Der Messias und das geknickte Rohr

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen (Mt 12,20 – Jesaja 42,1-4).

Das Schilfrohr

  • Ahnung von Glück,
  • Sehnsucht nach Wahrheit,
  • Ahnung von Gerechtigkeit,
  • Sehnsucht nach Liebe,
  • Ahnung von Gemeinschaft,
  • Sehnsucht nach Geborgenheit,
  • Ahnung von Freiheit,
  • Sehnsucht nach Frieden,
  • Ahnung von Ruhe,
  • Sehnsucht nach Lebendigkeit und Leben,
  • Ahnung von Gott,
  • Sehnsucht nach Gott

das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen.

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Eine Antwort auf „Der Messias und das geknickte Rohr“

  1. Jesaja 42,1-4
    Wer lesen kann, ist im Vorteil und läuft seltener Gefahr, Unsinn zu behaupten.
    Auch hier wird durch Vers 4 klar, dass auf keinen Fall Jesus gemeint sein kann, denn der passt nicht zu seiner (erfundenen?) Biografie:
    „Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis dass er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten. “
    Ein durchaus ähnlicher Fall wie Jesaja 7, 14-16, wo die Verse 15 und 16 auch eindeutig ausschließen, dass er sich auf Jesus beziehen könnte.
    Matthäus stützt auch diese Interpretation, denn bei ihm heißt es wieder einmal bezeichnenderweise: „auf das erfüllet würde, was gesagt ist von dem Propheten Jesaja“. Diese Formulierung wird von Matthäus in der Regel dann benutzt, wenn er seinen Text mal wieder an tatsächliche oder behauptete „Prophezeiungen“ des AT anpasst. Berüchtigt ist ja auch Mt 2,23, wo er mal eben eine Prophetie erfindet, die es gar nicht gibt: „und kam und wohnte in der Stadt die da heißt Nazareth; auf das erfüllet würde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heißen.“
    Da steckt sogar noch ein Fehler drin, denn nicht Joseph erhält im NT den Beinamen „Nazerener“, sondern Jesus. Ein weiterer Beleg dafür, dass Matthäus äußerst schlampig mit Quellen und seinem eigenen Text umgeht.

    Die Bezüge, die Sie zum Schilfrohr herstellen, entbehren jeglicher Grundlage. Schon im AT steht das Schilfrohr wegen seiner Biegsamkeit eher für Unbeständigkeit, Wankelmut und Schwäche (1. Kön 14), dagegen sucht man einen Bezug zu obiger Auflistung (Glück, Wahrheit, Gerechtigkeit, usw.) wohl vergebens.

    Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Im AT gibt es nicht einen einzigen Vers, der als authentischer Hinweis auf Jesus gelten könnte, denn auch ALLE Messias-„Prophezeiungen“ weisen auf eine ganz andere Persönlichkeit hin (Befreier und Herrscher Israels) als sie Jesus je gewesen sein könnte. Wäre es nämlich so eindeutig, wie viele Theologen den Anschein zu erwecken versuchen, dann gäbe es heute keinen jüdischen Glauben mehr und alle Juden hätten schon vor Jahrhunderten Jesus als DEN Messias anerkannt, doch davon sind sie mit wenigen Ausnahmen weit entfernt!

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