Internet einen sehr großen Vorteil: Sie ist nicht angewiesen auf Gelder. Man hat gar nicht so viel Geld, dass man alle Online-Zeitungen finanzieren könnte. Somit greift man diese Seiten, die finanziert werden müssen, kaum auf und greift auf die Tagesschau zurück. Sie weitet damit das Machtmonopol, das Nachrichtenmonopol weiter aus. Das halte ich für gefährlich. Nicht nur, weil dadurch die normalen Zeitungen und ihre Internetpräsenz lahmgelegt wird, sondern eben auch die Meinungsvielfalt darunter leidet und die Tagesschau ein Meinungsmonopol bildet – und eben staatstragend. Es kann natürlich auch sein, wenn die Staatsoberhäupter den Machern nicht passen, massivst die Regierung bekämpfen (einen Vorgeschmack bekommt man mit Blick auf Nachrichten über Trump, Orban, Polen – und im Gegensatz dazu Hervorhebung von Macron und Trudeau – wobei auch die nun merken, dass das nicht alles so läuft, wie sich unsere Tagesschauler und andere erträumt haben). Es muss ein Weg gefunden werden, die Vielfalt der Meinungen zu erhalten – und dazu gehört es auch, die Tagesschau nicht noch mehr zu füttern.

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4 Antworten auf „Tagesschau – Platzhirsch“

  1. Dazu schreibe ich nichts . Ich habe nur überlegt, ob ich es veröffentlichen soll, weil Sie damit Ihre Intoleranz outen. Das wird bei vielen Gleichgesinnten gut ankommen. Sonst würden manche unserer Medien eben nicht so agitieren.

    1. Dazu schreibe ich nichts .
      Was sollen Sie auch dazu schreiben. Selbst Sie haben manchmal Hemmungen, gegen Fakten zu agitieren.

      Was die mir unterstellte Intoleranz angeht, den Schuh ziehe ich mir gerne an, wenn es um besagte politische Kräfte geht. Dass gewisse Politiker totalitäre Absichten verfolgen, lässt sich nun einmal nicht leugnen und es ist sicherlich immer besser, heute dagegen anzugehen, als so etwas stillschweigend zu „tolerieren“.

      Dass die Armleuchter für Dumpfbacken (AfD) eine konkrete Gefahr für unsere Demokratie darstellen, sehe ich nicht als einziger so. Dass einige ihrer Vertreter objektiv als Faschisten bezeichnet werden können, ebenso.

      So sagte Karl Popper in „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“:

      „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

      Noch stärker finde ich diesen Satz: „Gegenüber der Intoleranz ist Toleranz ein Verbrechen.“

      Klar muss lediglich bleiben, dass der Kampf gegen die intoleranten politischen Kräfte in unserem Land mit rechtsstaatlichen Mitteln geführt werden muss.

      1. (Zu dem Thema auch der folgende Kommentar.)

        Das hatte ich mit Blick auf religiöse und atheistische Intoleranz geschrieben, gilt auch für politische Intoleranz. Das ist ja die große Frage wie geht man mit intoleranten politischen Kräften um, ohne selbst intolerant zu sein. Vor allen Dingen: Wie hütet man sich vor Menschen, die das Mäntelchen der Toleranz umhängen, um in ihren Augen intolerante Menschen, die eigentlich nur ihre politischen Gegner sind, loszuwerden? So klar ist das nicht immer. Problem Nummer 2: Wenn intolerante Gruppen in einer Gesellschaft die Mehrheit bekommen – was dann? Dann helfen keine Sicherungen – dann hilft nur der Mut und das verantwortliche Handeln des Einzelnen – aber eben: ohne sich selbst untreu zu werden. Wie das geht? Wirklich geht? Da gibt es kein Patentrezept. Wir sehen an den vielfältigen Formen des Widerstandes in den Jahren der Herrschaft des Nationalsozialismus, wie kompliziert es für Individuen ist, sich selbst treu zu bleiben.
        Kurz: Popper in Ehren: Was heißt das jedoch konkret, wenn die Intoleranten auf ihre Fahnen schreiben, sie seien die wahren Toleranten? Viele tun heute so, als sei das alles ganz eindeutig. Aber das ist es eben nicht. Darum bedarf es einer toleranten Diskussion in einer Gesellschaft – mit allen Kräften. Wer sich einer solchen Diskussion entzieht oder andere ausschließen will – muss der nicht als intolerant bezeichnet werden?

  2. Es kann natürlich auch sein, wenn die Staatsoberhäupter den Machern nicht passen, massivst die Regierung bekämpfen (einen Vorgeschmack bekommt man mit Blick auf Nachrichten über Trump, Orban, Polen
    Interessant, dass Sie ausgerechnet die politischen Führer und Länder nennen, in denen sich eine ausgesprochen anti-demokratische Tendenz zeigt.
    Trump ist einfach nur ein narzisstischer Idiot, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und zu Recht als der wohl jämmerlichste und unfähigste Mensch in die Geschichte eingehen wird, der jemals das Amt des US-Präsidenten bekleidet hat. (Wobei ich mir seine Ablösung nicht einmal wünsche, denn mit dem evangelikalen Vollhorst Pence kann es nur noch schlimmer werden.)
    Orban ist ein Autokrat mit Neigung zum Diktator und in Polen gibt es ähnliche Tendenzen.

    Die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien darüber finde ich in Ordnung. Wie die Privatsender dazu stehen, kann und will ich nicht beurteilen, da ich deren Schrott-Nachrichten mit Schwerpunkt auf „Stars“ und „Sternchen“ und Promi-Skandälchen bestenfalls mal am Rande mit Befremden zur Kenntnis nehme. So berichten nur Medien, die ihre Zuschauer von den wesentlichen Ereignissen in der Welt entwöhnen wollen, um sie noch mehr in Richtung hirnlosen Konsum zu manipulieren.
    Ich nehme mal an, dass auch die Partei der Armleuchter für Dumpfbacken (=AfD) aus dieser Volksmasse ihre ebenso hirnlosen Wähler rekrutiert. Das passt dann auch wieder

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