2 Antworten auf „Keine Panik gegenüber dem Islam“

  1. „Ich verstehe, dass Menschen sich bedroht fühlen. Aber die Lösung ist nicht, jetzt in eine Panik gegenüber dem Islam auszubrechen.“
    Ein ziemlich nichtssagendes Interview, das nur ein paar wenige, altbekannte Tatsachen auflistet.

    Enttäuschend ist natürlich, dass er lediglich sagt, was seiner unmaßgeblichen Meinung nach KEINE Lösung ist, aber eine positive Antwort schuldig bleibt. Im Text wird lediglich eine aus katholischer Sicht befriedigende, aber natürlich völlig untaugliche „Lösung“ angedeutet, die im Klartext wohl heißen soll: „Wir brauchen mehr katholische Kinder!“

    Dabei liegt die Lösung auf der Hand, ist aber wohl für Schönborn und Konsorten nur schwer verdaulich: Säkularisierung!

    Man kann eine unsinnige Religion nicht dadurch im Zaum halten, indem man ihr eine andere unsinnige Religion entgegensetzt.

    Nur indem man den Menschen klarmacht, dass BEIDE Religionen Nonsens über die Welt behaupten, ist ein Ausweg aus einer möglicherweise bedrohlichen Situation denkbar.

    Der Katholizismus behauptet von sich, die „einzig wahre“ Religion zu sein, der Islam behauptet von sich, die „einzig wahre“ Religion zu sein und praktisch jede Sekte, egal welcher Religion sie zuzuordnen ist, behauptet das auch von sich. Wie soll da ein friedliches Zusammenleben möglich sein?

    Nur wenn die Vertreter diverser Religionen einsehen und anschließend auch zugeben, dass ihrer Weltsicht zahlreiche Widersprüche zugrunde liegen, kann daraus ein fruchtbarer Dialog erwachsen, denn nur wenn ich weiß, dass mein Weltbild aufgrund der Widersprüche nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, bin ich für alternative Gedanken offen.
    Die Mehrheit der Strenggläubigen ist es nicht und darin liegt das grundsätzliche Problem.

    1. Man mag natürlich den Kardinal kritisieren – und sollte es auch, wenn er in der Sache falsch liegt. Aber dann kommt wieder das Kleinkarierte: Alles in einen Topf werfen. Dann werfen wir doch gleich den säkularen Glauben mit hinein, der sagt: Ohne den teil der Menschheit, die religiös sind, wäre die Welt besser.
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      Ja und? Behauptet es jede Religion und eben jede säkulare Strömung. Da sind wir wieder bei dem Menschen als soziales wesen: Ich bin besser als du, ob religiös, säkular oder sonstwas. Statt den anderen das Existenzrecht abzusprechen, sollte man so realistisch sein und sagen: Religiöse verschiedenster Couleur wird es immer geben, säkulare verschiedenster Couleur wird es immer geben – also reden wir miteinander, damit wir die Welt immer besser werden lassen. Ihr missionarischer Eifer (gegen Gott und Religion) ist schon selbstredend.

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